Exit

09. Dezember 2018 06:00; Akt: 09.12.2018 06:28 Print

Sterbewillige kommen auf eine Warteliste

Die grösste Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit hat zu wenig Freitodbegleiter und kann nicht alle Neumitglieder betreuen.

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Wer sich bei der Sterbehilfeorganisation Exit anmeldet, um eine mögliche Freitodbegleitung abzuklären, wird seit Anfang Dezember auf eine Warteliste gesetzt. Neumitglieder können zurzeit also keine Sterbehilfe in Anspruch nehmen.

Die Massnahme gilt für unbestimmte Zeit. Das ergeben Recherchen «SonntagsZeitung». Man sehe sich zu diesem Schritt veranlasst, «da derzeit die personellen Kapazitäten bei den Freitodbegleiterinnen und Freitodbegleitern sehr knapp sind», heisst es bei Exit.

Wie viele Personen auf der Warteliste sind, will die grösste Schweizer Sterbehilfeorganisation nicht bekannt geben. Exit ist Opfer des eigenen Erfolges geworden. Zwischen 2010 und heute ist die Mitgliederzahl der Organisation von 52'000 auf über 120'000 Personen angewachsen. Die Tendenz ist weiter steigend. Dieser stetig steigenden Mitgliederzahl stehen 40 ehrenamtliche Freitodbegleiter gegenüber.

(chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Igel am 09.12.2018 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unding

    Freitod in Spitälern, oder bei Hazsärzten sollte schon lange, zu Plicht gehören. Warum man sich dagegen Sträubt, ist mir ein Rätsel. Wer gehen will, sollte auch das Recht dazu haben. Besser als sich vor den Zug zu werfen.

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  • Anna Maria am 09.12.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Opfer des eigenen Erfolges

    Es zeigt doch, dass viele Menschen sich Überlegungen über ihr Ableben machen. Die Menschen wünschen auch hier Selbstbestimmung. Ich habe MS und bin auch Mitglied. Und ich möchte gerne mit Würde abtreten und nicht dahin siechen müssen.

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  • MF am 09.12.2018 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Tod gehört zum Leben

    Das wundert mich ehrlich gesagt nicht denn viele Menschen die krank sind wollen ihren Zeitpunkt, aus dem Leben zu schreiten, selbst bestimmen, anstatt mit Medikamenten und deren Nebenwirkungen langsam schleichend dahinzu scheiden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Neumann am 10.12.2018 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir bestimmen eigenverantwortlich!

    Jeder und jede soll mit Sterbehilfe abtreten können, und zwar jederzeit, in jedem Alter, vorallem aber im fortgeschrittenen. Unser Leben gehört schliesslich uns und nicht der Regierung, dem Parlament, der Kirche oder den Medizinern. Allein unser Wille zu bleiben oder zu gehen zählt. Die frühere halbgottähnliche Macht von Behörden, Ärzten und Der Kirche sollte langsam gebrochen sein.

  • F. Spring am 10.12.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Recht auf Leben

    Das Recht auf Leben dem Tode gleichsetzen, Freitod sollte für jeden freiwilligen schmerzlos zugänglich sein.

  • anna am 10.12.2018 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    Schlimm, noch zum sterben muss man warten!

  • sokrates am 10.12.2018 10:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    solange

    ich als person vom staat kirche usw. als untertan gesehen werde und dafür alles an erdenklichen steuern zahle... werden die den freitod nie gesellschaffts tauglich machen... pass auf, wiso ist bei suizid immer die rede von selbstmord und nicht freitod... wir gehören nicht uns selber... think about it...

  • EinLeser am 10.12.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Wenn man so die Reformen liest, würde man gerne bald Mitglied werden.