Streit im Zug

19. Februar 2019 08:21; Akt: 12.03.2019 09:44 Print

Soldaten lassen Kinder nicht sitzen

Obwohl der Kundenbegleiter Armeeangehörige bat, den Passagieren die Plätze frei zu geben, blieben sie sitzen. Laut einer Leser-Reporterin kam es zu einer heftigen Diskussion.

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Im Zug von Zürich nach Freiburg kam es am Sonntagabend zu unschönen Szenen. «Junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren wollten nicht aufstehen, um Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren Platz im Zug zu machen», sagt eine Leser-Reporterin. Der Zug sei voll gewesen. Den Waggon habe sie unter anderem mit vier Familien mit sieben Kindern und vielen Armeeangehörigen geteilt. Die Soldaten besetzen mehrere Abteile, so dass die Kinder stehen mussten.

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Sollen Soldaten aufstehen, wenn es zu wenig Platz im Zug hat?

Angesichts der Situation habe der Kundenbegleiter die Soldaten über den Lautsprecher gebeten, die Sitzplätze den Passagieren zu überlassen. «Aber niemand bewegte sich», so die Leser-Reporterin. Sie habe die Armeeangehörigen aufgefordert, den Anweisungen zu folgen. Dann habe sich ein anderer Passagier eingeschaltet.

Es folgte eine halbstündige, gehässige Diskussion. «Schliesslich standen acht junge Soldaten auf, damit sich die Kinder der Gruppe setzen konnten», so die Leser-Reporterin.

Armee zahlt SBB 40 Millionen Franken

Gemäss der SBB waren die Anweisungen des Kundenbegleiters gerechtfertigt. Es gebe keine Regelung und liege im Ermessen jedes Mitarbeiters, zu entscheiden, ob er eingreift oder nicht, wenn Sitzplätze fehlen.

Bei der Armee heisst es, dass der Marschbefehl einer gültigen Fahrkarte entspreche, wie sie alle anderen Passagiere auch haben. Zudem erinnert die Armee daran, dass die SBB jährlich über 40 Millionen Franken für den Transport von Soldaten erhält.

(ywe/qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JohnDoe_ZH am 19.02.2019 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesunde Beine

    Es waren alles gesunde Kinder mit gesunden jungen Beinen... Wenn es Rentner gewesen wären, hätte ich den Aufschrei verstanden...

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  • Marvin 42 am 19.02.2019 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Götter

    Früher sind die Kinder aufgestanden um Erwachsenen Platz zu machen, heute wird man angemacht wenn man als Erwachsener den Kindern keinen Platz gibt.

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  • Rini609 am 19.02.2019 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HAHA

    Ich wäre auf jeden falm auch sitzen geblieben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • König Salomon am 20.02.2019 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Langer Rede kurzer Sinn!

    Die Lösung: Jeder Soldat nimmt ein Kind auf den Schoss, zur Not auch ein Mami (aber nit fingerle!), die Pazifisten gehen mit gutem Beispiel voran und reisen stehend, der nun unbeschäftigte Zugbegleiter kann inzwischen den notorischen Säuniggel hinterherräumen und alle sind glücklich!

  • Wolf25 am 20.02.2019 06:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Befehl

    Sauerei, die können froh sein war ich nicht dabei. Als Kader hätte ich den anderen befohlen sitzen zu bleiben. Kinder / jugendliche müssen platz machen, so hab ich das gelernt, nicht Soldaten.

  • jeffded dä wo gscheft hed am 20.02.2019 05:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo leben wir?

    Wenn das ganz normale fahrgäste wären und der zug voll ist würde sich niemand veschwären, nur jetzt wo man gleich eine anlaufstelle hat beschwärt man sich. Ich glaube auch diese leute die sich so aufregen waren nie im militär und wissen nicht wie es ist am samstag gegen mittag nach hause zu kommen und sonntag abends wieder einrücken zu müssen. Haben die leute keine andere probleme?

  • Frank am 20.02.2019 05:42 Report Diesen Beitrag melden

    Dienst ist nicht einfach..

    Ich finde auch dass die Soldaten sitzen bleiben dürfen. Wir haben ja Gleichberechtigung. Zudem sind sie ja sehr beschäftigt mit ihren Handys. In zwanzig Jahren werden wir uns wundern wie doof wir vor zwanzig Jahren aussahen mit unsern Handys, da bin ich mir fast sicher.

  • Luc le Duc am 20.02.2019 05:25 Report Diesen Beitrag melden

    Generation Weichbecher

    Typisch für die degenerierte Gesellschaft. Vor Soldaten hat man Respekt zu zeigen und dankbar zu sein, für den persönlichen Einsatz den sie bringen.