Zahlen und Fakten

05. Februar 2019 09:19; Akt: 05.02.2019 13:40 Print

So süchtig ist die Schweiz

Alkohol, Tabak, illegale Drogen, Geldspiel: Das Schweizer «Suchtpanorama» zeigt in Zahlen, wie Schweizer damit umgehen.

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In einer neuem Analyse hat die Organisation «Sucht Schweiz» aktuelle Zahlen zum Suchtverhalten der Schweizer Bevölkerung zusammengetragen.

Umfrage
Konsumieren Sie Suchtmittel?
33 %
22 %
15 %
7 %
23 %
Insgesamt 1297 Teilnehmer

Alkohol

7,8 Liter reinen Alkohol konsumierte die Schweizer Wohnbevölkerung 2017 pro Kopf.

20 Prozent der Personen in der Schweiz trinken laut «Sucht Schweiz» risikoreich.

250'000 Personen in der Schweiz sind alkoholabhängig.

Jeder 12. Todesfall ist alkoholbedingt.

4,2 Milliarden Franken betrugen 2017 die gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums.

Tabak

27 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren konsumieren Tabakprodukte.

9,6 Milliarden industrielle Zigaretten wurden 2017 verkauft. Dies entspricht knapp 1400 Zigaretten pro Jahr und Einwohner ab 15 Jahren.

56 Päckchen Zigaretten rauchte der durchschnittliche Einwohner im Jahr 2017.

Illegale Drogen

Etwa 3 Prozent der Bevölkerung konsumieren regelmässig Cannabis. Somit hält das Cannabis unter den illegalen Drogen den Spitzenplatz.

5 Tonnen Kokain setzt der Schweizer Markt pro Jahr um.

330 Millionen Franken betragen die Erträge aus dem Kokain-Verkauf pro Jahr.

1,8 bis 2,5 Tonnen gestrecktes Heroin befinden sich jährlich auf dem Schweizer Markt.

3,3 Prozent der befragten 20- bis 24-jährigen Männer und Frauen konsumierten 2016 Psychostimulanzien, davon besonders viel Ritalin ohne Rezept.

Geldspiel

1,15 Millionen Menschen spielen in der Schweiz um Geld. Etwa 76'000 spielen exzessiv. In der Schweiz besteht eine der höchsten Dichten an Casinos weltweit.

1,6 Milliarden Franken verzocken die Spielenden in der Schweiz pro Jahr.

551 bis 648 Millionen Franken beträgt laut Schätzungen das Schadenpotenzial des Geldspiels pro Jahr. Es handelt sich dabei um zusätzliche Gesundheitskosten und Produktivitätsverluste.

11'000 Todesfälle pro Jahr sind auf die Kombination von psychoaktiven Substanzen (Drogen) und das Glücksspiel zurückzuführen. Die sozialen Kosten übersteigen dabei 14 Milliarden Franken.

Waren Sie spielsüchtig, alkohol- oder drogenabhängig und haben Sie Ihre Sucht besiegt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte im Formular unten.

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martina am 05.02.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Medikamente

    hier fehlen noch die Medikamente.... Das ist eine genauso grosse sucht

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  • der Lacher am 05.02.2019 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    Süchtig bis zum geht nicht mehr, aber hauptsächlich gesund ernähren!

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  • Basler am 05.02.2019 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Suchtprobleme

    Kommt nach Basel, dann wisst ihr, wie süchtig die Schweiz ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gabrielle am 06.02.2019 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Subventionen

    Dass die Tabakbauern und die Winzer aber vom Staat subventioniert werden, wurde hier vergessen

    • KLarielle am 06.02.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      aber, natürlich

      Und dass man etwas von der Materie verstehen soll, wird auch nicht erwähnt!

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  • Christ am 06.02.2019 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Zurück zur Identität unserer Mütter/Väte

    Ich habe viel Verständnis für die Süchte unserer Zeit. Wir meinen aufgeklärt zu sein aber wissen nicht mal mehr, wer uns geschaffen hat. Wir meinen intelligent zu sein, aber schliessen bei allen Überlegungen den aus, der sowohl Weg, Wahrheit und Leben ist. Wer aus dieser Kultur des Todes flüchten statt süchten möchte, dem empfehle ich an die nächste katholische Kirchentür zu klopfen und den zu suchen von dem Ströme des lebendigen Wassers fliessen. Fang mit einer Kerze an.

    • Marc am 06.02.2019 15:44 Report Diesen Beitrag melden

      Ich weiss

      Klar weiss ich wehr mich geschaffen hat. Mama und Papa und die hatten viel Spass dabei. und psssst sie wahren nicht mal verheiratet.

