Staatsfinanzen

27. März 2018 18:54; Akt: 27.03.2018 19:07 Print

Soziale Sicherheit frisst am meisten Steuergelder

Die Ausgaben der öffentlichen Haushalte sind in den letzten 20 Jahren um über 60 Prozent angestiegen. Die Anteile der einzelnen Aufgabenbereiche blieben aber relativ stabil.

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Die Alterssicherung kostete die Steuerzahler 2016 45 Milliarden Franken: Eine ältere Frau verlässt den Speisesaal der Altersresidenz Tertianum Huob in Pfäffikon im Kanton Schwyz. (14. Januar 2010) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Von 138 Milliarden Franken im Jahr 1995 nahmen die Gesamtausgaben des Staates bis 2016 auf 226 Milliarden zu. In diesem Zeitraum wuchs der Anteil der Ausgaben für die soziale Sicherheit von 36 auf knapp 40 Prozent, wie eine am Dienstag vom Bundesamtes für Statistik (BFS) veröffentlichte Aufschlüsselung nach Aufgabenbereichen zeigt.

Allein die Alterssicherung machte 2016 nahezu 45 Milliarden Franken oder knapp ein Fünftel der gesamten Ausgaben von Bund, Kantonen, Gemeinden und öffentlichen Sozialversicherungen aus. Auf die Gruppe «Krankheit und Invalidität» entfielen rund 20 Milliarden (9 Prozent), auf die Sozialhilfe 10 Milliarden (4 Prozent).

Weniger Geld für die Verteidigung

Wichtigster Aufgabenbereich hinter der sozialen Sicherheit ist mit Ausgaben von 37 Milliarden Franken im Jahr 2016 das Bildungswesen. Sein Anteil an den Gesamtausgaben vergrösserte sich zwischen 1995 und 2016 nur geringfügig von 16,0 auf 16,3 Prozent.

Drittgrösster Posten bleibt mit gut 31 Milliarden Franken die allgemeine öffentlichen Verwaltung, auch wenn sich deren Gewicht von 1995 bis 2016 leicht reduzierte (von 16 auf 14 Prozent). Rückläufig waren die Staatsausgaben in dieser Periode einzig im Bereich «Verteidigung». 2016 machten sie noch 5,4 Milliarden Franken (2,4 Prozent) der Gesamtausgaben aus, gegenüber 6,4 Milliarden (4,7 Prozent) im Jahr 1995.

(bee/sda)