Alternative zu Novartis

28. Juli 2019 21:28; Akt: 28.07.2019 21:28 Print

Spitäler planen günstigeres Krebsmittel

Die Zelltherapie Kymriah von Novartis kostet weit über 300'000 Franken. Dass es billiger geht, wollen Schweizer Universitätsspitäler beweisen.

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370’000 Franken – so viel Geld verlangt Novartis für ihre Zelltherapie Kymriah gegen Formen von Blut- und Lymphdrüsenkrebs. Doch bei weitem nicht alle Krankenkassen sind bereit, die horrenden Kosten für die einmalige Therapie zu übernehmen. Bereits ist mindestens ein Patient verstorben, dessen Kasse keinen Deal mit Novartis eingegangen ist, und der deswegen einen ihm offerierten Therapieplatz in Paris ablehnen musste.

Thomas Cerny, Präsident von Krebsforschung Schweiz, kritisiert in der «SonntagsZeitung» die Preisgestaltung massiv. Die wahren Therapiekosten würden bei etwa 100’000 Franken liegen, sagt Cerny. Offiziell ist die Zelltherapie von Novartis seit letztem Oktober in der Schweiz zugelassen.

Dass es billiger geht, davon sind auch Universitätsspitäler in der Schweiz überzeugt, die gemäss «NZZ am Sonntag» eine gemeinsame Plattform gegründet haben. Ziel sei es, die Therapie für 150'000 bis 200'000 Franken anbieten zu können.

Die Politik begrüsst gemäss der Zeitung das Engagement der Hochschulen. «Die Zelltherapien der Unispitäler werden helfen, den Druck auf die Preise zu erhöhen und mehr Kostentransparenz zu schaffen», sagt SP-Nationalrätin Bea Heim. Beides sei nötig, um eine faire Vergütung sicherzustellen. Unterstützung erhalten die Spitäler auch von den Branchenverbänden der Krankenkassen.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rebby am 28.07.2019 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum K..,....

    NOVARTIS unmenschlich- gierig- ausbeuterisch! Gibt es keine Medizin gegen solche Konzerne?

  • PeterU am 29.07.2019 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freie Preisgestaltung

    Novartis verlangt 300'000. Der Präsi der Krebsliga spricht von gerechtfertigten 100'000. Die Uni-Spitäler wollen eine Alternative für 150'000. bis 200'000. anbieten. Irgendwie will da scheinbar jeder massig Geld damit verdienen wenn 100'000. realistisch sind. Klar, die Entwicklung kostet riesen Summen. Für 300'000. wird die Therapie aber vermutich einem kleineren Kreis vorbehalten bleiben. Bei 100'000. wäre derschon wesentlich grösser. Sind wir da nicht schon mittendrin in der Zweiklassenmedizin?

  • Husisa am 28.07.2019 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Zeigts den Abzockern in der Cheffetage!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonym am 29.07.2019 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt bestimmt schon längst ein Heilmittel gegen

    Bestimmt gibt es schon heute Medikamente die Krebs heilen könnten aber die werden wir nicht bekommen weil die Pharma Industrie alles Patentiert und schützt und dann um die Ecke kommen mit Teuren Medikamenten die "helfen" sollen weil das Natürlich mehr Geld bringt als die Leute zu heilen weil sonst würde es kein Profit damit geben wenn die Medikamente so günstig wären. Darum finde ich es witzig das die nun die Medikamente günstiger machen wollen wahrscheinlich aber so wenig das es immer noch zu Teuer ist. Wie z.b das Novartis Krebsmedikament das ca. 350'000 Fr Kostet.

  • kevin am 29.07.2019 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    überteuert

    Ich bin überzeugt das solche Therapien auch für 5- 10 % des preises angeboten werden können. ost dan hslt nicht mehr 95% für die eigene Tasche...

  • Na also am 29.07.2019 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterlassene Hilfeleistung

    Nachdem in diesem Land Kosten eh keine Rolle spielt, und eher die Symptome anstatt die Ursachen bekämpft werden, sprich Prävention. Deshalb heißt es ja Krankenversicherung und nicht Gesundheitsversicherung. Wenn dann in einem solchen Fall nicht bezahlt wird ist es unterlassene Hilfeleistung also Mord.

  • Ralf Müller am 29.07.2019 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gruss an die KKs u Swiss Medic

    Finde ich gut aber wieso hacken sie immer nur auf den Medikamentenpreisen von neuen Produkten rum. Wer macht die ganzen Tests etc. Oder dürfen sie einfach copy paste machen. Innovation darf einen Preis haben, es darf aber nicht sein, dass alte Medikamente immer teurer verkauft werden. Eine Chemotherapie welche vor 10-15 Jahren auf den Markt kam, hat nichts mehr mit Innovation zu tun also darf der Preis nicht mehr steigen sondern sollte runtergehen.. So eine Immun/Gentherapie kostet viel aber niemand rechnet, dass es viel weniger Spitalaufenthalte etc benötigt als bei der herkömmlichen Krebsbehandlung.. Somit erzielt man dort auch Einsparungen...

  • Schildkrot am 29.07.2019 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschenleben vs Gewinnmarge

    ich finde es gut, dass man eine alternativ Therapie anbieten versucht. Der normale Bürger hat somit auch die Chance diese zu bezahlen. Wenn aber die realen Kosten um Fr. 100000.- sind, verstehe ich immer noch nicht, warum bei der alternativ Therapie von Kosten zwischen Fr. 150000.- bis 200000.- gesprochen wird. Das ist zwar günstiger aber immer noch, bei einem Selbstbehalt von 10% ziemlich hoch. Ich fände es gut, wenn man sich bei dieser alternativ Therapie mehr auf den Heilungsprozess konzentriert, als auf die Gewinnmarge! Hier geht es um Menschenleben zu retten und nicht um davon zu profitieren, wie es die Novartis vormacht!