08. April 2005 15:03; Akt: 08.04.2005 15:06 Print

Super Puma: Stahlbolzen gebrochen

Auf dem Flugplatz Grenchen ist an einem Super Puma der Luftwaffe vor dem Start ein Stahlbolzen an der Türführung abgebrochen.

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Die Passagiere des Helikopters, darunter der Solothurner SP-Nationalrat Boris Banga, mussten deshalb auf einen anderen Helikopter umsteigen, wie das VBS am Freitag mitteilte.

Der Stahlbolzen an der Türführung brach am (gestrigen) Donnerstagmorgen ab, als die Passagiere in den Helikopter eingestiegen waren und die Türe des Super Puma geschlossen werden sollte, sagte Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation der Luftwaffe. Der Bruch sei mit grösster Wahrscheinlichkeit auf Materialermüdung zurückzuführen und stehe gemäss ersten Abklärungen in keinem Zusammenhang mit Wartungsarbeiten.

Die Passagiere, unter anderen Nationalrat Banga, der auch Mitglied der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats ist, mussten in einen anderen verfügbaren Super Puma umsteigen. Banga wurde laut Nussbaumer mit dem Helikopter der Luftwaffe von Grenchen nach Walenstadt zum Infanterietag transportiert.

Der defekte Bolzen wurde gemäss Angaben des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) inzwischen ersetzt und der Helikopter ist wieder im Einsatz. Da der Zwischenfall nicht sicherheitsrelevant und vermutlich auf Materialermüdung zurückzuführen ist, werden die Sicherheitsbolzen an der Türführung der anderen Super Pumas laut Nussbaumer nicht überprüft.

Zu einem Bericht des Nachrichtenmagazins «10 vor 10» des Deutschschweizer Fernsehens über eine Pannenserie im betrieblich-technischen Teil der Schweizer Luftwaffe erklärte das VBS, dass die Luftwaffe im Jahr 2004 rund 13.000 Luftfahrzeuge bereitgestellt habe. Dabei seien 14 Vorfälle registriert worden, was einem Anteil von rund einem Promille entspreche. Die Luftwaffe sei im vergangenen Jahr 2004 mit ihren Mitteln im In- und Ausland insgesamt 29.000 Stunden unfallfrei geflogen.

(ap)