Swiss und Edelweiss

09. März 2019 21:45; Akt: 09.03.2019 22:03 Print

So kostet Ihr Swiss-Flug bis zu 283 Franken weniger

Wer zusätzliche Flüge bucht, kann mit Swiss und Edelweiss deutlich billiger in die Ferien fliegen. Davon profitierten die Kunden, meint die Airline.

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A. C.* plant ihre Ferien in Punta Cana. Auf einem Onlineportal hat sie nach passenden Reisen gesucht. Am günstigsten: ein Flug mit Swiss und Edelweiss von Genf über Zürich nach Punta Cana und zurück. Würde C. hingegen auf die Flüge von und nach Genf verzichten und nur die ansonsten identischen Direktflüge von und nach Zürich nehmen, müsste sie 200 Franken pro Ticket mehr bezahlen. «Gerade ein solches Angebot fördert aber Inlandflüge», sagt C. «Sie nützen nur der jeweiligen Fluggesellschaft, ohne Rücksicht auf ökologische Aspekte.» Die Zubringerflüge müssen auch tatsächlich angetreten werden. Weil die Strecke von Zürich nach Genf Flughafen und zurück mit der Bahn mit Halbtax schon ab 60 Franken zu haben ist, lässt sich immer noch viel Geld sparen. Tritt man die Transferflüge nicht an, wird es teuer: Mache man das nicht, werde der «tatsächlich anwendbare Tarif für die geänderte Flugroute» berechnet, sagt Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott. Hinzu komme eine Änderungsgebühr. Kürzlich wurde bekannt, dass die Swiss-Mutter Lufthansa einen Passagier verklagt hat, der einen Transferflug nicht angetreten hatte. So weit ist die Swiss bisher noch nicht gegangen. Anschlusspassagiere seien wichtig, um eine Strecke profitabel betreiben und auslasten zu können, so Fuhlrott. Wenn ein Kunde, der direkt fliegen wolle, eine Umsteigeverbindung buche, umgehe er das Tarifangebot der Airline. A. C. überlegt sich nun, den Umweg über Genf zu machen. Die Preisersparnis für sie und ihren Partner betrage 400 Franken. «Das ist viel Geld», sagt C. «Ich bin ziemlich in der Zwickmühle.»

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Leserin A. C.* plant ihre Ferien in Punta Cana. Auf einem Onlineportal hat sie nach passenden Reisen gesucht. Die günstigste Option: ein Flug mit Swiss und Edelweiss von Genf über Zürich nach Punta Cana und zurück. Würde C. hingegen auf die Flüge von und nach Genf verzichten und nur die ansonsten identischen Direktflüge von und nach Zürich nehmen, müsste sie pro Ticket 200 Franken mehr bezahlen.

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Das hält C. für stossend. Inlandflüge gehörten abgeschafft, weil die Schweiz ein kleines Land mit gut ausgebautem Zug- und Busnetz sei, sagt sie. «Gerade ein solches Angebot fördert aber Inlandflüge», sagt C. «Sie nützen nur der jeweiligen Fluggesellschaft, ohne Rücksicht auf ökologische Aspekte.»

Alle Flüge müssen angetreten werden

Im Test von 20 Minuten zeigt sich: Der Direktflug der Swiss-Schwestergesellschaft Edelweiss von Zürich nach Punta Cana und zurück ist 283 Franken teurer als derselbe Flug mit einem vor- respektive nachgelagerten Swiss-Flug von und nach Genf. Auch auf anderen Strecken, etwa nach Brasilien, lässt sich viel Geld sparen, wenn ein Flug von und nach Genf dazugebucht wird (siehe Box).

Die Zubringerflüge müssen auch tatsächlich angetreten werden. Weil die Strecke von Zürich nach Genf Flughafen und zurück mit der Bahn im günstigsten Fall mit Halbtax bereits ab etwa 60 Franken zu haben ist, lassen sich immer noch über 200 Franken pro Ticket sparen.

Lufthansa verklagt Passagier

Tritt man die Transferflüge nicht an, wird es schnell teuer. «Grundsätzlich muss die Flugreise in der gebuchten Reihenfolge abgeflogen werden», sagt Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott. Mache man das nicht, werde der «tatsächlich anwendbare Tarif für die geänderte Flugroute» berechnet. Hinzu komme eine Änderungsgebühr.

