Neue SBB-Regeln

22. April 2019 21:05; Akt: 24.04.2019 08:46 Print

So viel Geld erhalten Pendler bei Verspätungen

Die SBB teilt mit, wie viel Geld sie künftig bei Verspätungen zurückzahlen will. Die neue Regelung ist grosszügiger als die bisherige.

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Jeder zehnte SBB-Passagier kam im vergangenen Jahr mit einer Verspätung von drei Minuten oder mehr an seinem Ziel an. Bisher vertröstete die SBB verspätete Kunden ab einer Stunde mit einem Gutschein in der Höhe von 10 Franken in der 2. Klasse. Das ändert sich nun: Bei mehr als einer Stunde Verspätung wird künftig die Hälfte des Fahrpreises zurückerstattet.

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Bei «gravierenden Verspätungen» soll der ganze Preis erstattet werden, wobei die Definition noch nicht klar ist. Das berichtet die «NZZ am Sonntag». Zwar muss die SBB ihre Entschädigungen erhöhen, weil das Parlament letztes Jahr beschlossen hat, dass verspätete Pendler das Recht auf Entschädigung haben. Die neue Regel gehe aber darüber hinaus, berichtet die Zeitung. Das entspreche einem «unternehmerischen Entscheid», sagt ein SBB-Sprecher.

SBB will besser informieren

In den meisten europäischen Ländern wird erst ab zwei Stunden Verspätung der halbe Ticketpreis zurückerstattet. Die neue Regelung könnte ins Geld gehen: Im Dezember 2018 hätte die SBB mit Kosten von etwa 1,3 Millionen Franken rechnen müssen. Das zeigt eine Analyse von 20 Minuten. Ein stark verspäteter Intercity zwischen Zürich und Bern würde demnach Entschädigungskosten von etwa 16'000 Franken auslösen.
Auch GA- und andere Abo-Besitzer sollen entschädigt werden. Die genauen Regelungen sind aber noch nicht klar. Um die Züge pünktlicher zu machen, hat die SBB eine Expertengruppe eingesetzt, die konkrete Handlungsempfehlungen ausarbeiten soll. Die SBB will auch genauer und transparenter über die Pünktlichkeit informieren, heisst es in einem Papier, aus dem die Zeitungen von CH Media zitieren.

(ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saca am 22.04.2019 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Das zahlen wir schlussendlich eh selber. Wenn die Preise für Tickets, Halbtax und GA weiterhin so ansteigen, holen die die Entschädigungen wieder rein.

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  • Sendung mit der Maus am 22.04.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wer finanziert das?

    Der Pendler selbst mit dem Billettpreis, der Steuerzahler und der Autofahrer...

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  • Armin am 22.04.2019 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EU Regeln

    gelten in der Schweiz offensichtlich nur, wenn es gegen die Menschen geht. Wenn es gegen "die Wirtschaft" geht, dann bestimmt "die Wirtschaft" selber, wie Sie es handhaben möchte. Schöne, neue Welt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Die am 24.04.2019 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle

    Zu 100% sicher sind,dass wenn sie die SBB führen würden,und sie zu 100% alle Kunden zufrieden stellen,sollen sich bei der SBB mit Namen-Vornamen-Melden Die SBB nimmt solche Leute mit Handkuss und garantiert noch Bonus,wenn sie halten können was sie versprochen haben!

  • marie müller am 24.04.2019 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gutschein für den Chef

    Ich kann den Gutschein ja dann meinem Chef als Entschuldigung bringen....wenn es wie letztes Jahr dreimal die Woche passiert...obwohl ich einen Zug früher nehme um kurze Verspätungen ohne Stress zu bewältigen. Mal sehen ob er damit zufrieden ist.

  • Fred Knall am 23.04.2019 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Die gute (Ur-)alte SBB

    Ja ja das Bundesamt für Verkehr und die SBB werden's schon schaukeln, das Kind, bis es nicht mehr schreit.

  • Shorti am 23.04.2019 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verspätungen?

    Bei mir gibt es alle 5 Jahre eine grosse Verspätung. Daher ist es für mich nicht so schliem.

  • Reni am 23.04.2019 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann ist es ja gut

    Beim Durchlesen aufgefallen; " der Zug hat 3-5Minuten Verspätung ".... ich könnt Schreien!! 3-5Minuten! Echt jetzt? Und sonst keine Probleme? Na dann haben wir alle ein paradiesisches Dasein.