Nächster Sturm im Anmarsch

06. Februar 2020 19:40; Akt: 06.02.2020 20:38 Print

«Das wird ein turbulenter Wochenstart»

Nach Tief Petra folgt am Montag bereits der nächste Sturm. Auf den Bergen werden schwere Orkanböen von rund 150 km/h erwartet.

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Nach Sabine folgte am Donnerstag das Sturmtief Tomris. Wegen des Sturms lag ein umgeknickter Baum auf der Strasse. Zudem regnete es am Donnerstag sehr stark. Wie ein Leser berichtet, stürmte es auch in Nussbaumen AG. Schutz & Rettung Zürich erhielt bereits nach dem Sturmtief Sabine zahlreiche Meldungen aus dem ganzen Kanton. Im Surseewald zwischen St. Erhard und Sursee war damals eine Tanne geknickt und vor ein Auto gefallen. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen, sein Fahrzeug kippte zur Seite. Er wurde aber nicht verletzt. Sturm Sabine hinterliess auch seine Spuren im Rustwald Spiez. Entwurzelter Baum in Weinfelden TG. Sabine windete in Thierachern BE sogar eine Ortstafel samt Fundament um. In Schwarzenburg wurde ein durch den Sturm beschädigter Unterstand abgerissen. «Das war heute Morgen in Kriens», meldete sich ein Leser. Blockierte Strasse in Horw LU. Baumsturz in Pfyn TG. In Sursee LU fegte der Sturm einen Velounterstand um. In Gurtnellen im Kanton Uri war eine Stromleitung in Brand gesetzt worden. In den Kantonen Uri und Schwyz kam es zu Stromausfällen, wie hier im Migros Mythencenter. Ein Baum brach bei der Autobahneinfahrt Horgen ein und krachte auf die Strasse. Ein Arbeiter und die Polizei zerschnitten den Baum um den Weg freizuräumen. Ein Regionalzug kollidierte in Wald ZH mit einem Baum. Die Zugstrecke war unterbrochen. In Wattwil SG wurde ein Pferde Iglu zerlegt. In Rorschach SG wurde ein Dach weggewindet. Auch im Kanton Zug wütete das Sturmtief Sabine. Auswirkung der Naturgewalt auch in Glattfelden. In Langnethal BE fiel diese Tanne um. Der Sturm hatte laut einem Leser-Reporter ein Teil des Daches der Garaventa AG in Goldau beschädigt. Auch in Zürich kam es auf Hauptstrassen zu grösseren Behinderungen. Der Sitzplatz war zum Glück leer. Aufgenommen in Wollishofen. Ein grosser Baum wurde entwurzelt. In Uitikon Waldegg ZH hatte es Teile von Bäumen auf die Strasse geweht. Vielerorts wurde der Fährbetrieb eingestellt. In Baar ZG flog ein Trampolin durch die Gegend. Bei der Autobahnausfahrt Dachsen SH lag ein Baum auf der Strasse. Bereits in der Nacht tobte der Sturm. Vielerorts wurden die höchsten Windgeschwindigkeiten dieses Winters erreicht, wie die Meteo Group mitteilte. Auch in Berlin war ein Baugerüst umgeweht worden. In Grossbritannien hiess der Sturm nicht Sabine sondern Ciara. Im britischen Brighouse standen Strassen unter Wasser. (9. Februar) Noch mehr Wasser hatte es unter dieser Brücke in Blackpool. (9. Februar) Ein Schild vor dem Kölner Dom warnte vor Steinschlag. Die Deutsche Bahn hatte den Fernverkehr komplett eingestellt. (9. Februar) An der Nordsee in Deutschland waren die Naturgewalten besonders deutlich. In Hessen hatte Sabine am Sonntag, 9. Februar, Bäume umgeknickt. Eine A380 der Emirates, die eigentlich in London Gatwick hätte landen sollen, wurde nach Zürich umgeleitet. Dutzende Flüge mussten bereits am Sonntagnachmittag annulliert werden. Aus Sicherheitsbedenken wegen des Sturms hatte Schlagerstar Andrea Berg ihr Konzert in Halle (Westfalen) abgesagt. Der Bund hatte eine Warnung der Gefahrenstufe 4 herausgegeben. Am Dienstag, 4. Februar 2020, zog Sturmtief Petra über die Schweiz. Dabei sorgte es für etliche Schäden. Am Montag soll nun der nächste Sturm folgen. Vor Petra hatte Tief Lolita für Schäden und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Etwa auf der A1. Lolita liess Baugerüste... ...und Bäume umstürzen.

