1. August

31. Juli 2015 20:31; Akt: 02.08.2015 08:07 Print

So feierte die Schweiz Geburtstag

Die Schweiz liess es knallen am Nationalfeiertag. Die Reden der Bundesräte waren geprägt von der Forderung nach mehr Offenheit.

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Leser-Reporter Jason feiert den ersten August in Genf. Die Genfer mögen offenbar rotes Feuerwerk. Selbst die Hunde sind heute in Feierlaune. Patriotischer ZMittag. (1. August) 1.-August-Cupcakes. Nicht süss, dafür aber deftig mag Leser-Reporter Igor Mijatovic sein 1. August Menu. In Portalban (FR) brennt ein Höhenfeuer. Mit einem spektakulären Feuerwerk wartet Neuhausen auf: Lichterzauber über dem Rheinfall. (31. Juli 2015) Das Feuerwerk am Rheinfall. Feuerwerk am 31. Juli in Flüelen. Feuerwerk in Basel. (31. Juli) Volksnah: Die Bundespräsidentin Sommaruga posiert zusammen mit Leser-Reporter Follonier Steven für ein Selfie auf dem Rütli. Und auch Ueli Maurer ist nah am Volk. Hier mit Lisa im Oberarig Nottwil. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sagte an der Rütlifeier, was die Schweiz voranbringe, seien Offenheit, Mut und Zuversicht. «Schauen wir nicht ängstlich in die Zukunft», sagte die SP-Bundesrätin am Samstag. Sie rief die Schweizerinnen und Schweizer dazu auf, die direkte Demokratie zu pflegen. Nur so könne die Schweiz künftige Herausforderungen wie die Sicherung der Sozialwerke oder die Beziehungen zur EU bewältigen. An der Bundesfeier in Sierre VS sprach Bundesrat Alain Berset. «Wir leben in unsicheren Zeiten», sagte Berset mit Verweis auf den starken Franken, die Schulden- und Flüchtlingskrise. Gerade deshalb müsse sich die Schweiz auf das wirklich wichtige konzentrieren: eine kluge Politik des Zusammenhalts. Konkret müssten zum Beispiel die flankierenden Massnahmen erhalten bleiben, ältere Arbeitnehmer und Frauen verstärkt in den Arbeitsmarkt integriert werden. Bundesrat Didier Burkhalter sagte in Zürich, es bestehe der Eindruck, dass die Volksabstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative die Schweiz gespalten habe. Die Politik müsse nun aufzeigen, dass die Zukunft der Schweiz im Zusammenhalt und nicht in der Spaltung liege, sagte der FDP-Bundesrat. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, Bundesrat Didier Burkhalter und seine Gattin Friedrun singen die Landeshymne auf dem Bürkliplatz. BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf stiess ins gleiche Horn. Die Bündnerin beklagte in ihrer Ansprache in Titterten BL, dass die Politik der Extreme immer populärer werde. Die Kultur des Ausgleichs dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden. Auch Widmer-Schlumpf mahnte ausgewogene Lösungen an. In Safien GR serviert Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf auf dem Hof Turisch dem kleinen Kilian ein Brötchen. Verteidigungsminister Ueli Maurer setzte zu einem Streifzug durch die Schweizer Geschichte an und beschwor die Bedeutung der Lehren aus der Vergangenheit. «Geschichte gibt einem Volk Kraft», sagte der SVP-Politiker bei Auftritten im Kanton Luzern. Er warnte davor sich anzupassen. «Unsere geschichtlichen Erfahrungen dienten uns als Kompass, der Richtung Freiheit zeigt», sagte Maurer. In den kommenden Jahren werde es wichtige Volksabstimmungen geben, bei denen «wir entscheiden müssen, ob wir weiterhin den bewährten Weg der Unabhängigkeit gehen oder ob wir uns näher an die EU anschliessen werden». (4.7 2015) CVP-Bundesrätin Doris Leuthard betonte die Bedeutung der EU für die Schweiz. Bei der Gratwanderung in den Verhandlungen mit Brüssel, gelte es, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen. «Wer sich zu weit nach links oder rechts lehnt, droht abzustürzen», sagte Leuthard in Ottenbach ZH. Innerhalb einer Seilschaft sollten zudem alle am selben Strick ziehen. (2.6. 2015) Für Offenheit setzte sich auch Burkhalters Parteikollege, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, ein. Im Schweizer Pavillon an der Expo Milano sagte der Wirtschaftsminister: «Wir präsentieren uns hier in Mailand mit all unseren Besonderheiten und sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Gleichzeitig bleiben wir offen und solidarisch.». In Bern protestierten am 1. August gegen 12.30 Uhr einige hundert Personen gegen Nationalgrenzen. Hinter dem Protestmarsch steht das «Bündnis gegen Grenzen und Nationen». Ziel der Demonstration sei es, «gegen Rassismus und Nationalismus Stellung zu beziehen», wie das Bündnis in einer Medienmitteilung schreibt. Auf dem Bundesplatz machte der Tross eine gute Viertelstunde für ein improvisiertes Konzert Halt. Ihren Unmut brachten die Demonstranten zudem dadurch zum Ausdruck, indem sie auf dem Bundesplatz eine Schweizer Flagge anzündeten. Schöne Botschafterin: Miss Schweiz Laetitia Guarino besuchte am Nationalfeiertag den Schweizer Pavillon an der Expo in Mailand. Die grösste überhaupt: Die Säntisbahnen haben am Berg in den Appenzeller Alpen eine gewaltige Schweizerfahne aufgespannt. (31. Juli 2015) Zahlreiche Gemeinden feiern bereits am 31. Juli: Einmarsch mit geladenen Gästen und Festbesuchern in Kippel VS. (31. Juli 2015) Das Dorf im Lötschental hat einen prominenten Redner ergattert: CVP-Präsident Christophe Darbellay spricht in Kippe. (31. Juli 2015) Die Patrouille Suisse in Brunnen.

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