Wer Flüge bucht, die er nicht antritt, gilt als No-Show. Airlines gehen unterschiedlich streng dagegen vor. Kürzlich wurde bekannt, dass die Swiss-Mutter Lufthansa einen Passagier verklagt hat, der einen Transferflug nicht angetreten hatte. Das Amtsgericht Berlin-Mitte hat die Klage zwar abgewiesen, die Lufthansa hat aber Berufung eingelegt, wie das Portal Airliners.de berichtet.

«Sonst werden Strecken eingestellt»

So weit ist die Swiss noch nicht gegangen. «Bisher ist es noch zu keinem Fall gekommen, in dem Swiss gegen Kunden hätte vorgehen müssen», sagt Sprecherin Fuhlrott. Die Regelung mit der gebuchten Reihenfolge müsse am Ende des Buchungsprozesses aber mit einem Häkchen akzeptiert werden. Die günstigeren Tarife erklärt sie einerseits mit der verschiedenen Zahlungsbereitschaft je nach Flughafen und Markt.

Andererseits seien Anschlusspassagiere wichtig, um eine Strecke profitabel betreiben und auslasten zu können. Wenn ein Kunde, der direkt fliegen wolle, eine Umsteigeverbindung buche, umgehe er das Tarifangebot der Airline. So könnten Flüge nicht nachhaltig profitabel durchgeführt werden.

Lohnt sich der Umweg?

«Das könnte letztlich zur Einstellung einer Strecke führen», so Fuhlrott. Die Swiss-Kunden könnten nur darum auf ein breites Angebot zurückgreifen, weil auch Transferpassagiere mit günstigeren Tickets mitfliegen würden. Von dieser Preisdifferenzierung profitiere letztlich der Kunde.

Leserin C. allerdings überlegt sich nun, den Umweg über Genf zu machen. «Ich möchte keine Inlandflüge unterstützen», sagt sie. Andererseits betrage die Preisersparnis für sie und ihren Partner 400 Franken. «Das ist viel Geld», sagt C. «Ich bin ziemlich in der Zwickmühle.»

(ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lääser am 09.03.2019 22:34 Report Diesen Beitrag melden

    Witz?

    Wie kann es billiger sein, mit einem zusätzlichen Flug zu reisen, als ohne? Zusätzliches Kerosin, zusätzliche Flughafengebühren, mehr Personal, etc. Mir scheint, wir haben hier ein Marktversagen.

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  • Marge am 09.03.2019 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viel zu aufwändig

    Wenn ich mir die CHF 300 mehr nicht leisten kann, bleibe ich daheim.

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  • sagamol am 09.03.2019 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öko, öko und nochmals öko

    Mich ödet dieses Öko-Geschwafel langsam aber sicher an. Egal wo, was oder warum, es wird nur noch vom bevorstehenden Weltuntergang geschrieben, gesendet und diskutiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tina am 10.03.2019 23:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal nachgedacht

    Piloten fliegen nicht umsonst. Sicherheit geht vor. Früher war die Swiss Air führend, davon hat Lufthansa profitiert. safety first

  • Firefighter118 am 10.03.2019 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Achtung Geographie

    Ist das nötig? Der Flug geht von Genf nach Zürich, dann zurück via Genf (OHNE zu landen) in den Süd-Westen Punta Cana. Wieso nicht einfach Zürich-Genf-PuntaCana? Dann könnte die Airline 2* (Genf-Zürich retour) Kerosin sparen. Ich versteh dese Logik nicht

  • Eli Delavar am 10.03.2019 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Fliege am 1 Mai nach Teheran um meine Verlobte und Kind zu sehen. Kann es kaum erwarten. Ist wunderschön. Fliege für 380Fr. über Kiew hin und zurück. Fliege oft den Weg und bleibe dann auch gleich min. 3 Monate also ich belaste die Umwelt kaum. Nur wenn man 1 bis 2 Wochen bleibt belastet man die Umwelt. Und ein Flug mit einer Belegung von über 90% ist Umweltfreundlicher als ein Auto mit nur einem Insassen.

  • Chef am 10.03.2019 21:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ams

    In Oktober ein umweg uber Amsterdam gemacht nach Marakesch fur 500 CHF weniger pro person. 250 statt 750 is zu viel.

  • Urs am 10.03.2019 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn

    der Unterschied tatsächlich fast 300.- beträgt, lohnt sich das ohne gross Nachrechnen. Dann liegt sogar noch eine Übernachtung und ein nächtlicher Ausgang durch Genf drin.

    • Werner am 10.03.2019 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs

      Urs, du hast wohl noch nie zu zweit in Genf übernachtet

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