Ja, ich will

03. Oktober 2011 10:23; Akt: 03.10.2011 10:59 Print

Stéphane Rossini will Bundesrat werden

Jetzt ist die erste offizielle Kandidatur Tatsache: Der 48-jährige Walliser SP-Nationalrat Stéphane Rossini will Nachfolger von Micheline Calmy-Rey im Bundesrat werden.

Bildstrecke im Grossformat »
Am 14. Dezember entscheidet sich, wie der Bundesrat künftig zusammengesetzt ist. Insbesondere die Wahl von BDP-Vertreterin Eveline Widmer-Schlumpf ist gefährdet. Die SVP greift ihren Sitz an. Zudem muss die SP den Sitz von Micheline Calmy-Rey verteidigen. Die SVP tritt mit einem Zweierticke an. Der Fribourger Nationalrat ist der Westschweizer Kandidat. Als Deutschschweizer Kandidat hat die SVP am 8. Dezember den Nationalratspräsidenten aufgestellt. Er entspricht nicht dem ursprünglichen Wunsch der SVP-Fraktion, wurde er doch nur für Bruno Zuppiger eingewechselt. Ursprünglich schickte die SVP-Fraktion an Rimes Seite den Zürcher Nationalrat und Gewerbeverbandspräsidenten ins Rennen. Nachdem die «Weltwoche» am 7. Dezember publik gemacht hatte, dass er sich möglicherweise der Veruntreuung schuldig gemacht hatte, zog sich Zuppiger einen Tag später zurück. Für die Nomination vom 1. Dezember hatte sich aus der Romandie auch der Waadtländer SVP-Nationalrat beworben - allerdings chancenlos. Auch der von der Schaffhauser Kantonalpartei vorgeschlagene Ständerat hat es nicht geschafft. Er gilt als moderater SVPler, der auch mal die Parteileitung kritisiert. Von zahlreichen SVP-Politikern genannt wurde der Zuger Baudirektor In Bern ist er aber wenig bekannt und er wurde von der SVP nicht nominiert. Auch der Thurgauer SVP-Regierungsrat kämpft nicht für den zweiten SVP-Bundesratssitz. Die SP-Fraktion hat zwei Kandidaten nominiert. National bekannt ist der 39-jährige Freiburger Ständerat Der zweite Sozialdemokrat auf der Fraktionsempfehlung ist Der 43-jährige Waadtländer Regierungsrat sass von 1999 bis 2004 im Nationalrat und ist heute Gesundheitsdirektor. Offiziell nicht nominiert hat die SP-Fraktion die Tessiner Ärztin und Nationalrätin Guscetti. Sie stösst aber bei den SP-Frauen auf Sympathien. Ausserdem wäre das Tessin nach zwölf Jahren gerne wieder im Bundesrat vertreten.

Die erste Kandidatur ist perfekt: Der Walliser Nationalrat Stéphane Rossini will in den Bundesrat.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Walliser SP-Nationalrat Stéphane Rossini hat Interesse am Bundesratsjob: Er stellt sich als Kandidat für die Nachfolge von SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zur Verfügung. Dies kündigte der Walliser am Montag an einer Medienkonferenz an.

Es sei der logische Schritt einer politischen Karriere, sagte Rossini. Dieser Schritt gründe auf einer politischen Vision: Die Konstruktion einer intelligenten Schweiz, in der die Menschen friedlich zusammenlebten.

Der 48-jährige Rossini ist seit 1999 im Nationalrat. Zuvor politisierte er im Walliser Kantonsparlament. In Bundesbern sitzt Rossini in der Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit und in der Geschäftsprüfungskommission. Seit 2008 bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten bei der SP-Schweiz.

Neben der Politik unterrichtet der studierte Politikwissenschaftler an der Universität Genf, der Pädagogischen Hochschule Lausanne und an der Westschweizer Fachhochschule. Rossini ist Vater von zwei Kindern.

Alain Berset entscheidet am Dienstag

Die SP-Schweiz zeigte sich in einem Communiqué erfreut über die Bereitschaft Rossinis, sich als offiziellen Kandidaten zur Verfügung zu stellen. Stéphane Rossini habe im Rahmen seiner politischen Funktionen «sein politisches Gespür und seine Konsensfähigkeit immer wieder aufs neue unter Beweis gestellt», schrieb die Partei.

Die Kantonalparteien haben noch bis zum 31. Oktober Zeit, Kandidaten bei der Geschäftsleitung der SP-Schweiz vorzuschlagen. Am Dienstag, 4. Oktober, wird der Freiburger SP-Ständerat Alain Berset bekannt geben, ob er als Bundesratskandidat zur Verfügung steht oder nicht.

Der Waadtländer Regierungsrat Pierre-Yves Maillard, dessen Name ebenfalls als Nachfolger Calmy-Reys gehandelt wird, will sich nach den eidgenössischen Wahlen vom 23. Oktober entscheiden. Das gleiche gilt für die jurassische Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider. Die Bundesratswahl findet am 14. Dezember statt.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz am 03.10.2011 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin für Rudolf Strahm

    Der kennt wenigsten noch mindestens die schweizerischen Werte.

  • Andre Josef am 03.10.2011 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück, Herr Rossini

    Ein guter Mann, ausgewogen, sachlich und ohne Populismus, mit einem guten Auge für's Machbare: Solche Leute kann die Schweiz brauchen.

    einklappen einklappen
  • Charly am 03.10.2011 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Rossini als SP - BR nicht wählbar

    Leute die keinen Parlaments-Leistungsausweis erbringen konnten, haben auch im Bundesrat nicht's zu suchen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz am 03.10.2011 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin für Rudolf Strahm

    Der kennt wenigsten noch mindestens die schweizerischen Werte.

  • Charly am 03.10.2011 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Rossini als SP - BR nicht wählbar

    Leute die keinen Parlaments-Leistungsausweis erbringen konnten, haben auch im Bundesrat nicht's zu suchen.

    • Till Sitter am 07.10.2011 20:49 Report Diesen Beitrag melden

      Hä ?

      Was soll denn das sein ein "Parlaments-Leistungsausweis" und wie bewerten Sie das ? nach eigenem Gutdünken ?

    einklappen einklappen
  • Andre Josef am 03.10.2011 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück, Herr Rossini

    Ein guter Mann, ausgewogen, sachlich und ohne Populismus, mit einem guten Auge für's Machbare: Solche Leute kann die Schweiz brauchen.

    • ein Sempörter Bürger am 03.10.2011 18:23 Report Diesen Beitrag melden

      logischer Schluss

      Politiker, sollte man behandeln wie Unternehmer, sind sie nach beendigung der Ligislaturperiode nicht erfolgreich, sollten diese Leute vom Gesetz her nicht mehr gewählt werden dürfen

    • Ilovenour am 03.10.2011 18:35 Report Diesen Beitrag melden

      danke für die Info

      das klingt glaubwürdig, er wird meine Stimme bekommen.

    • Richard am 04.10.2011 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      WILL UND KÖNNEN SIND ZWEIERLEI

      Am besten wir warten den Dezember einmal ab - denn jetzt ist es noch zu früh um sich zu positionieren.

    • Till Sitter am 07.10.2011 20:52 Report Diesen Beitrag melden

      @ein Sempörter Bürger

      Was ist denn ein erfolgreicher Politiker nach Beendigung der Legislaturperiode? Was muss er erreicht haben ? Muss er sich einem Test unterziehen und wer bewertet das Ganze nach Gesetz ? Werden Sie doch ein bisschen konkreter, man würde Sie so besser verstehen.

    einklappen einklappen