Bundesratswahl

02. Oktober 2018 05:11; Akt: 02.10.2018 05:26 Print

Sommaruga wünscht sich zwei neue Kolleginnen

Bundesrätin Simonetta Sommaruga sieht keine Gründe, weshalb die Frauen im Bundesrat nicht stärker vertreten sein sollten.

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Simonetta Sommaruga hat sich für die Wahl zweier Frauen bei den Bundesratsersatzwahlen ausgesprochen. Sie sehe keine Gründe, warum die Frauen im Bundesrat künftig nicht stärker vertreten sein sollten als heute, sagte die Justizministerin in einem Interview.

«Frauen machen gut die Hälfte der Bevölkerung aus. Das sollte sich auch in der Zusammensetzung des Bundesrats spiegeln», sagte die 58-jährige SP-Politikerin dem «Tages-Anzeiger» vom Dienstag. Heute besteht der Bundesrat aus fünf Männern und zwei Frauen. Die Frauenfrage dürfte deshalb die Ersatzwahl in der Wintersession prägen.

Die Bundesversammlung wählt im Dezember zwei neue Mitglieder als Ersatz für Doris Leuthard (CVP) und Johann Schneider-Ammann (FDP). Beide Magistraten hatten vergangene Woche ihren Rücktritt auf Ende Jahr angekündigt.

Zur Geschlechtervertretung im Bundesrat sagte Sommaruga, es gehe nicht darum, ob Frauen besser oder schlechter seien. Es gehe darum, dass die Schweizer Bevölkerung in der Landesregierung abgebildet werde. Zu einem Szenario, bei dem im Dezember keine Frau gewählt werden könnte, sagte Sommaruga: «Das will ich jetzt wirklich nicht hoffen. Es wäre für unser Land nicht gut.»

Zu einem möglichen Departementswechsel äusserte sich die Justizministerin vage, schloss einen solchen aber nicht aus. «Die Frage kommt zu früh», sagte sie lediglich. Es gebe dazu im Moment schlicht nicht mehr zu sagen.

Bislang sieben Frauen im Bundesrat

Bisher sassen insgesamt sieben Frauen im Bundesrat. Für kurze Zeit waren die Frauen in der Mehrheit: Zwischen dem Amtsantritt von Simonetta Sommaruga im November 2010 und dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey Ende 2011 gehörten vier Frauen dem Bundesrat an.

Danach waren es bis zum Rücktritt von Eveline Widmer-Schlumpf 2015 noch drei. Elisabeth Kopp war 1984 als erstes weibliches Mitglied in die Schweizer Landesregierung gewählt worden.

Zwar schreibt die Bundesverfassung heute nur eine angemessene Vertretung der Landesgegenden und Sprachregionen im Bundesrat vor. Der Ständerat sprach sich aber im Frühjahr dafür aus, auch die angemessene Vertretung der Geschlechter in der Verfassung zu verankern.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Samuel I. am 02.10.2018 05:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja wir verstehen sie

    ... wir wünschen uns nämlich auch etwas... dass sie sich wie Frau Leuthard aus der Politik zurückziehen.

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  • D Urs am 02.10.2018 05:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünsche mir

    Einen Bundesrat/in der für die Bevölkerung da ist. Jemand der den Durchschnittsbürger versteht und sich für ihn Einsetzt. Egal ob Mann oder Frau

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  • Stef am 02.10.2018 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja Frau Samaruga

    .....und ich wünsche mir einen Bundesrat für die Schweiz da ist und unsere Werte stärkt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • BM am 02.10.2018 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BR ist kein Wunschkonzert

    Frau Somaruga, wir haben da kein Wunschkonzert, weder bei der BR Wahl noch bei der Arbeit im BR.

  • didi am 02.10.2018 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Aber bitte nur, wenn's passt...

    würde sie das auch sagen, wenn eine der beiden Kandidatinnen Frau Martullo wäre?

  • Wähler am 02.10.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Chance verpasst

    Zum Glück (für sie) gibt es keine direkte Abstimmung. Leider haben die (wir) Schweizer es bei der entsprechenden Abstimmung verpasst, diese Politiker selber (direkt) zu wählen.

  • Red Dragon am 02.10.2018 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amtszeitbeschränkung

    Ich wünsche mir nur eine 8jährige amtszeit der bundesräte zudem ein verbot das departement zu wechseln

  • L.P. am 02.10.2018 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht gar nicht

    Sommaruga diskriminiert mit ihrem Frauen Wunsch die Männer Welt.