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21. Juli 2019 04:36; Akt: 21.07.2019 10:18 Print

Studenten brauchen öfter psychologische Hilfe

Der Druck an Universitäten nimmt zu. Viele Studenten zeigen daher immer häufiger Symptome von Burnout und Depressionen.

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2018 haben sich 1765 Studenten an geschulte Psychologen gewendet. Dies geht gemäss dem «SonntagsBlick» aus dem Jahresbericht der psychologischen Beratungsstelle der Uni Zürich und der ETH hervor. Die Zahl entspricht einer Zunahme von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, heisst es weiter. Insgesamt seien 3320 Beratungsgespräche durchgeführt worden. So viel wie noch nie. An den anderen Schweizer Universitäten sehe es ähnlich aus.

Markus Diem, Leiter der Basler Beratungsstelle, erklärt gegenüber der Zeitung: «Diese Entwicklung zieht sich in der Schweiz und in Deutschland seit Jahren hin.» Als Gründe nennt er die Digitalisierung, den gesellschaftlichen Druck zur Selbstoptimierung oder die Tendenz, keine negativen Gefühle mehr zuzulassen.

«Die Universität ist ein Umfeld, wo enormer Leistungsdruck herrscht. Die Arbeit ist nie fertig, und man könnte es immer besser machen», sagt auch Fatljume Halili, Vorsitzende des studentischen Vereins «Mind-Map». Zudem, so Halili, seien die Studienzeiten wegen des Bologna-Systems zwar kürzer, aber intensiver - und gleichzeitig müssten die meisten noch nebenbei arbeiten.

(roy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rowy zrh am 21.07.2019 05:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geeignet?

    Manche würden es besser lassen und einen Beruf erlernen.

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  • bruno am 21.07.2019 06:27 Report Diesen Beitrag melden

    viele gehören einfach nicht an die UNI..

    aber es gehört eben einfach zum guten ton und wird ja von der allgemeinheit und dem pappa gesponsert....

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  • Realist am 21.07.2019 05:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlige Verplanung

    Also eines stimmt. Die Eltern verplanen ihren Kindern die Freizeit völlig. Montag Schwimmen, Dienstag Reiten, Donnerstag Golfspielen und Freitag Tennis. Samstag und Sonntag darf das Kind mit Mami und Papi in die Natur. Da dreht jedes Kind durch!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anakena am 21.07.2019 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht

    sollten sich diese von der Uni verabschieden und damit beginnen, zu arbeiten. Wenn die jetzt schon einen Seelenklempner benötigen, kommt das nicht gut. Ein Psychologe, der selber in Behandlung ist, super! Aber wahrscheinlich wird man das Niveau der Unis senken, damit auch jeder reiche Tropf mithalten kann. Für die kommt ja eine Lehre aus Imagegründen nicht in Frage.

  • MrBrudda am 21.07.2019 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meckernde Schweiz

    Als Nichtstudent finde ich die extreme Negativität hier traurig. Wenn IHR als Gesellschaft das Bild vorlebt, dass man ohne Uniabschluss nichts wert ist, so seid ihr ein grosser Teil des Problems. Man sehe sich die Jobanzeigen an. Wer etwas besser verdienen will, braucht viel Erfahrung (haben wir Junge nicht) oder eben besagten Abschluss.

  • Mo am 21.07.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur leben

    Das Problem in der heutigen Zeit ist der Druck, den man sich selber macht! Man will auf nichts verzichten. 10 Mal im Jahr in die Ferien, die geilste Wohnung, das schnellste Auto die teuersten Klamotten und die heissesten Dates mit allen Girls( oder Boys) usw. Man sollte unbedingt wieder lernen bescheidener zu sein, und jeden noch so kleinen Moment einfach zu geniessen!!

  • Runser Caroline am 21.07.2019 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Studenten brauchen öfter psychologische Hilfe

    Wir haben eh schon zu viel Studierte Handwerkliche Berufe sind weniger gefragt zu ansträngend für gewisse Jugendliche Da müsste man zu fest zupacken Einigen Studierten würde das Handwerkliche besser tun denke ich denn auch dort braucht Frau/Mann sein Gehirn Aber eben nicht nur Studieren sondern sich auch noch Bewegen Mir schon klar das für gewisse Berufe Frau/Mann Studieren muss Aber ohne Handwerker geht es auch nicht

  • Ehem. Studentin am 21.07.2019 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Psychologische Hilfe

    Ich denke, es liegt auch daran, dass es "salonfähiger" geworden ist, zum Psychologen zu gehen und das Angebot ist mehr vorhanden. Es sind auch früher immer Leute an der Uni gescheitert, das gehört ein bisschen dazu.