Last-Minute-Run

11. Juli 2014 13:59; Akt: 11.07.2014 14:34 Print

Schweizer kehren dem miesen Wetter den Rücken

Bei den Reisebüros verdoppelten sich die Last-Minute-Buchungen innerhalb einer Woche. Beliebt sind Ziele rund ums Mittelmeer – allerdings muss man sich beeilen und flexibel sein.

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Seit Tagen ist es nass und kalt. Immer wieder regnet es, und die Temperaturen bewegen sich um die 15 Grad – kein guter Ferienstart. Jetzt haben die Schweizer genug: Last-Minute-Angebote sind gefragt.

«Bei uns haben sich die Zahlen von einer auf die andere Woche verdoppelt», sagt Kuoni-Sprecher Peter Brun. Er schliesst daraus, dass sich die Leute gerade wegen des schlechten Wetters für ein warmes Land entschieden haben. Beliebt seien Griechenland, Zypern und Spanien.

Beratung im Reisebüro statt Online-Buchung

Auch bei anderen Reiseveranstaltern beobachtet man eine Zunahme der kurzfristigen Buchungen. «Die Leute zieht es bei schlechtem Wetter generell ins Reisebüro», so Anja Dobes, Sprecherin von Hotelplan. Doch habe man von April bis Juni einen Buchungsstau bemerkt. «Jetzt zieht es wieder an», so Dobes.

Doch wer sich einen Platz an der Sonne sichern will, muss sich beeilen und flexibel sein. «Wer mit den Daten, der Dauer und der Destination flexibel ist, findet einen Platz», erklärt Roland Schmid von Tui Suisse. Die Chance auf Last-Minute-Plätze werde ab Mitte Juli wieder steigen. Eine Woche rund ums Mittelmeer kostet laut Schmid zwischen 800 und 1000 Franken. «Ich empfehle, dass man für eine Last-Minute-Buchung den Gang ins Reisebüro wagt, statt online zu buchen. Das spart Zeit und Nerven, denn die Mitarbeiter haben in einem System alle Angebote im Überblick.»

(saw)