Pro Wehrpflicht

06. August 2013 19:37; Akt: 07.08.2013 22:48 Print

Spitzensportler wollen Initiative der GSoA bodigen

Die Gegner der Wehrpflicht-Initiative der GSoA setzen auf Spitzensportler: Skicross-Olympiasieger Mike Schmid und andere Sport-Soldaten sollen die Kampagne unterstützen.

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Skicrosser Mike Schmid feiert seine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Vancouver. Nun soll er sich gegen die GSoA-Initiative engagieren.

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Der Abstimmungskampf um die Wehrpflicht wird sportlich geführt. Befürworter wie Gegner der Initiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die am 22. September an die Urne kommt, führen prominente Sportler ins Feld.

Umfrage
Soll die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft werden?
45 %
36 %
19 %
Insgesamt 40280 Teilnehmer

Den missglückten Auftakt machte die GSoA selbst: Ende Juli präsentierten die Armeegegner Kleber mit dem Bild von Roger Federer und dem Abstimmungskampf-Slogan: «Nicht alle haben Zeit, Krieg zu spielen». Dumm nur, dass der von der Armee für untauglich erklärte, Tennis-Gott nicht angefragt wurde. Federers Anwälte haben die GSoA zurückgepfiffen.

Skicrosser Mike Schmid mit von der Partie

Nun wollen auch die Gegner der Initiative auf Spitzensportler setzen, wie die «Neue Luzerner Zeitung» schreibt. Am Freitag wollen die Gegner ihre Kampagne vorstellen. Mit von der Partie soll auch Skicross-Olympiasieger Mike Schmid sein. Der Berner Oberländer ist derzeit Zeitmilitär-Spitzensportler. Gut 150 Sportlerinnen und Sportler profitieren in der Schweiz jährlich von der Spitzensportförderung der Armee. Darunter sind Eishockeyspieler, Langläufer, Rad- und Skifahrer.

Simon Ammann, Dario Cologna, Carlo Janka, Damien Brunner, Marco Wölfli oder Kilian Wenger haben bereits von der Spitzensportförderung profitiert. Wie die «Neue Luzerner Zeitung» schreibt, haben sich etwa ein halbes Dutzend der Spitzensportler für die Kampagne einspannen lassen. Um wen es sich genau handelt, soll am Freitag bekannt werden. Die Kampagne mit den Schweizer Sport-Assen sei schon lange vor der Federer-Aktion der GSoA geplant gewesen.

(dno)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ProSwissarmy am 07.08.2013 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Erschreckend

    Erschreckend. Hier schienen sämtliche Armeegegner ihren Senf niederzuschreiben. Es gibt viele gute Gründe, sich für das Fortbestehen der Armee stark zu machen, auch wenn die auf beiden Augen blinden Armeegegner diese nicht wahr haben wollen. Doch wer dann zuerst jammert, wenn die Nicht mehr existente Armee gebraucht würde, sind dann dieselben, die sie jetzt abschaffen wollen. Für mich sind alle diese Typen lediglich Drückenberger.

  • Felix am 07.08.2013 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheiligkeit

    Klar geht es um die Abschaffung der Armee und nur zum Schein um die Wehrpflicht. Die Befürworter einer Abschaffung sollten endlich kapieren: «Jedes Land hat eine Armee - die eigene oder eine fremde». Klar, das RS am Auto macht mehr Spass.

  • Schweizer am 06.08.2013 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Wenn ausgerechnet die, die gar nicht richtig Dienst leisten müssen, sich für den Zwang aller anderen stark machen, ist das nur noch peinlich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Morgan Schwab am 07.08.2013 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr bedenklich.

    Spitzensportler sollen vom Staat unterstützt werden. Staatliche Sporthochschulen oder so. Aber nicht vom Militär, das finde ich viel bedenklicher. Noch ein Grund also, für eine Berufsarmee zu stimmen, und ein Nein gegen die Wehrpflicht. Ach ja.. Menschen mit körperlichen Behinderungen oder sonstigen anderen Behinderungen werden für die Wehrpflicht zur Kasse gebeten. Damit bin ich nicht einverstanden. Diese können nichts dafür, dass sie behindert sind. Also ist die Abschaffung dieser Wehrpflicht in Ordnung. Und was diese Spitzensportler betrifft : Wegen denen sollen andere in die RS ? Nein !

  • ProSwissarmy am 07.08.2013 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Erschreckend

    Erschreckend. Hier schienen sämtliche Armeegegner ihren Senf niederzuschreiben. Es gibt viele gute Gründe, sich für das Fortbestehen der Armee stark zu machen, auch wenn die auf beiden Augen blinden Armeegegner diese nicht wahr haben wollen. Doch wer dann zuerst jammert, wenn die Nicht mehr existente Armee gebraucht würde, sind dann dieselben, die sie jetzt abschaffen wollen. Für mich sind alle diese Typen lediglich Drückenberger.

  • Peter Egloff am 07.08.2013 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Rohrkrepierer ?

    Ob dies nicht nach hinten los geht. Ist doch bekannt dass für Spitzensportler die RS "nur" ein verlängertes Trainingslager ist und nichts mit der eigentlichen RS gemein hat...ausserdem kann nach einer Abschaffung der Wehrpflicht, der Spitzensportler ja immer noch freiwillig seine Sportler-RS machen

  • Egger Tanja am 07.08.2013 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Dass diejenigen, die finanziell vom Militär profitieren, dagegen sind ist ja klar und überzeugt mich nun nicht wirklich für ein Nein. Richtet lieber eine professionelle staatliche Sportförderung mit Sportschulen und finanzieller Unterstützung landesweit unabhängig vom Militär ein, das wäre viel sinnvoller.

  • Felix am 07.08.2013 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheiligkeit

    Klar geht es um die Abschaffung der Armee und nur zum Schein um die Wehrpflicht. Die Befürworter einer Abschaffung sollten endlich kapieren: «Jedes Land hat eine Armee - die eigene oder eine fremde». Klar, das RS am Auto macht mehr Spass.