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  • Highfive am 06.02.2019 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Sucht möglich mit Cannabis

    Psychologisch und medizinisch gesehen ist ein Mensch nicht dazu in der Lage süchtig nach Cannabis zu werden. THC hat keine Wechselwirkungen in Körper ausser das es uns für eine Weile High macht und CBD macht uns Stoned. Man kann zu diesen Stoffen keine körperliche oder psychologische Abhängigkeit entwickeln und somit auch keine Sucht. Die die regelmässig Cannabis konsumieren machen dies aus Gewohnheit sind aber nicht süchtig und somit kein Risikofaktor. Somit noch ein Grund das ganze zu legalisieren. Wer es nicht glaubt kann es im Internet sehr gerne nachlesen gehen.

    • Fox am 06.02.2019 09:02 Report Diesen Beitrag melden

      Verharmlosung

      Das ist leider falsch. Cannabis verursacht zwar keine körperliche Abhängigkeit, aber eine psychische. Probieren Sie's doch Mal aus. Zudem steigt das Risiko einer Psychose bei Veranlagung.

    • Swissgirl am 06.02.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      Stetige Steigerung

      Am Anfang steht der Reiz, es doch mal zu versuchen, dann wird es zur Gewohnheit und schliesslich zur Sucht. Die Grenzen sind fliessend. Ich finde Ihre Einstellung ziemlich naiv.

    • Guter Rat am 06.02.2019 17:41 Report Diesen Beitrag melden

      Bekifft

      Warum ist es Ihnen so wichtig nicht mehr klar im Kopf zu sein, sondern bekifft? Es gibt Personen die kiffen, da sie mit sich selbst nicht zurechtkommen. Sobald sich viele Gedanken um das Kiffen dreht und es Situationen gibt, in denen Sie ihren Konsum verheimlichen, haben Sie ein Problem.

    • Hubert de Montmirail am 06.02.2019 20:41 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig kiffen

      Also für mich Kiffen ist für besondere Momente, ist ein Verstärker aller Sinne. Richtig dosieren, reines Outdoor, nicht strecken z.B. mit Tabak, max. 2 Mal im Monat und nie bei schlechter Laune, dann gibts kein Theater

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  • Truk am 06.02.2019 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Fasten statt füllen

    Heute bin ich körperlich "leer", denn als Katholik fast ich manchmal am Mittwoch und manchmal am Freitag eben so wie es die Christen seit 2000 Jahren tun. Diese "Leere" ist aber erfüllender als alle Suchtmittel und Ersatzreligionen. Denn diese "Leere" füllt der Heilige Geist aus mit einer Freude die nicht von dieser Welt ist. Mit einem Frieden, den diese Welt übersteigt. Wir sind alle auf Gott hin geschaffen und kommen nicht zur Ruhe bis wir in Ihm ruhen. Dies wünsche ich allen "Süchtigen".

  • Jurg H. am 06.02.2019 07:54 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Raucher/Trinker

    Das grösste Gift neben der Gier ist Tabak und Alkohol. 4 Freunde den letzten 5 Jahren verloren, der jüngste war gerade 29 Jahre alt. Leider sehen es die Raucher/Trinker nicht ein das Sie ihr leben verkürzen und die Allgemeinheit die kosten trägt.

    • Knaller am 06.02.2019 07:59 Report Diesen Beitrag melden

      Das grösste Gift

      einer Gesellschaft ist die dauernde Bevormundung! Jeder weiss, was das anrichten kann und JEDER ist für SEIN Leben selber verantwortlich! Es ist langsam nicht nicht mehr auszuhalten! Irgendwann muss jeder gehen, der eine früher, die andere später, so ist das Leben!!

    • sumobo am 06.02.2019 08:03 Report Diesen Beitrag melden

      @jurg

      die Allgemeinheit resp. die arbeitende Bevölkerung zahlt auch für so vieles (unnötiges) auch mit! Aber da schreit niemand danach!

    • Schöschu vo Bärn am 06.02.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Knaller

      Wegen der dauernden und steigenden Bevormundung bin ich mit dir einig. Jeder ist für sich selber verantwortlich. Bei den Süchten ist aber das Problem, dass Mitmenschen leiden und die Allgemeinheit die Kosten tragen muss...

    • Maya B am 06.02.2019 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Fauler Apfel

      Ja genau, aber was passiert mit den Menschen welche nicht mehr süchtig sind? Viele verdienen doch an Ihnen, und wie halten sie die Welt resp. das Leben aus.....in dem die " Gesunden" leben? Ein fauler Apfel kann anstecken....umgekert leider nicht.

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