Aliens warnen ihn

10. November 2013 19:49; Akt: 10.11.2013 19:52 Print

Schweizer Ufo-Guru will die Welt retten

Der Schweizer Ufologe Billy Meier hat sich zurückgezogen. Mit neuen Petitionen kämpft er aber weiter gegen Überbevölkerung und Todesstrafe. Wieso, sagen ihm die Ausserirdischen.

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Mit seinem langen, weissen Bart sieht Eduard Albert Meier nicht nur so aus, wie man sich einen Guru vorstellt. Billy oder Beam, wie er sich nennt, ist auch eine Art Sektenführer: Seit 1975 hat der heute 76-jährige in Hinterschmidrüti im Zürcher Tösstal seine Anhänger um sich versammelt.

In Bülach ZH sah Billy Meier sie zum ersten Mal: die Ausserirdischen. Er war fünf Jahre alt, als die Ufos über dem Zürcher Unterland gekreist sein sollen. «Irgendwie hörte ich eine Stimme«, beschrieb er den ersten Kontakt. Sie sagte ihm, dass im Wald ein «birnenförmiges Fluggerät» auf ihn warte. Aus dem Raumschiff stieg dann «ein sehr alter Mann, der mich freundlich ansprach und mir erklärte, dass er Sfath sei und von einem fremden Planeten komme».

Aliens sprechen Zürichdeutsch

Seither hat Meier regen Austausch mit den Aliens, die laut ihm wie Menschen aussehen. 1186 persönliche und 1229 telepathische Kontakte listet seine Sekte, die «Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien» (Figu), aktuell auf ihrer Website auf. Mal sind die Aliens weiblich, mal männlich, mal alt, mal jung. Semjase vom Planeten Erra, die er ab 1975 traf, sprach sogar Zürcher Dialekt.

Die Plejaren, wie Meier die Aliens nennt, haben eine Mission: Sie wollen ihn und die Menschen belehren. Eines der Hauptthemen ist die Überbevölkerung auf der Erde. Seit Mitte der 1950er Jahren warnt Meier Regierungen, Medien und diverse Organisationen vor deren Folgen. Und genau in diesem Bereich ist er aktuell wieder aktiv: Auf dem Portal change.org begründet er ausführlich eine Petition an die Uno für eine weltweite Geburtenregelung.

Aliens machen sich Sorgen

Er selbst will sich dazu nicht äussern. An seiner Stelle spricht Bernadette Brand, Mitglied der Kerngruppe der Figu, mit 20 Minuten. «Ob Wasser-, Platz- oder Nahrungsmangel: Sämtliche grossen Probleme der Welt wurzeln in der Überbevölkerung», erklärt sie. Eine staatlich kontrollierte Geburtenregelung wäre die Lösung: «Durch weniger Geburten würde die Bevölkerung schrumpfen.»

Wie gross der Handlungsbedarf ist, weiss Meier von den Plejaren. «Die Ausserirdischen sind der Meinung, dass viel zu viele Menschen auf der Erde leben und Massnahmen überfällig sind», sagt Brand. Billy Meier erhalte von ihnen jedes Jahr präzise Zahlen zur Bevölkerung auf der Erde. «Sie können diese mittels Bioregistration sehr genau bestimmen, weil sie viel weiter sind als wir.» Laut den Aliens gibt es etwa eine Milliarde mehr Menschen, als offiziell angegeben.

Anziehungskraft nimmt ab

Die Geburtenkontrolle beschrieb Meier in einer seiner zahlreichen Publikationen einmal etwa so: Das Nachkommens-Zeugungsalter betrage bei Frauen 28 und bei Männern 33 Jahre, sie sollen eine harmonische und gesunde Ehe führen und dürfen nur drei Nachkommen pro Ehe haben. Er selbst hat allerdings fünf Kinder – «aber in keiner Ehe mehr als drei», wie er 1997 dem «Magazin» sagte.

Auf viel Resonanz ist die Online-Petition noch nicht gestossen: Erst 673 Personen haben unterschrieben. Eine weitere Petition gegen Folter und die Todesstrafe, die Meier im September lancierte, kommt sogar erst auf 428 Unterstützer. Laut Brand haben Meier und die Figu aber alleine 400 aktive Mitglieder. An dieser Zahl zweifelt Sektenexperte Georg Otto Schmid jedoch. Billy Meier habe nicht mehr die Anziehungskraft von früher: «Die Zahl der Publikationen hat abgenommen, ebenso die öffentliche Aufmerksamkeit. Sicher hat das auch mit seinem Alter zu tun.»

