Masken und Plexiglas am Check-in

22. Januar 2020 17:50; Akt: 22.01.2020 17:50 Print

Das tun die Flughäfen gegen das Coronavirus

Ein neuartiges Coronavirus greift in Asien um sich. Schweizer Flughäfen haben dafür Notfallpläne in der Schublade.

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Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus steigt. Die Lungenkrankheit raffte in China 17 Personen dahin. Es wurden zudem Fälle aus Südkorea, Thailand, Taiwan, Japan und den USA bekannt. 440 Personen sind weltweit erkrankt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO berät heute an einem Krisengipfel über das weitere Vorgehen.

Laut Experten der WHO werden vereinzelte Einschleppungen auch nach Europa immer wahrscheinlicher. Es könne somit nicht ausgeschlossen werden, dass eine erkrankte Person in die Schweiz reise.

Bund wartet WHO-Entscheid ab

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt sich zurückhaltend. «Wir berücksichtigen sicher die Empfehlungen der WHO und stützen uns auf diese ab, entscheiden aber selber, was für die Schweiz sinnvoll und richtig ist», sagt BAG-Sprecher Daniel Dauwalder.

Die Schweizer Flughäfen wiederum verweisen auf den Bund. «Wir sind in engem Kontakt sowohl mit dem Grenzarzt als auch mit den Spezialisten des BAG», sagt Sonja Zöchling, Sprecherin des Flughafens Zürich, zu 20 Minuten.

Flughäfen haben Notfallkonzepte parat

Die Flughäfen haben bereits eigene Notfallkonzepte in der Schublade. «Wir haben beispielsweise Tausende BAG-Formulare für die Kontaktaufnahme mit Passagieren eingelagert», heisst es beim Flughafen Zürich. Damit kann die Crew verdächtige Passagiere melden. Und die Behörden können danach Mitreisende von kranken Passagieren ausfindig machen.

«Ebenso haben wir Masken, Schutzbrillen, Handschuhe, spezielle Reinigungsmittel und Plexiglasaufsätze für Check-in-Schalter eingelagert», so Zöchling. Das Plexiglas sei bisher aber noch nie zum Einsatz gekommen.

Der Flughafen Genf gibt auf Anfrage keine Details zu seinem Notfallplan bekannt. In der aktuellen Situation ist eine Aktivierung nicht vorgesehen. «Wir haben ein Konzept für solche Gesundheitssituationen, dabei richten wir uns nach dem Bund.»

Temperatur-Scanner und Quarantäne-Bereich

In den USA und in China haben die Behörden auch sogenannte Temperatur-Scanner im Einsatz, um Risikopassagiere zu identifizieren und unter Quarantäne zu stellen. Die Installation von Scannern schliesst auch der Flughafen Zürich nicht aus. «Das müssten wir von Fall zu Fall mit dem BAG anschauen. Ein Entscheid darüber würde ebenfalls vom BAG gefällt.»

Auch die Einrichtung eines Quarantänebereichs, wie es schon bei der Ebola-Epidemie 2014 der Fall war, müsse der Bund anordnen, heisst es beim Flughafen Zürich.

«Es werden alle nötigen Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit getroffen werden», sagt Dauwalder vom BAG. Diese könnten etwa Reiseempfehlungen, Empfehlungen zum Umgang mit Patienten oder Hygienemassnahmen umfassen.

Schweiz bietet Hilfe an

Gesundheitsminister Alain Berset betonte am WEF in Davos: «Wir sind sehr gut vorbereitet.» Die Schweiz habe der WHO im Kampf gegen das Virus ihre Hilfe angeboten.

(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rechte am 22.01.2020 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer für die anderen

    Wieso immer für die ganze Welt, es reicht wenn sie die Einwohner der Schweiz schützen zuerst, wie es die anderen Länder auch machen

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  • Tom Erster am 22.01.2020 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Prävention

    Zum Schutz der Schweizer Bevölkerung sollten sämtliche Flüge aus den betroffenen Gebieten gestrichen werden. Aber nein, zuerst müssen wir wieder leiden und sterben, bevor sich jemand bewegt. Ein Irrsinn wie fahrlässig mit unserer Gesundheit umgegangen wird.

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  • Herbert am 22.01.2020 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung herrscht

    Was Klein-Greta nicht schafft, schaffen nun vielleicht die kleinen Nanos aus China.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A.M.M-S am 23.01.2020 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    In Zeiten von Homeoffice/Videokonferenz

    müssten nicht mal die Hälfte der Geschäftsleute dauernd in der Weltgeschichte herumfliegen. Ist reine Angeberei, weil sich diese Personen total überschätzen und sich jeweils für unentbehrlich vor Ort halten. Ohne sie steht die Welt sicher still. Das kommt dann dabei heraus, Krankheiten werden in Windeseile über die ganze Welt verbreitet. Dem Klima schaden diese Vielflieger auch noch. Aber der Mensch halt in seiner Einfalt, er ist immer der grösste Risikofaktor, egal um was es geht. Ich, ich, ich... und unschuldige Opfer und medizinisches Personal dürfen es dann ausbaden.

  • Böö am 23.01.2020 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insekten

    Ernähren sich von Insekten und schleppen die ganzen Virusen und Krankheitserreger auf der Welt herum! Nicht in die Schweiz einreisen lassen!!!

    • Der aalglättlige am 23.01.2020 21:26 Report Diesen Beitrag melden

      Eben weiter gedacht

      Wir brauchen die Leute, sonst übertreffen wir die 13 Mio. nie. Sind alles Klimaflüchtlinge und gesuchte Fachkräfte.

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  • Peter Lüthi am 23.01.2020 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Widerlich

    Fledermäuse mitsamt Haut und Kopf in einer Suppenbrühe zu verspeisen. Die chinesische Esskultur ist einfach nur dekadent und absolut widerlich. Wenn man solches Zeug frisst, keinen Respekt vor den Tieren zeigt, muss man einfach einen Virus einfangen. Das ist nur ausgleichende Gerechtigkeit.

  • Cerevisiae humulus lupulus am 23.01.2020 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    Corona

    Einen horrenden Importzoll auf das grässliche Bier würd ich begrüssen.

  • Cerevisiae humulus lupulus am 23.01.2020 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Corona

    Einen horrenden Importzoll auf das grässliche Bier würd ich begrüssen..... ;-)