Dioxinskandal

04. Januar 2011 12:43; Akt: 04.01.2011 12:59 Print

Schweizer Konsumenten nicht betroffen

In Schweizer Läden gibt es mit grosser Wahrscheinlichkeit keine dioxinverseuchten Produkte aus Deutschland. Dies ergaben Abklärungen der Detailhändler.

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Können weiterhin ohne Bedenken verzehrt werden: Eier aus Schweizer Lebensmittelgeschäften. (Bild: Keystone/Norbert Millauer)

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Der Dioxinskandal in Deutschland weitet sich aus. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat wegen Dioxin-Funden in Eiern rund 1000 landwirtschaftliche Betriebe gesperrt, berichtet «Welt Online». Daneben sind auch Höfe in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen vom Skandal betroffen. Neben Farmen mit Legehennen wurde das dioxinverseuchte Tierfutter offenbar auch Schweine- und Putenzüchtern geliefert. Bis Tests belegen, dass die Produkte unbedenklich sind, dürfen grosse Mengen Eier und Fleisch die Höfe nicht mehr verlassen.

Schweizer Lebensmittelhändler dürften vom Dioxinskandal verschont geblieben sein. «Zwar führen auch wir in unserem Sortiment Eier aus Deutschland, allerdings kommen diese nicht aus den betroffenen Gebieten», sagt Migros-Sprecher Urs Peter Naef am Dienstagvormittag auf Anfrage von 20 Minuten Online. Interne Abklärung hätten ergeben, dass keine Produkte der Migros Dioxinspuren aufwiesen.

Bei Coop sind die letzten Abklärungen noch im Gang. «Im Moment sieht es aber nicht danach aus, als ob wir vom Dioxinskandal betroffen wären», so Mediensprecher Nicolas Schmied. Gleich tönt es auch bei Lidl und Denner. Der deutsche Discounter wartet noch auf die Bestätigung von zwei, drei Lieferanten, wie Lidl-Sprecherin Paloma Martino sagt: «Wir können im Moment noch keine definitive Aussage machen, bei allem was bisher kontrolliert wurde, haben wir jedoch keine Dioxinspuren gefunden.» Bei Denner steht noch die letzte Kontrolle bei den Poulet-Lieferanten aus, sagt Firmensprecherin Grazia Grassi: «Bei den Eiern haben wir hingegen bereits die Sicherheit, nicht betroffen zu sein.»

Sicherheitsstandards erhöht

Ebenfalls keine verseuchten Produkte wurden in den Aldi-Regalen entdeckt. Firmensprecher Sven Bradke sagt auf Anfrage, Aldi sei von keinen Vorkommnissen betroffen, habe aber trotzdem die Sicherheitsstandards erhöht, damit das Unternehmen auch in Zukunft nicht von einem solchen Ereignis betroffen sein könne: «Konkret bedeutet das mehr Kontrollen und die Einforderung von entsprechenden Bestätigungen durch die Lieferanten.»

(rn)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ahu am 04.01.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    CH-Eier

    Esst einfach Schweizer Eier, die sind ganz sicher dioxinfrei und erst noch weniger herumgekarrt!

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  • Ei-Denker am 04.01.2011 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Teigwaren

    Man muss ja nicht unbeding durch direkten Verzehr von Eiern in den Genuss von Dioxin kommen. Wie verhält es sich bei Eierteigwaren? Oder anderen Lebensmittel welche mit Eier ( flüssig Ei zusatz) hergestellt wurden? Ist auch diese Linie sichergestellt? Da in Europa alles hin und her transportiert wird ist eigentlich kein europäisches Produkt welches in irgend einer form Ei enthält total unbedenklich!

  • Patrick am 05.01.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Klartext! Das währe kein Luxus

    Wir haben bis heute noch keine Beweise dass es bei uns in Ordnung ist. Bis heute sehe ich nur Annahmen und Vermutungen ! Also nur heisse Luft und nichts anderes. Eine solche zauderhafte Stellungnahme beruhigt wirklich niemanden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Laredo am 06.01.2011 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Aberglauben!

    Ein Beispiel dafür wie mit Original heimischen Produkten geworben wird, stand letztes Jahr in den Medien. Da werden in Holland Eier gelegt, diese nach Italien zum Brüten gekarrt u sobald die Küken geschlüpft sind, nach Österreich gekarrt und dort bis zur Schlachtreife durchgefüttert. Freilich als Freilauf, dennoch als original Wiener Hendl verkauft. Soviel zur einheimischen Produktion. Glauben wir ernsthaft, hierzulande sähe es anders aus?

  • Peter am 06.01.2011 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer-Produkte bevorzugen

    Das Freihandels-Abkommen muss mit der EU gekündigt werden. Wir müssen wieder auf eigene, bewährte CH-Produkte setzen.

    • Laredo am 06.01.2011 19:41 Report Diesen Beitrag melden

      Nur noch Schweizer Etikett ist Original

      Welche typischen CH - Produkte denn? Die original schweizerische Cervelas mit Darm aus Brasilien? Es gäbe genügend Beispiele davon wie typisch die ach so CH - Produkte sind. Haben Leute wie Sie wirklich noch den Glauben, die CH sei heimelig und hat genügend Rohmaterial für alle (angeblich) heimischen Produkte? Überall wird dank Subventionen, Abkommen, etc, quer durch Europa gekarrt. Das einzig typische Ch ist das Etikett!

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  • Laredo am 05.01.2011 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Gutgläubigkeit

    Es wird mehr gepanscht, als wir alle glauben. Egal ob bei der Fleischerzeugung oder der Gemüse und Obsterzeugung. Solche Skandale wie jetzt wieder sind nur die Spitze des Eisberges. Und, wo Bio drausteht ist nicht immer Bio drin. Die ganze Lebensmittelmaschinerie ist eine einzige Strategie von Lug und Trug, zum Vorteil des Profites, nichts anderes, aber der CHer glaubt ja alles.

  • Patrick am 05.01.2011 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Klartext! Das währe kein Luxus

    Wir haben bis heute noch keine Beweise dass es bei uns in Ordnung ist. Bis heute sehe ich nur Annahmen und Vermutungen ! Also nur heisse Luft und nichts anderes. Eine solche zauderhafte Stellungnahme beruhigt wirklich niemanden.

  • michael am 05.01.2011 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    logisch

    wer kauft denn schon deutsche lebensmittel.. bei mir kommen aus prinzip nur schweizer eier auf den tisch.