Vermisste Schülerin

01. April 2014 18:56; Akt: 02.04.2014 10:48 Print

Svenja (11) versteckte sich in fremder Wohnung

Die seit dem Montag in Unterägeri vermisste Schülerin lebt. Sie konnte in einer Wohnung unweit ihres Wohnortes gefunden werden.

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Die vermisste Svenja S.* aus Unterägeri im Kanton Zug ist am Dienstagabend kurz nach 18 Uhr gefunden worden. Wie 20 Minuten aus ihrem familiären Umfeld erfahren konnte, ist die Schülerin wohlauf. Dies bestätigt auch die Zuger Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen hatte sich die 11-Jährige in einer Wohnung an der Zugerbergstrasse in Unterägeri versteckt. Die genauen Hintergründe des Verschwindens werden nun durch die Polizei abgeklärt.

Der Bewohner der Wohnung habe das Mädchen am Abend bei seiner Heimkehr vorgefunden und umgehend die Polizei informiert, sagte Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Was das Mädchen in der Wohnung gemacht habe und wie es dort hineingekommen sei, sei im Moment noch unklar.

In welchem Verhältnis das Mädchen zu diesem Mann steht, wird gemäss Schlatter derzeit noch abgeklärt. Beide seien am Dienstagabend zur Befragung auf den Posten gebracht worden. Klar sei allerdings, dass der Fundort nahe beim Wohnort des Mädchens liege.

Grossaufgebot von Armee und Polizei

Das Mädchen hatte am Montagmorgen um etwa 8 Uhr sein Internat an der Zugerstrasse in Unterägeri verlassen, um in die Schule zu gehen. Wenige Minuten später wurde es allerdings an der Zugerbergstrasse gesehen, die weitab vom Schulweg liegt. Gemäss Polizei erfolgte die Vermisstmeldung etwa fünf Stunden später.

Ein Grossaufgebot von Armee, Zivilschutz und Polizei beteiligte sich an der Suche. Polizeiteams durchsuchten Wege, Waldhütten und Dörfer mit einem Hund.

Auch mit Helikoptern fahndeten die Rettungskräfte im Ägerital nach dem Kind, Zivilschutzangehörige durchkämmten Unterägeri und die angrenzenden Waldstücke. Die Vermisste wurde zudem im nationalen und internationalen Fahndungssystem ausgeschrieben.

Auf die Frage, wer die Kosten für die Suchaktion übernehmen müsse, sagte Schlatter: «Wir sind grundsätzlich froh, dass das Mädchen gefunden wurde. Die Frage nach der Kostenübernahme stellt sich heute Abend nicht.»


*Name der Redaktion bekannt

(bee/lüs/sda)