Rassismus im Alltag

30. Juni 2009 10:30; Akt: 30.06.2009 10:45 Print

So rassistisch ist die Schweiz

Menschen anderer Hautfarbe und Personen aus Südosteuropa sind in der Schweiz am häufigsten von Rassismus betroffen. Dies äussert sich zum Beispiel durch Ungleichbehandlung auf Ämtern oder im Verweigern von Dienstleistungen.

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Dies zeigt ein am Dienstag in Bern vorgestellter Bericht. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit kämen überall im täglichen Leben vor, stellt der Bericht der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) fest. Etwa bei Verwaltungsstellen, der Polizei oder in Unternehmen machten Betroffene Erfahrungen mit Rassismus.

Rassistische Diskriminierung erfolgt meist verbal, kann aber auch mit Gewalt verbunden sein. Sie äussert sich auch in Schriften, Ungleichbehandlungen oder in der Verweigerung von Dienstleistungen. Im städtischen Raum ereigneten sich häufiger rassistische Vorfälle. Männer waren öfters Opfer als Frauen.

Die meisten Personen, die sich bei Beratungsstellen meldeten, waren Schweizer oder bereits niedergelassene Ausländer. Nicht nur andersfarbige Menschen und Personen aus dem Balkan erleben Rassismus am eigenen Leibe, sondern selbst Eingewanderte aus mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland, Dänemark oder Italien.

Der Bericht zu Rassismusvorfällen in der Beratungspraxis trägt zum Aufbau des nationalen Monitorings der Rassismusbekämpfung bei. Er basiert auf Daten, die fünf Schweizer Beratungsstellen zusammengetragen hatten.

(sda)