Wintereinbruch

23. Mai 2016 10:23; Akt: 23.05.2016 16:57 Print

Strecke wegen Lawinen-Gefahr unterbrochen

Was am Sonntag noch unglaublich tönte, ist jetzt eingetroffen: Die Kälte hat den Sommer verjagt. Auf bis zu 1000 Meter über Meer schneit es sogar.

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Glace essen, in der Sonne liegen oder grillieren – am Wochenende war das noch möglich. Doch das Thermometer ist nun in den Keller gefallen. Am Montagmorgen musste man vielerorts die Jacke herausholen und an den Schirm denken. «Es regnet in der ganzen Schweiz und es regnet viel», sagte Cédric Sütterlin von Meteonews.

So sind in der West- und Zentralschweiz in den letzten 24 Stunden verbreitet 20 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Auch die Schneefallgrenze ist deutlich gesunken: «Speziell im Berner Oberland und in der Zentralschweiz schneite es stellenweise sogar auf 1000 Meter oder knapp darunter.» Mehrere Leser-Reporter schickten Bilder von verschneiten Strassen und Landschaften. «Wir versinken hier im Schnee», so ein Leser aus Saas-Fee.

Lawinengefahr

Wegen Lawinengefahr wurde sogar die Strecke zwischen Grindelwald Grund und Kleine Scheidegg für den Bahnverkehr unterbrochen, wie die SBB auf ihrer Homepage meldet. Reisende von Grindelwald Grund nach Kleine Scheidegg oder umgekehrt sollen via Lauterbrunnen reisen. Weiter heisst es, dass die Dauer des Unterbruchs bis Betriebsschluss anhalte.


Auch zwischen Weissbad und Wasserauen ist die Strecke für den Bahnverkehr unterbrochen. Der Grund: Starke Winde. Wegen eines Unwetters ist auch die Strecke zwischen Brienz BRB und Planalp für den Bahnverkehr unterbrochen.

Besserung ab Mittwoch

Weiter herunter komme der Schnee aber nicht mehr. Auch der Regen wird am Montag im Verlauf des Tages langsam nachlassen. «Dennoch bleibt es nass, kalt und zeitweise windig», sagt Sütterlin. Als Höchsttemperaturen für den heutigen Montag gibt er im Flachland zwischen 8 und 10 Grad an.

Eine Besserung sei bereits ab Dienstagnachmittag, spätestens jedoch ab Mittwoch in Sicht. «Die Temperaturen steigen dann täglich zwar an, ab Donnerstag kann örtlich wieder mit 25 Grad gerechnet werden», sagt Sütterlin. «Doch besonders aufs Wochenende hin ist am Nachmittag jeweils die Gewittergefahr doch deutlich erhöht.»

Schneemenge für Mai «aussergewöhnlich»

Dass es Ende Mai noch einen derartigen Temperatursturz gibt, sei relativ speziell, sagt Sütterlin. Solche Ausbrüche kämen zwar immer wieder vor, in diesem Monat habe es jedoch schon eher aussergewöhnlich oft Temperaturstürze gegeben. Schuld ist beim derzeitigen Wetter eine kräftige Kaltfront mit polarem Ursprung. «Sie liess die Temperaturen innerhalb von zwölf bis 16 Stunden um rund 20 Grad fallen», so der Meteorologe.

Zwar könne es auch im Juni noch vorkommen, dass die 10-Grad-Marke nicht geknackt wird, «dass es am Montag jedoch beispielsweise in Meiringen unter fünf Grad blieb, ist aussergewöhnlich». Auch die grosse Schneemenge, die ab rund 1000 Metern Höhe fiel, sei nicht üblich für den Mai. Momentan sei jedoch kein weiterer Wintereinbruch mehr in Sicht. «Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht.»

Getreide, Reben und Erdbeeren gefährdet

Unter dem chaotischen Wetter leiden auch die Bauern. «Die meisten Pflanzen vertragen zwar kurzfristige Temperaturstürze», erklärt Hans Rüssli, Sprecher des Schweizer Bauernverbands. Das Wetter setzt dem Schweizer Getreide aber dennoch zu: «Bei unbehandeltem Getreide findet man wegen der tiefen Temperaturen und der feuchten Witterung allmählich immer mehr Gelbrost.» Das könne zu Einbussen in der Getreideernte führen.

Auch für die Rebbauern sieht es alles andere als rosig aus: «Die Reben haben sonst schon unter dem Frost gelitten. Lokal gibt es deshalb in diesem Jahr wenig oder gar keinen Ertrag», sagt Rüssli. Am meisten zitterten derzeit aber die Erdbeerbauern. «Bei Freilandfeldern setzt nach zwei bis drei Tagen Feuchtigkeit die Fäulnis ein», sagt Rüssli. Kurz gesagt: «Es wünschen sich alle sonniges und warmes Wetter.»

Bei Monthey im Kanton Wallis ist alles weiss:

Die aktuelle Wetterprognose finden Sie hier:

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wetterfrosch am 23.05.2016 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halb so wild

    Also bitte, das es auf 1500m runter schneit im Sommer ist nichts ungewöhnliches? Das kann auch im Juli oder August passieren..

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  • Berglerin am 23.05.2016 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Im Jahr 2004 haben wir auf 1000m Anfang Juni noch Schnee geschaufelt... Nützt alles nix, wir müssens nehmen wies kommt, das Wetter kümmert schlechte Laune und Geschimpfe wenig!

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  • Oma am 23.05.2016 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schäden

    Mag mich erinnern, dass wir öfters sogar nochmals im Juni Schnee hatten. Das war vor 50 Jahren. Also eigentlich für mich nichts Weltbewegendes . Schade nur, wenn bei dieser Kälte Obst und Gemüse Schäden nehmen .

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tobias A am 24.05.2016 21:05 Report Diesen Beitrag melden

    Klima katastrophe???

    Für mich einen beweiss das es keine Klimahitze Katastrophe gibt.

  • Schneemann am 23.05.2016 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Was soll das Gejammere? Ändert ja schon ab morgen wieder und am Wochenende gibt es 25° Hitze! Da kann man dann wieder dauerschwitzen...

  • Beobachter am 23.05.2016 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Aufregung, alles normal

    In der Schweiz schneit es das ganze Jahr, das wissen weder die Schweizer noch die Meteorologen. Ist aber Tatsache, da könnt ihr jammern wie ihr wollt. Grüsse aus der Bertelsmann Stiftung, VSZ und dem Zentralrat vereinter Religionen.

  • Schmerzen am 23.05.2016 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Energie

    Das Wetter ist echt langweilig viele die ich kenne und von schmerzen geplagt sind können sich kaum noch erholen. Dieses auf und runter mag die Natur auch nicht wirklich bin mir am überlegen ob ich den Balkon bepflanzen soll oder nicht ! Braucht alles Energie!

  • Mw3 am 23.05.2016 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    winter

    am besten winterreifen das ganze jahr drauf lassen;)