Ausnahmetalent

08. September 2019 21:35; Akt: 09.09.2019 17:16 Print

So geht es Mathe-Genie Max (16) heute

von B. Zanni - Kaum beginnt Mathematik-Genie Maximilian Janisch das Master-Studium, fasst er das Doktorat ins Auge. In den Ferien büffelte er schon dafür.

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Im Rekordtempo absolvierte Maximilian Janisch die Primarschule. Mit neun Jahren hatte er die Mathematik-Matura im Sack, drei Jahre später wurde er von der französischen Université de Perpignan als jüngster Student Frankreichs ins zweite Studienjahr aufgenommen.

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Mit 15 Jahren durfte sich der hochbegabte Schüler aus dem luzernischen Meierskappel endlich an der Universität Zürich für das Mathematikstudium immatrikulieren. Mittlerweile ist das international bekannte Wunderkind 16 Jahre alt und weiterhin auf der Überholspur, wie die am Sonntagabend ausgestrahlte SRF-Sendung «Reporter» zeigt.

Italienischlernen als Kinderspiel

Zurzeit bereitet sich der mit einem IQ von 149+ gesegnete Teenager bereits auf die Doktorarbeit vor: Da er bald in Princeton bei zwei italienischen Doktorvätern promovieren will, besuchte er während der Sommerferien im toskanischen Orbetello einen Italienischkurs. Angekommen mit praktisch keinen Italienisch-Vorkenntnissen belegte er nach drei Wochen Unterricht bereits den Fortgeschrittenen-Kurs.

Sass er am Strand, programmierte er auf dem Handy ein Mathematik-Spiel. «Gar nichts machen für mehrere Stunden am Strand ist nicht mein Ding», erklärte der jüngste Student der Schweizer Reporterin Helen Arnet.

«Bello, bello, bello»

Dabei blieben die sozialen Kontakte nicht auf der Strecke. In den Pausen unterhielt er sich mit einem Kurskameraden gerne über «Hardware, Software, Robotik und alles in Richtung Computer Science».

Seine Gasteltern waren hell begeistert vom Schweizer Austauschstudenten. Er sei gut erzogen, intelligent, anständig und fleissig, sagt die Gastmutter. «Ihn möchte ich immer hier haben.» Dazu sei er auch noch hübsch. «Bello, bello, bello», schwärmte sie.

Job bei KMU

In wenigen Wochen beginnt Maximilian das Master-Studium, wofür er drei Semester einberechnet. Ihm mit «möglichen Themen für die Masterarbeit» zur Seite stand in den Sommerferien sein Vater, der emeritierte Mathematikprofessor Thomas Drisch. Parallel zu seinem Studium in Zürich geht Maximilian zudem einem Mathe-Studium in Perpignan nach.

Auf dem Arbeitsmarkt ist das Ausnahmetalent bereits heiss begehrt. Interessenten aus der Industrie wollen von seinen mathematischen Fähigkeiten profitieren. Für ein KMU im Bereich Entwicklung und Bau von Sondermaschinen entwickelt Maximilian Programme zur Prozessoptimierung. Seine langfristigen Berufsziele kennt der Teenager noch nicht. Klar ist für ihn jedoch, dass sein künftiger Job mit Mathematik zu tun haben wird.

Angstfreiheit hätten ihm seine Eltern mit auf den Weg gegeben, sagt Maximilian. «In gewisser Weise haben sie mich so erzogen, dass ich keine Angst habe, von der Norm abzuweichen.» Weiche man von der Norm ab, könne man Erfolg haben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Homo Sapiens Sapiens am 08.09.2019 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Ein Zutritt an die Schweizer Unis wurde ihm damals nicht "verwehrt". Er hat damals schlicht und einfach die Voraussetzung, eine abgeschlossene Matur zu haben, nicht erfüllt. Damals hatte er nur die Maturprüfung in Mathematik absolviert und bestanden. Eine Matur besteht jedoch mehr als nur den Wunschfächern. Aber es ist toll, dass es ihm gut geht. Es reicht ja auch, mit 16 den Bachelor zu haben, es ist ja schliesslich kein Wettkampf. Ich wünsche ihm alles Gute im Masterstudium (welches auch für normale Studenten nur 3 Semester dauert).

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  • Jonas am 08.09.2019 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Max

    Vergiss einfach nicht zu leben! Ein bisschen Party darf dann auch noch sein. Du willst doch deinen Grosskindern auch mal was erzählen können:)

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  • MedStudenr am 08.09.2019 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top!

    Er ist eben nicht nur intelligent, sondern auch sehr fleissig. Das ist das Erfolgsrezept!

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G. am 09.09.2019 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht ist er derjenige

    der die Riemann'sche Vermutung entgültige löst und der Welt die Gleichungen zeigt mir der sich nachfolgende Primzahlen im voraus berechnen lassen. Dann hätte er den heiligen Gral der Mathematik gefunden

  • Granitblock am 09.09.2019 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höhlenforscher

    Leben futsch mit diesen Eltern! Hoffe er findet sein Ding im Leben

  • Realist am 09.09.2019 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    IQ ist nicht alles!

    Super für ihn! Dafür wird er wohl als "Genie" mit IQ von 149 wenig soziale Kompetenzen haben, wetten? Die Messung des IQ ist heutzutage sowieso nicht mehr aktuell.

  • Eine am 09.09.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Habe Hochbegabte Mensche wirklich nicht einbisschen Mühe in der Schule?

    • Martina B. am 09.09.2019 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eine

      Doch doch, aber andere Mühe als Normalbegabte: Unterforderung und Langeweile. Manchmal haben sie nicht nur Mühe sondern sogar massive Probleme: Dauerhafte Unterforderung killt jede Motivation. So werden einige sogar richtig schlecht in der Schule ("klinken sich aus") oder werden depressiv. Max hatte aber Glück: er wurde aus dem "Schulsystem mit Normalprogranm" gerettet. Damit will ich nicht sagen, dass unser Schulsystem allgemein schlecht sei, aber für ihn mit IQ >149 wäre es eine riesen Qual gewesen!

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  • Esteban am 09.09.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage hätte ich:

    Jede Fremdsprache ist ein Gewinn, keine Frage. Warum das Mathe-Genie allerdings italienisch lernen/können muss, um in Princeton promovieren zu können, erschliesst sich mir nicht. Auch italienische Doktorväter müssen in Princeton in erster Linie englisch können und Arbeiten in englischer Sprache beurteilen können. Nicht?

    • Dicker Metzger am 09.09.2019 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Esteban normal wenn man in ein Fremdes Land geht!

      Vielleicht möchte der Bub sich mit anderen Jugendliche, Freunde und Gasteltern ja auch unterhalten.

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