Sunrise-Abo

15. Mai 2019 04:46; Akt: 15.05.2019 04:46 Print

Frau erhält 13 Briefe und 20 SMS nach Kündigung

Eine Flut aus Briefen und SMS: Auf diese Weise versucht Sunrise, ihre Kundin dazu zu bringen, ihre Kündigung nochmals zu überdenken. Ein Leser erzählt.

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Nachdem die langjährige Sunrise-Kundin S.C.* (55) ihr Abo Ende April schriftlich gekündigt hatte, wurde sie beinahe täglich mit Briefen und SMS bombardiert. «Inzwischen stapeln sich bei ihr 13 Briefe und sie hat über 20 SMS bekommen», so C.C., Sohn der betroffenen Kundin. Einmal habe es Sunrise komplett übertrieben und seiner Mutter an einem einzigen Tag insgesamt zwölf SMS geschickt, so C.C. «Ihre Nerven liegen langsam blank.» «Wir haben im Kündigungsschreiben extra angefügt, dass wir keine Rückfragen wünschten. Trotzdem belästigt die Sunrise meine Mutter dauernd mit den gleichen Briefen mit genau demselben Text. Nur das Datum wird jeweils angepasst», so C.C. Weiter kritisiert C.C.: «Diese Papierverschwendung ist total unnötig und wäre mittels E-Mail vermeidbar. Ausserdem ist der Aufwand, den Sunrise wegen eines Abos, das monatlich dreissig Franken kostet, betreibt, unverhältnismässig.» C.C. merkt an: «Als es um Problemlösungen ging, war Sunrise nie so fleissig und zielstrebig wie seit der Kündigung.» «Im Fall von Frau S.C. ist es leider zu einem Fehler in der Abwicklung des Prozesses, sprich in der Abstimmung zwischen Treueangebot und Erinnerungsnachrichten, gekommen. ... ... Deshalb kam es zu dieser Endlosschleife, die mehr als die üblichen acht Benachrichtigungen auslöste», so Rolf Ziebold, Sprecher von Sunrise. Der Fehler konnte nun behoben werden. Weshalb es überhaupt zu den Nachrichten kam, liegt laut Ziebold an der schriftlich vorgenommenen Kündigung per Brief. «Wie im Rahmen einer Änderung der AGB bekannt gegeben, akzeptiert Sunrise seit Mai 2017 nur noch Kündigungen per Telefon oder Online-Chat.»

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Nachdem die langjährige Sunrise-Kundin S. C.* (55) ihr Abo Ende April schriftlich gekündigt hatte, wurde sie in der Folge beinahe täglich mit Briefen und täglich mit SMS bombardiert. Ihr Sohn C. C.* (35), der die nervenaufreibende Angelegenheit für seine Mutter zu regeln versucht, erzählt: «Inzwischen stapeln sich bei ihr 13 Briefe, und sie hat über 20 SMS bekommen.» Einmal habe es Sunrise komplett übertrieben und seiner Mutter an einem einzigen Tag insgesamt zwölf SMS geschickt, so C. «Ihre Nerven liegen langsam blank.»

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«Immer wieder die gleichen Briefe»

C. kann sich dieses penetrante Vorgehen nicht erklären: «Wir haben im Kündigungsschreiben extra angefügt, dass wir keine Rückfragen wünschten. Trotzdem belästigt Sunrise meine Mutter dauernd mit den gleichen Briefen mit genau demselben Text. Nur das Datum wird jeweils angepasst.» So biete die Telekommunikationsfirma seiner Mutter einen Rabatt von vier Franken an, wenn sie weiterhin bei ihrem Sunrise-Abo bleibe, so der Sohn. «Ausserdem wollen sie immer den Kündigungsgrund besprechen. Das geht Sunrise nichts an.»

Nicht nachhaltiges und unverhältnismässiges Vorgehen

Weiter kritisiert C. den wenig nachhaltigen Umgang mit Ressourcen: «Diese Papierverschwendung ist total unnötig und wäre mittels E-Mail vermeidbar. Ausserdem ist der Aufwand, den Sunrise wegen eines Abos, das monatlich 30 Franken kostet, betreibt, unverhältnismässig.» Nur schon das Porto für die vielen Briefe müsse Sunrise bereits deutlich mehr gekostet haben, sagt C.

Ihm sei schon klar, dass Sunrise auf ihre Kunden angewiesen sei und diese zu halten versuche. «Doch das Verhalten von Sunrise geht definitiv zu weit. Eine Firma, die sich als Nummer eins vermarktet, darf sich seinen Kunden gegenüber nicht so penetrant verhalten.» Er merkt an: «Als es um Problemlösungen ging, war Sunrise nie so fleissig und zielstrebig wie seit der Kündigung.»

