Prominente Opfer

27. Dezember 2011 21:03; Akt: 28.12.2011 08:11 Print

Schweizer Kaderleute von Hacking betroffen

Der Hackerangriff auf die US-Firma Stratfor schlägt Wellen bis in die Schweiz. Auf der Liste der Betroffenen sind Kaderleute von EDA, VBS und Banken aufgeführt.

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Kreditkartennummern, Passwörter, Privatadressen und Telefonnummern: Unter den Opfern des Hackerangriffs auf die US-Firma Stratfor sind auch hunderte von Schweizern. Darunter sind Mitarbeitende von EDA und VBS sowie von Banken und Konzernen.

Dies belegt eine Datei mit Kreditkarten-Nummern und Adressen, auf die sich Radio DRS für einen Beitrag vom Dienstagabend stützte. Die Liste liegt auch der Nachrichtenagentur SDA vor.

Betroffen sind Kader der Schweizer Grossbank UBS, Mitarbeiter von Privatbanken wie Julius Bär sowie Angestellte von Grosskonzernen wie Nestlé oder ABB.

Auch Kadermitarbeiter in Bundesämtern, etwa im Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) oder im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), gehören zu den Betroffenen.

Leute in sensiblen Positionen

Wie die Liste zeigt, sind vor allem Personen in sensiblen Position betroffen: Angestellte von Schweizer Botschaften, Kadermitarbeiter bei Firmen oder Leute mit Führungsfunktionen bei der Armee.

EDA-Sprecher Stefan von Below sagte am Dienstagabend auf Anfrage der SDA, einzelne Mitarbeitende hätten zu Informations- und Dokumentationszwecken punktuell die Dienstleistungen der Firma Stratfor in Anspruch genommen.

Die vom Datendiebstahl betroffenen Mitarbeitenden würden raschmöglichst informiert und die zur Bezahlung verwendeten Kreditkarten gesperrt.

Auch VBS-Sprecherin Silvia Steidle bestätigte auf Anfrage der SDA, dass VBS-Mitarbeiter unter den Opfern des Hackerangriffs sind. Man sei am Abklären, ob und inwiefern das Departement davon tangiert sei und welche Konsequenzen sich daraus ergäben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 27.12.2011 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Warum

    Warum läuft das ganze über deren private Kreditkarte??? Wenn es ganz offizielle Aufträge gewesen wären gäbe es sicher eine richtige Rechnung welche über die Finanzabteilung gehen würde? In praktisch allen Grossbetrieben kann man ja nicht mal ein Bleistift kaufen ohne drei Offerten, offizieller Bestellweg (>3 Unterschriften) etc. Und da wird ein Sicherheitsaudit (nor e Föifliber) über die Kreditkarte eine Mitarbeiters abgerechnet? Und eine Firma macht Sicherheitsaudits und speichert die CVV? Hallo, was ist denn das für ein Film?

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  • André am 27.12.2011 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die USA ist nicht gut für die Schweiz

    Lieb Schweizer und Schweizerinnen, fragt ihr euch nicht wie die US-Firmen zu solch sensiblen Daten kommen? Denkt ih wirklich, dass die USA ein sicherer Ort für eure Passwörter und Kreditkarten ist?

  • Franz W. Seibold am 27.12.2011 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    Zu viel Vertrauen in die EDV

    Wahrscheinlich währe die VBS-Verwaltung mit mehr (loyalem) Personal und weniger EDV und IT sicherer. Früher, mit einem einem Armeebestand von 600'000 Mann, hat es jedenfalls bestens funktioniert. Das gilt ebenfalls auch für das Banken- und das Postwesen. Natürlich muss halt dazu wieder das Schreiben, das Lesen und das Rechnen lernen. Der Computer als quasi tote Materie kann keine Verantwortung übernehmen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • olle ma am 28.12.2011 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    was anonymous?

    ich wette mein linkes ei, dass anonymous nicht damit zu tun haben. Ist nicht deren stil...

  • check am 28.12.2011 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    hoch lebe annoynums

    ich finds toll. es betrifft ja den normalbürger nicht. es wurde schon lange mal zeit für einen modernen robin hood. auch die meissten anderen aktionen sind unterstützungswürdig

    • B.R. am 28.12.2011 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Naiv

      Natürlich wird das alles auf den Normalbürger abgewälzt! Und wer entscheidet denn bei Anonymus wer "kriminell" ist und wer nicht? Was fûr ein Entscheidungsprozess wurde angewandt? Dieb ist Dieb!

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  • Aufklärer am 28.12.2011 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    @Sarkas Mus & Franz W. Seibold

    Vielleicht solltet ihr erstmal den Artikel lesen: Nicht die schweizer Firmen wurden gehackt, sondern die US-Firma Stratfor. Die Schweizer waren aber deren Kunden und deshalb auch betroffen.

  • René Brügger am 28.12.2011 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Kommentatoren

    Ihr habe da ja wohl gar nichts verstanden. Weder die UBS noch das VBS und schon gar nicht superreiche wurden gehackt. Die Firma Strafor (Strategic Forecasting inc.) wurde gehackt. Diese bietet Berichte, Analysen und Zukunftsprojektionen zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen. Ganz logisch, dass der Bund, grosse Unternehmen und Nachrichtenagenturen dort Daten kaufen.

  • Sarkas Mus am 28.12.2011 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Warum die USB?

    Ich frage mich, warum die UBS angegriffen wurde. Die war ja leichtsinnig genug, IT-Arbeitsplätze in rauhen Massen ins Ausland zu verlagern. Wo liegt da der Reiz? Ein Extremkletterer nimmt doch auch nicht die Seilbahn.

    • anon am 28.12.2011 10:25 Report Diesen Beitrag melden

      Message verstehen

      bei Anonymous gehts nicht um den Reit, sondern um die Botschaft, den Sinn. Aufzeigen wie schlecht UNSERE Daten gesichert sind.. und gegen Polizeistaat und konzern/Finanzdikatur. Gegen Konsum auf Pump etc.

    • suchender am 28.12.2011 10:40 Report Diesen Beitrag melden

      artikel gelesen?

      Die UBS wurde nicht gehackt, sonder die US Firma Stratfor, die hatten unter anderem Daten der UBS.

    • Reto Gubser am 28.12.2011 11:10 Report Diesen Beitrag melden

      Die UBS wurde nicht angegriffen.

      Es wurden Daten von UBS-Verantwortlichen veröffentlicht, die offenbar bei der US-Firma Stratfor Kunden waren. Das hat nichts mit einem Angriff auf die UBS zu tun.

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