Gefährliche Vorfälle

15. November 2018 23:16; Akt: 15.11.2018 23:16 Print

Tüftler entwickelt Radar gegen Drohnen

Erneut kamen sich eine Drohne und ein Flugzeug gefährlich nahe. Erwin Schütz entwickelt nun ein Frühwarnsystem für Flugplätze.

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Erwin Schütz möchte mit seinem Start-up SwissUnit solche Vorfälle künftig verhindern. Bei einem Feldbesuch auf dem Flugplatz Birrfeld im aargauischen Lupfig wurde er auf das Problem aufmerksam. «Bei den Gesprächen sagten die Betreiber, sie wären froh um ein System, das Drohnen sichten könnte», erzählt Schütz. Der 60-jährige Hochfrequenztechniker entwickelt nun seit einem Jahr ein Überwachungssystem für Flugdrohnen. «Wenn eine Drohne in der Nähe ist, kriege ich eine Meldung auf dem Monitor und kann so den Flugplatz informieren, damit der Betrieb gestoppt wird», sagt Schütz. Ausserdem könne er sich die Live-Videoaufnahmen der eindringenden Drohne anschauen und herunterladen, behauptet Schütz. Das Aufzeichnen der Videoaufnahmen diene zudem zur Identifikation der Piloten, um ihnen allenfalls eine Strafe auszuhändigen. «Mit diesem Angebot in einem solch günstigen Preissegment sind wir einzigartig auf dem Markt», sagt Schütz. Eine Firma hat Schütz zwar noch nicht gegründet. SwissUnit hat aber ehrgeizige Ziele: «Wir wollen die Technik für 3000 und 5000 Franken anbieten.» Einen definitiven Preis könne Schütz allerdings noch nicht kommunizieren, bis das Start-up auf dem Markt aktiv ist. Ob es nicht eine Träumerei sei, gegen die professionellen, schon etablierten Anbieter am Markt zu bestehen? Hauptzielgruppe seien vor allem kleine Flugplätze, die keine finanziellen Mittel hätten, um eine «Millionen-Anlage» zu installieren, so Schütz. Er ist überzeugt: «Wir sind um Welten günstiger als die grossen, kommerziellen Firmen, die Ähnliches anbieten.» Erwin Schütz bei der Arbeit.

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Vor ein paar Tagen verursachte eine Drohne beinahe einen Flugzeugunfall am Flughafen Zürich. Das kleine Flugobjekt tauchte plötzlich auf und flog in einem Abstand von weniger als 20 Metern oberhalb des Fahrweges des Airbus. 103 Passagiere waren an Bord. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) registrierte dieses Jahr bereits rund fünf solcher Drohnenvorfälle.

Erwin Schütz möchte mit seinem Start-up SwissUnit solche Vorfälle künftig verhindern. Bei einem Feldbesuch auf dem Flugplatz Birrfeld im aargauischen Lupfig wurde er auf das Problem aufmerksam. «Bei den Gesprächen sagten die Betreiber, sie wären froh um ein System, das Drohnen sichten könnte», erzählt Schütz. Der 60-jährige Hochfrequenztechniker entwickelt nun seit einem Jahr ein Überwachungssystem für Flugdrohnen. «Wenn eine Drohne in der Nähe ist, bekomme ich eine Meldung auf dem Monitor und kann so den Flugplatz informieren, damit der Betrieb gestoppt wird», sagt Schütz.

Ausserdem könne er sich die Live-Videoaufnahmen der eindringenden Drohne anschauen und herunterladen, behauptet Schütz. Das Aufzeichnen der Videoaufnahmen diene zudem zur Identifikation der Piloten, um ihnen allenfalls eine Strafe auszuhändigen. «Mit diesem Angebot in einem solch günstigen Preissegment sind wir einzigartig auf dem Markt», sagt Schütz.

Preis zwischen 3000 und 5000 Franken

Eine Firma hat Schütz zwar noch nicht gegründet. SwissUnit hat aber ehrgeizige Ziele: «Wir wollen die Technik für 3000 und 5000 Franken anbieten.» Einen definitiven Preis könne er allerdings noch nicht kommunizieren, bis das Start-up auf dem Markt aktiv sei. Ob es nicht eine Träumerei sei, gegen die professionellen, schon etablierten Anbieter am Markt zu bestehen? Hauptzielgruppe seien vor allem kleine Flugplätze, die keine finanziellen Mittel hätten, um eine «Millionen-Anlage» zu installieren, so Schütz. Er ist überzeugt: «Wir sind um Welten günstiger als die grossen, kommerziellen Firmen, die Ähnliches anbieten.»

Als passionierter Technikfreak möchte er mit seinem Produkt den Drohnen-Vorfällen entgegenwirken. Schütz: «Wenn wir nur einen Vorfall weniger haben nächstes Jahr, ist es bereits ein Erfolg.» Zusammen mit zwei Freunden taucht Schütz nun in die Start-up-Welt ein. Mit Hochdruck ist er gerade dabei, ein neues Youtube-Tutorial aufzubereiten, um die Installation den Kunden näherzubringen.

Partnerschaften in Planung

SwissUnit sei dabei, verschiedene Partnerschaften aufzubauen. Unter anderem möchte man in näherer Zukunft das Produkt der Polizei vorstellen. Zudem plane man eine Zusammenarbeit mit dem Bündner Start-up Droptec. Dieses hat eine Drohnen-Pistole entwickelt, die das Abschiessen eines Flugobjektes ermöglicht. «Mit unserer Entwicklung sind wir eine Art Vorstufe und können Beteiligte frühzeitig über die Drohne und deren Zustand informieren», sagt Schütz.

(nzy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marello di camelione am 15.11.2018 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Made in Switzerland

    Halt Made in Switzerland! SUPER BRAVO. Viel Erfolg.

  • Fritz am 15.11.2018 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Sehr gute Entwicklung! Wer sich nicht an die Regeln hält und andere gefährdet, soll nicht ungestraft davonkommen.

  • Neumann am 15.11.2018 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halt Ingeniör

    Wie sagte schon Daniel Düsentrieb? Dem Ingeniör ist nichts zu schwör!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hyperintelligenter Ingenieur am 16.11.2018 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt bald

    Und ich werde eine Drohne gegen Radar erfinden. Kommt bald auf Markt.

  • Manu am 16.11.2018 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    @ Manu vom gleichen Manu

    Zuerst lesen, dann schreiben. Immer guter Eigenrat.

  • Martial2 am 16.11.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Mann mit Initiative...

    Bravo Herr Schütz es ist an der Zeit etwas zu unternehmen. Auf die Dauer wird diese dumme Spielerei immer gefährlicher und unerträglich!

    • MeinSenf am 16.11.2018 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martial2

      was, auch in der Ägäis?!

    einklappen einklappen
  • Catboot am 16.11.2018 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vermeintliche Drohne

    Ende September glaubte ein Pilot, eine Drohne gesehen zu haben. Die Sust eröffnete eine Untersuchung, um abzuklären, ob das auch so war. Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus. So wäre die Berichterstattung richtig. Außerdem ist es nicht am Flughafen Zürich passiert, sondern 10km weit weg, also deutlich ausserhalb der Flugverbotszone.

  • Herr Max Bänzli Live bei HB9 am 16.11.2018 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    danke

    der Herr Amateurfunker hat gute Arbeit gemacht