Antisemitismus

27. Juli 2014 15:21; Akt: 28.07.2014 14:11 Print

Sieben Anzeigen gegen Facebook-Rassisten

Die Staatsanwaltschaft in Zürich erwägt die Veranstalter der Pro-Palästina-Demo zu verzeigen. Weitere sieben Personen wurden wegen antisemitischer Posts auf Facebook angezeigt.

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Sieben Personen werden angezeigt, weil sie sich auf Facebook antisemitisch geäussert haben. (Bild: Keystone/Alessandro Della Bella)

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Die Stiftung gegen Rasissmus und Antisemitismus hat bei der Kantonspolizei Zürich sieben Personen angezeigt. Die Facebook-User hatten im Vorfeld der bewilligten Pro-Palästina-Demonstration am 18. Juli in Zürich antisemitische Kommentare in deren Facebook-Gruppe gepostet.

«Rassistische und antisemitische Äusserungen dieser Art fand man sonst nur in anonym verfassten Blogs oder Leserkommentaren», sagt Leila Feit, Geschäftsführerin der Stiftung zur «NZZ am Sonntag». Schockierend sei, dass gewisse Leute heute offenbar nicht mehr davor zurückschreckten, öffentlich und im eigenen Namen rassistische Äusserungen zu machen.

Werden Veranstalter verzeigt?

Die Demonstration selbst ist friedlich verlaufen. Zwar seien Zwischenrufe wie «Scheissjuden» hörbar gewesen, Richard Wolff, der Vorsteher des Polizeidepartements sagt aber, er habe keine antisemitischen Parolen gesehen oder gehört.

Nachdem ein «Weltwoche»-Journalist aber ein Transparent mit der Aufschrift «Die Juden brauchen einen Hitler» fotografiert hat, prüft die Staatsanwaltschaft nun rechtliche Schritte gegen die Veranstalter der Demonstration. Wolff: «Das Transparent verstösst klar gegen die Bewilligungsauflagen. Es wird deshalb eine Verzeigung des Bewilligungsinhabers zu prüfen sein»

(nsa)