Opferbericht

22. Dezember 2018 16:46; Akt: 22.12.2018 16:46 Print

So dreist gehen die Ticket-Betrüger vor

Die Familie Z. überwies rund 850 Franken an Flugticket-Betrüger. Der Fall zeigt, wie die Masche funktioniert.

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Die Kantonspolizeien warnen vor Ticket-Betrügern: Allein im Kanton Aargau wurden im laufenden Jahr gegen 70 Fälle registriert, in denen Kriminelle mit ihrer Masche zum Erfolg kamen.

Auch die Eltern von A. Z.* wurden ausgenommen. «Meine Eltern wollten über die Weihnachtstage von Basel nach Pristina fliegen», sagt Z.* Ähnlich wie im Sommer seien die Preise sehr hoch, da viele Landsleute in die Heimat flögen. Auch seien viele Flüge ausgebucht.

Hin- und Rückflug für 429 Franken pro Person

Dann bekamen sie im November ein verlockendes Angebot über Viber: Die Fantasiegesellschaft Kosova Lines bot den Eheleuten einen Hin- und Rückflug für insgesamt 429 Franken pro Person an. Ausgeführt werde der Flug am 21. Dezember durch eine deutsche Airline.

Nachdem die beiden das Geld auf ein Konto in der Schweiz überwiesen hatten, erhielten sie eine Buchungsbestätigung. Darin wurde eine Flugnummer eines tatsächlich existierenden Fluges angegeben. «Einen Tag bevor der Flug hätte stattfinden sollen, erhielten sie die Mitteilung, dass die Flüge gestrichen worden seien», sagt Z. Sie würden das Guthaben zurückbekommen, habe es geheissen. Z. bezweifelt das: «Sie werden wohl keinen Rappen mehr sehen.»

«Aussicht auf ein Schnäppchen liess sie Vorsicht vergessen»

Dank seiner Hilfe und jener seines Bruders hätten die Eltern doch noch in den Kosovo fliegen können, auch helfen die Söhne im nächsten Monat bei der Miete. «Der Verlust schmerzt einfach. Für uns ist es viel Geld.» Laut Z. waren nicht nur seine Eltern zu gutgläubig: «Zwei Onkel wurden ebenfalls hereingelegt.» Das sei sehr traurig.

Die Aussicht auf ein Schnäppchen habe seine Verwandten die Vorsicht vergessen lassen. Er vermute, dass eine albanisch-stämmige Bande hinter dem Betrug stecke. «Ich hoffe, dass die Leute nun durch die Medienberichte gewarnt sind.»

Unklar ist, wer hinter der fiesen Abzocke steckt. Wie die Kantonspolizei Aargau auf Facebook schreibt, handelt es sich um internationale Betrüger, die zu Weihnachten noch einmal richtig Kasse machen wollten. Die Kantonspolizei Solothurn rät, Tickets ausschliesslich bei vertrauenswürdigen Reiseunternehmen oder direkt bei den bekannten Fluggesellschaften zu kaufen.

* Name der Redaktion bekannt

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr. Right am 22.12.2018 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konto

    Wem gehört das schweizer Bank-Konto auf das die Überweisung stattgefunden hat? Ein Nummernkonto ist es kaum. Es handelt sich um eine Straftat dementsprechend kann Amtshilfe geltend gemacht werden.

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  • Heiz Müller am 22.12.2018 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche....

    Kommt jeden Sommer und Weihnachten vor. Wer sich Reguläre Tickets nicht leisten kann, soll hier bleiben!

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  • DaTruth am 22.12.2018 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    wie erkennt man

    das man geizig ist? wenn man beim sparen draufzahlt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • S. Dünner am 24.12.2018 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe sehr viel Mitleid

    Also ich habe sehr viel Mitleid. Mit alten gebrechlichen Menschen, mit Behinderten, mit verletzten Tieren, mit armen Menschen, mit Kranken, usw. Aber für Leute die auf eine Werbung herein fallen die sie über einen Nachrichtendienst bekommen, da habe ich dann leider gar kein Mitleid übrig.

  • EINER VON EUCH am 24.12.2018 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie Albert schon sagte...

    Dummheit wird bestraft. Manche brauchen es auf die harte Tour. Nur wir selbst sind für unsere Taten verantwortlich. Wer auf Angebote über Viber oder Whattsapp reinfällt ist selbstschuld, dafür braucht es keine grosse Schulbildung sondern lediglich gesunden Menschenverstand. Die Preise müssen von den entsprechenden Organen kontrolliert und reguliert werden, denn diese sind ausserordentlich hoch. Bis dahin Gute Heimreise und frohe Festtage.

  • Heini Hemmi am 24.12.2018 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Swissflieger

    Die eigenen Landsleute über den Tisch ziehen, geht gar nicht!

  • Fake News am 24.12.2018 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Kein Geld für Flugtickets aber für 100'000 Franken einen BMW oder Audi leasen...

  • Mekasch am 22.12.2018 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Heeee das stimmt bei uns aber nicht!

    so ein Schmarren! Ich und meine Familie sind gerade vor 3 Tagen aus den Ferien zurück gekommen. Gebucht haben wir genau über diese Plattform und es hat alles ohne Probleme funktioniert!