«Fehler ist für Endlosschlaufe verantwortlich»

«Im Fall von Frau S. C. ist es leider zu einem Fehler in der Abwicklung des Prozesses, sprich in der Abstimmung zwischen Treueangebot und Erinnerungsnachrichten gekommen. Deshalb kam es zu dieser Endlosschleife, die mehr als die üblichen acht Benachrichtigungen auslöste», so Sunrise-Sprecher Rolf Ziebold. Der Fehler konnte nun behoben werden.

Weshalb es überhaupt zu den Nachrichten kam, liegt laut Ziebold an der schriftlich vorgenommenen Kündigung per Brief. «Wie im Rahmen einer Änderung der AGB bekannt gegeben, akzeptiert Sunrise seit Mai 2017 nur noch Kündigungen per Telefon oder Online-Chat.» Kündige ein Kunde trotzdem auf diesem Weg, werde er mittels Brief, E-Mail und/oder SMS benachrichtigt, dass die Kündigung nicht bearbeitet werden könne, so Ziebold.

«Wir bitten den Kunden, sich mit uns in Verbindung zu setzen, und unterbreiten gleichzeitig ein Treueangebot.» Meldet sich der Kunde innert zehn Tagen nicht, erhält er laut Ziebold Erinnerungsnachrichten. S. C. werde nach Aufhebung des Prozessfehlers deshalb gebeten, die Kündigung per Telefon oder Online-Chat vorzunehmen. «Selbstverständlich respektieren wir dabei den Wunsch der Kundin, wenn sie keinen Grund für die Kündigung nennen will», so Ziebold.

* Name der Redaktion bekannt

(mm)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • James am 15.05.2019 06:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht rechtens!

    Bald steht in den AGB, dass man seine Kündigung nackt auf dem Bundesplatz vorsingen muss, damit sie gilt. Warum soll das schriftlich nicht gehen, das ist eine missbräuchliche Klausel!

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  • Tom Minder am 15.05.2019 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    "Deshalb kam es zu dieser Endlosschleife, die mehr als die üblichen acht Benachrichtigungen auslöste»" Als ob acht Benachrichtigungen irgendwie verhältnismässiger wären.

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  • Knolle am 15.05.2019 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Nur unseriös

    Schriftliche Kündigung Eingeschrieben muss Akzeptiert werden. Alles andere ist nicht Seriös.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Albion Karaki am 15.05.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gauner

    SUNRISE DIE grösste abzocke was ich bis jetzt kenne! Seit dem Abo bei Sunrise, hatte ich 8Monate lang nur Probleme immer wieder neue Probleme. (unbestellte Simkarten bekommen, zwei TV-Boxen statt eine, kein Promotion-Ipad bei Neuabschluss, etc etc. nach dem Umzug mittlerweile 3Monate her, 3 Wochen ohne Festnetz und ohne Internet (als Firma wohlgemerkt). Der Fehler, Sunrise sagte man muss nicht Überführen, ich sagte man muss. Am Schluss bekam ich recht. Wegen nicht bezahlen der Rechnung, wurde mein komplettes Abo gesperrt 2 Wochen lang! Sunrise ohh nein. Niee wieder.

  • Sebastian Ru am 15.05.2019 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin sehr zufrieden

    Sunrise ist für mich perfekt!

  • Uigeadail Eisenberg am 15.05.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Swisscom

    Nicht nur Sunrise macht das so, auch Swisscom...

  • Blöde Kundin am 15.05.2019 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Sunrise = schlechtes Management

    Kündigung alle Produkte zwangsweise beweislos telefonisch. Nichts! Mühsame telefonische Nachfragen, Ok, wir machen es halt, aber Frist erst ab jetzt. Keine Bestätigung der Kündigung erhalten. Lauter free of charge Produkte blieben nach Kündigung. Nochmals Kündigung platziert. Dann will Sunrise erzwingen, dass das Konto bleibt? Will ich nicht, kein Vertrauen in Sunrise, wirre Aufforderungen wie ID Check obwohl Kunde seit Tag 1. Anrufe Support: in Tagen, ... Monaten, wir beschleunigen es, kümmern uns. Jetzt, Monate später, Konto besteht noch immer. Kurer, Swantee sollten mal aufräumen.

  • Leo am 15.05.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Treuer Sunrise Kunde

    Ich bin schon seit Diax der Vorgängerfirma dabei und hatte noch nie Probleme mit dieser Firma.