Nur Meier hat Aliens getroffen

Hinzu kommt die massive Kritik an Meier, gerade auch aus den eigenen Reihen. Vor zwei Jahren sprach sogar sein Sohn Methusalem (40) öffentlich schlecht über ihn. Andere Aussteiger berichten von stark hierarchischen Strukturen und von Meier als vermeintlich allwissendem Guru. «Nur er kennt die Wahrheit. Alle, die etwas anderes behaupten, sind Lügner und Betrüger. Das ist typisch für eine Sekte», sagt Schmid.

Meier wird die irdische Kritik allerdings egal sein, solange die Aliens ihm vertrauen: Er ist nach wie vor der Einzige, der die Plejaren persönlich treffen darf. Jeden anderen, der Ausserirdische gesehen haben will, bezeichnet er als Lügner. Dasselbe gilt für die, die die Überbevölkerung nicht wahrhaben wollen.

Mehr Fotos der Ufos und ein Interview mit Billy Meier sehen Sie in diesem Video:
Quelle: Youtube/David Seaton

(hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E.T. am 10.11.2013 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Macht euren Sch.... doch alleine!

    Uns Aliens interessieren die Probleme der Erdlinge nicht, wir haben unsere eigenen!

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  • Marco am 11.11.2013 06:22 Report Diesen Beitrag melden

    Überbevölkerung

    Man mag von Meier und seinen UFOs halten was man will, aber punkto Überbevölkerung hat er vollkommen recht. Die meisten sogenannten "Umweltprobleme" sind eigentlich "Überbevölkerungsprobleme".

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  • Michael am 11.11.2013 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    An seinen Taten...

    sieht man, wie ernst es ihm ist.... selber 5 Kinder und anderen Vorschriften erlassen wollen. Die Fotos sind ja wohl zum lachen. Ansonsten sieht man mal wieder, dass praktisch jeder Spinner ein paar Gläubige findet. Klar stimmt das mit der Überbevölkerung, mir haben die Ausserirdischen ausserdem geraten, etwas gegen die Erderwärmung zu unternehmen und die Nahrungsmittel gerechter zu verteilen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fredi Schwarz am 11.11.2013 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krankhaft 

    Solche Spinner gibt es leider überall. Mir tun bei solchen eigentlich immer nur die Kinder leid, die nichts anderes kennen als diese gestörten Geschichten. Der hätte sich mal beim Arzt untersuchen lassen, heute ist es zu spät. Krankhaft ehrlich.

  • kerl am 11.11.2013 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin schuld

    bin aus bülach. der hat meinen toyota yaris vorbeiflitzen sehen und meint nun das war ein UFO. sorry an alle, gell

  • Dario Thiago am 11.11.2013 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UFOs ja, Meier nein

    Ich glaube durchaus, dass es im Universum hochentwickeltes Leben gibt. Jedoch sehen die Fotos und die ganze Geschichte von Meier nach Schwindel aus.

  • sophia am 11.11.2013 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein spinner

    denn die aliens warten bei mir immer um 23:00vor dem schlafzimmerfenster. wer möchte nun behaupten dies sei nicht so? mit der überbefölkerung hat er recht. aber selbst 5kids? nimmt er sich selbst überhaupt für voll? alles quatsch weder aliens noch geister .. wir werden langsam irre. und kranke gibts leider wirklich schon zuviele auf diesem planeten!

  • Phil am 11.11.2013 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Leute glauben jeden Mist...

    wenn man Ihnen dies nur Plausibel genug erläutert. Wenn ein Wesen wirklich die Fähigkeiten (Technologie) besässe um in einer Geschwindigkeit zu Reisen die es ermöglicht die Erde innerhalb eines machbaren Zeitrahmens zu erreichen, so würde es den Homo-sapiens-sapiens in etwa mit dem gleichen Interesse betrachten wie wir eine Ameisenkolonie. Das ein solches Wesen (sollte es ein solches geben) den Mensch als ebenbürtig ansehen würde, wage ich schlicht zu bezweifeln.