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Die Schäden von Sturmtief Petra sind noch nicht ganz beseitigt, nun folgt schon der nächste Wintersturm. Wie Meteonews auf Twitter schreibt, bildet sich am Wochenende ein riesiges Sturmtief, welches am Montag die Schweiz erreicht. Es werde ein «turbulenter Wochenstart».

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«Südlich des bereites bestehenden Tiefdruckgebiets Ruth, unterhalb von Grönland, bildet sich am Samstag ein weiteres Tiefdruckgebiet, dessen Namen noch nicht definitiv bekannt ist – Sabine oder Tomris wird es voraussichtlich heissen», wie Cédric Sütterlin von Meteonews sagt. Es erreicht dann vom Atlantik her am Sonntag die Britischen Inseln und überquert diese im Verlauf des Nachmittags und gegen Abend wird das europäische Festland erreicht. In der Nacht steht die Warmfront dieses Tiefdruckgebiets vor den Toren der Schweiz.

Temperatursturz wie bei Petra ist nicht zu erwarten

Der Sonntag werde in der Schweiz zunächst mild, mit Temperaturen von 10 bis 14 Grad, verlaufen. Gegen Abend nehme dann der Wind zu, auch die Temperaturen steigen noch weiter an. In der zweiten Nachthälfte und am Montagmorgen müsse im Flachland mit der Warmfront dieses Tiefdruckgebiets mit Sturmböen gerechnet werden, auf den Bergen sind Orkanböen zu erwarten.

«Mit der am Montag im Tagesverlauf folgenden Kaltfront sind im Flachland Windspitzen von 90 bis 110 km/h oder lokal auch mehr möglich, auf den Bergen werden schwere Orkanböen von rund 150 km/h erwartet, auf exponierten Gipfeln wie dem Säntis oder Titlis sind Böen bis 180 km/h denkbar», wie Sütterlin weiter ausführt.

«Diese Werte beruhen aber auf den Daten der jetzigen Berechnungen, Warnungen werden so früh noch nicht ausgegeben. Einen Temperatursturz, wie wir ihn bei Petra erlebt haben, wird es aber nicht geben. Allenfalls ist am Mittwoch Graupel, Schneeregen oder auch etwas Schnee bis ins Flachland möglich.»

(vro/dmo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.G. am 06.02.2020 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sturm

    Ich hoffe nur das es nicht Zuviel Schäden gibt. Na dann gut Luft.

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  • LuluP am 06.02.2020 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Bitte keine Panik - wir können das Wetter sowiso nicht ändern

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  • Wetterfee am 06.02.2020 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gwundrig

    Wieso bekommen solche Stürme immer weibliche namen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Von Känel Urs am 07.02.2020 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Oder doch nicht?

    Wie Lothar oder Vivian?

  • moser am 07.02.2020 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schon wieder

    und das nächste laue lüftchen...

  • Hoppa Lotta am 07.02.2020 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    immer wieder gerne ein Gedicht

    Nach langer Zeit es fällt der Regen, lässt Schreiberlings Fingerchen bewegen und es wird wieder alles aufgeblasen, aufgereiht in wilde Ekstasen. Sofort bläst ein großer Sturm, obwohl erkannt von jedem Wurm, kein Baum ist umgefallen, alle Dächer haben brav gehalten und man musste sich beeilen die Sturmwarnungen auszuschalten. Mit so viel übertriebenen Informationen könnte man glatt das Wetter klonen.

  • Peterus an der Tür am 07.02.2020 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    @Wetterfee

    weil es eine super Sache ist, wie ja Erich bestätigt hat

  • motzki am 07.02.2020 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich...

    Wie kann man darüber Witze machen? - Vielleicht fällt es so ja leichter "den nicht existierenden' Klimawandel zu ignorieren.