Schweizer Strassen

23. Juli 2014 13:29; Akt: 23.07.2014 13:59 Print

So wenig Verkehrstote gab es zuletzt in den 50ern

Im Strassenverkehr ging die Zahl der Toten um 21 Prozent zurück. Das ist die höchste je gemessene Abnahme innerhalb eines Jahres. Töfffahrer leben am gefährlichsten.

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Verkehr in Eglisau. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Bei Verkehrsunfällen sind 2013 in der Schweiz 307 Personen ums Leben gekommen, so wenige wie seit den 1950er-Jahren nicht mehr. Weitaus am gefährlichsten leben Töfffahrer.

Auf Schweizer Strassen starben vergangenes Jahr 269 Personen, 21'379 weitere wurden verletzt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Publikation über das Unfallgeschehen 2013 in Erinnerung ruft. Im Bahnverkehr gab es 23 Tote und 72 Verletzte, bei Luftseilbahnunfällen einen Toten und drei Verletzte.

Bei neun Flugunfällen in der Schweiz fanden 14 Personen den Tod, und zwölf wurden verletzt. Zudem kam es 2013 in der Luft zu insgesamt zwanzig so genannten schweren Vorfällen, zu Ereignissen also, die beinahe zu einem Flugunfall geführt haben.

Stärkster Rückgang aller Zeiten

Im Strassenverkehr ging die Zahl der Toten um siebzig zurück. Mit einem Minus von 21 Prozent handelt es sich um die höchste je gemessene Abnahme innerhalb eines Jahres. Dazu beigetragen hat laut BFS nebst Verbesserungen in der Verkehrssicherheit auch das Ausbleiben eines Extremereignisses, wie es 2012 das Busunglück in Siders VS mit 28 Toten darstellte.

Letztmals waren 1945 weniger Strassentote registriert worden als 2013. 1971, auf dem tragischen Höhepunkt des Unfallgeschehens auf Schweizer Strassen, waren bei fast 30'000 Unfällen noch 1773 Personen getötet worden.

Auch im Bahnverkehr ist die Zahl der Toten und Verletzten seit den 1970er-Jahren deutlich rückläufig. Das BFS weist zudem darauf hin, dass es sich bei den meisten der Verunfallten nicht um Passagiere, sondern um Mitarbeitende oder Dritte handelt.

Motorrad birgt grösstes Risiko

Je nach Verkehrsmittel unterscheidet sich die Gefahr eines tödlichen Unfalls erheblich. Weitaus am sichersten sind Eisenbahnfahrten. Im Mittel kommt es hier nach den Angaben des BFS zu einem Todesfall auf 7,6 Milliarden Personenkilometern (Pkm). Das entspricht 189'000 Erdumrundungen.

Mit einem Todesfall pro 496 Millionen Pkm gilt auch das Auto als relativ sicheres Gefährt. Hingegen übersteigt das Sterberisiko bei Fahrten mit dem Motorrad mit einem Toten auf 25 Millionen Pkm jenes bei der Eisenbahn um das Dreihundertfache.

(sda)