Warmes Wetter

22. Oktober 2018 21:37; Akt: 22.10.2018 22:16 Print

Skigebiete müssen Saisonstart verschieben

von Noah Zygmont - Wegen der hohen Temperaturen war es nicht möglich, die Pisten zu beschneien. Einige Skigebiete haben die Eröffnung darum verschoben.

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Der goldene Herbst lockt noch einmal zum Wandern. Für die Skigebiete ist das ausserordentlich warme Wetter aber ein Problem: Die hohen Temperaturen hindern die Betreiber an der Beschneiung der Pisten.

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So hätte letzte Woche das Skigebiet Diavolezza im Bündnerland öffnen sollen. Wegen der stetigen Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht sei dies nicht möglich gewesen, so Markus Moser, Geschäftsführer der Diavolezza-, Corvatsch- und Lagalb-Bergbahnen. «Wir können die Pisten derzeit nur für Trainingsgruppen anbieten. Den Gästen und Einheimischen wollen wir sie noch nicht öffnen, weil die Pisten momentan noch nicht unseren Qualitätsstandards entsprechen.» Die Pisten seien zu hart und nur für sehr gute Skifahrer befahrbar.

Trainingsgruppen am stärksten betroffen

Die Hoffnung liege jetzt auf dem kommenden Wochenende. «Wir können vor allem in der Nacht beschneien. Tagsüber ist es noch immer zu warm», sagt Moser. Die Temperaturen müssten unter dem Gefrierpunkt liegen, damit man die Schneekanonen auch tagsüber in Betrieb nehmen könnte.

Auch das Skigebiet in Engelberg, das insgesamt 82 Kilometer befahrbare Skipisten hat, muss seinen Saisonstart vertagen. Peter Reinle von den Titlis-Bergbahnen hofft, dass nächste Woche zumindest fünf bis acht Kilometer geöffnet werden können. «Es ist einfach zu warm, um technischen Schnee zu machen. Wir schieben den Termin Woche für Woche und hoffen auf die nötigen Minustemperaturen», sagt Reinle. Die Chancen würden bei 50 Prozent liegen, dass der nächste Termin am 1. November eingehalten werden könne. Am schlimmsten treffe es die Trainingsgruppen, die zu wenig Möglichkeiten hätten, um richtig zu trainieren. Darunter sind zum Beispiel Skiprofis, die sich auf den Weltcup vorbereiten.

«Wir haben noch gar kein Bauchweh»

Die Betreiber der Jungfraubahnen rechnen mit einem frühesten Start per 17. November. Derzeit werde noch kein Kunstschnee produziert, wie Manuela Zurschmiede sagt: «Sobald wir laut Wetterprognosen davon ausgehen können, dass die Temperaturen über mehrere Nächte unter dem Gefrierpunkt bleiben, wird die Produktion aufgenommen.» Auch in Laax verhindern milde Temperaturen die Produktion von technischem Schnee. Martina Calonder vom Skigebiet Laax sagt: «Im Oktober ist dies jedoch nichts Aussergewöhnliches und ab nächster Woche sollten die Temperaturen schon sinken.»

Trotz der Verschiebungen sind die meisten Skigebiete guter Dinge, dass der Winter erfolgreich wird. Ausserdem blicken viele auf einen positiven Herbst zurück: «Wir konnten die ausgefallenen Skiwochen durch die sommerlichen Wandertage gut kompensieren», sagt Reinle von Titlis-Bergbahnen. Sie hätten circa fünf Prozent mehr Gäste angelockt als im Oktober vor einem Jahr, als man bereits Ski fahren konnte. Weiter sagt er: «Es ist normal und macht uns noch gar kein Bauchweh. Dramatisch wäre es, wenn es an Weihnachten keinen Schnee hätte.»

Markus Moser von der Corvatsch AG sagt, die Kommunikation habe gut funktioniert, und die Kunden seien auf die Verschiebung entsprechend vorbereitet. «Viele hatten grosses Verständnis für die Situation. Sie haben sogleich umgeplant und gingen auf dem Berg wandern.» Auch die Jungfraubahnen befinden sich noch in der Sommersaison: «Wir profitieren noch von den hohen Temperaturen und dem schönen Sommer», sagt Zurschmiede.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimmy Neutral am 22.10.2018 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei dieser Trockenheit?

    Jetzt bei dieser Dürre zu beschneien wäre auch eine Frechheit.

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  • Riri am 22.10.2018 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Energie sparen nur eine Redewendung

    Warum nehmen wir nicht alles zu seiner Zeit ? Alle sprechen von Klimawandel und Energiewende also warum schneekanonen etc. ? Das alles braucht es nicht, alles zu seiner Zeit!!

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  • Cédric E am 22.10.2018 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Früher oder später müssen sich die Skigebiete wohl leider nach Alternativen umsehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SZ am 23.10.2018 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wurde einmal Ski gefahren

    Skifahren gehört irgendwann der Vergangenheit an. Dauert nicht mehr solang. Ob ihrs glaubt oder nicht. Daher sollte nicht mehr in dieser Sparte investiert werden.

  • zahni am 23.10.2018 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ich fahre gerne ski.

    kein Wasser, totale Trockenheit, Bauern sind am Limit aber Hauptsache Pisten beschneien. Wie beschränkt sind die denn, die jetzt Skifahren gehen?

  • Peter Patat am 23.10.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bergbahnen Saas Fee fahren!

    im Wallis fahren die Gletscherlifte, dazu top Schneeverhältinsse

  • Oh We oh We am 23.10.2018 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    kein Schnee

    Kein Schnee, das ist doch Schnee von gestern!

  • Ist So am 23.10.2018 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist so weil ist so

    Einen grossteil der Menschen die jetzt bereits Skifahren gehen, sind Rennsportler. Umso früher du wieder anfängst, desto besser bist du nächste Saison und das wurde in den letzten 10-20 Jahren immer schlimmer. War früher selber dabei. Für die Skigebiete macht es Sinn, da sie so gut Geld verdienen können und es rentabel ist. Und mittlerweile gehen auch die, die nur ein paar Rennen pro Saison fahren bereits mit 7-8 Jahren schon im Oktober trainieren weil man sonst keine Chance hat und es keinen Spass macht. Umwelt hin oder her, heutzutage geht es halt meistens nur noch ums Geld mehr nicht.

    • zahni am 23.10.2018 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ist So

      Total Banause Einstellung der Natur gegenüber.

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