Whistleblowing-Plattform

06. Juli 2018 08:06; Akt: 06.07.2018 11:28 Print

SwissLeaks nimmt den Betrieb auf

Mit der Enthüllungs-Plattform sollen Missstände der Schweizer Wirtschaft, Politik und Verwaltung aufgedeckt werden.

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Die Whistleblowing-Plattform SwissLeaks hat am Freitag offiziell den Betrieb aufgenommen. Die Plattform soll Leuten, die in der Schweizer Wirtschaft, Politik und Verwaltung Missstände aufdecken wollen, eine Meldung unter Wahrung der Anonymität ermöglichen.

Das Team besteht aus rund 30 Freiwilligen, unter anderem auch dem Julius Bär-Whistleblower Rudolf Elmer, wie die Kampangenenorganisation Campax, die Gründerin von SwissLeaks, am Freitag mitteilte. Eingaben auf SwissLeaks werden laut Mitteilung nach einer ersten Plausibilitätsprüfung einem pro Fall zusammengestellten Team übergeben, das die Eingabe fachtechnisch prüft und dem Tippgeber allenfalls Rückfragen stellt.

Öffentliche Meinungsbildung unterstützen

Das Experten-Team gibt anschliessend eine Empfehlung an ein Gremium zusammengesetzt aus einem Vorstandsmitglied, einem Anwalt und dem Geschäftsführer ab, das schliesslich über das weitere Vorgehen entscheidet.

SwissLeaks ist dabei für alle Themen offen, die die Schweiz betreffen oder einen direkten Bezug dazu haben. Ein Hauptziel von SwissLeaks sei, die öffentliche Meinungsbildung mit harten, sonst nicht zugänglichen Fakten zu unterstützen, wie es weiter in der Mitteilung heisst.

SwissLeaks wurde vor dem Hintergrund des Bündner Baukartell-Skandals initiiert. Campax ist ein Anfang 2017 gegründeter Verein, der sich nach eigenen Angaben für eine solidarische Gesellschaft, eine nachhaltige Wirtschaft und eine intakte Umwelt einsetzt. Präsident des Vereins ist der frühere Greenpeace Kampagnenspezialist Andreas Freimüller. Bekanntestes Vorstandsmitglied ist der Nationalrat der Grünen, Balthasar Glättli.

(kaf/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Boris am 06.07.2018 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Missstände in der Schweiz, da wird es ihnen nie langweilig und gibt sehr viel Arbeit!

  • Whistleblower-Unterstützerin am 06.07.2018 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz nicht so sauber wie man denkt...

    Eine solche Plattform ist bitter nötig. Wirtschaft und Politik sind miteinander dermassen verzettelt und halten zusammen. Wir sind so schlimm wie in Italien, keine Sauberschweiz..... deshalb begrüsse ich das. Die Journalisten sind im übrigen auch unter Druck. Würden sie das eine oder andere erfahren, dürfen sie nicht oder nur schwammig berichten... sonst könnten Aufträge verloren gehen. es braucht eine solche Stelle. Wir sind dreckiger als man denkt..... und.. einige wenige verdienen sich eine goldige Nase..... parteiübergreifend.....

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  • Paul am 06.07.2018 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    In der Schweiz ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Was ist wohl alles vorhanden an Vetterliwirtschaft und dergleichen in den Öffentlichen Verwaltungen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michi am 08.07.2018 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Der Anfang von Ende...

    ...so wird die "Denunzianten Kultur" gefördert, was definitiv den Anfang des Ende bedeutet. Unsere Kultur demontiert sich selbst....

  • UGG am 08.07.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    So ein Schwachsinn, nur weil gewisse Leute immer meinen sie kämen zu kurz.

  • SR111 am 07.07.2018 05:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinnig

    Ich hab wegen so einem Whistleblower-Telefon vom damaligen Arbeitgeber meine Karriere ruiniert gekriegt. Nicht weil ich was zuschulden habe kommen lassen sondern weil ein Neider diesen Kanal nutzte, um die Konzernleitung gegen mich aufzubringen. Danke allen, die sowas salonfähig gemacht haben und meinen, sie helfen der Gesellschaft oder ihnen selber oder wem auch immer. Mir hat es geschadet, unbegründet und perfide

    • kurt am 07.07.2018 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SR111

      das sind ja meist Leute die es wegen dem geld machen oder eben dann merken sie können in der Firma nicht mehr mithalten. früher nannte man sowas Diebstahl mit Erpressung

    • RicBellini am 07.07.2018 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SR111

      Lassen Sie es nicht auf sich sitzen.

    • Michael Thomas am 10.07.2018 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SR111

      Es ist den Meisten nicht klar, welches Monstrum da inmitten unserer Gesellschaft angekommen ist.

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  • Honey pot am 07.07.2018 02:58 Report Diesen Beitrag melden

    Super Sache!

    Aber wie lange dauerts bis es zum Honeypot wird wie Wikileaks?

  • Gabriel Holdener am 07.07.2018 00:52 Report Diesen Beitrag melden

    Transparenz nur wenn die Firma passt?

    "Campax ist ein Anfang 2017 gegründeter Verein, der sich nach eigenen Angaben für eine solidarische Gesellschaft, eine nachhaltige Wirtschaft und eine intakte Umwelt einsetzt. Präsident des Vereins ist der frühere Greenpeace Kampagnenspezialist Andreas Freimüller." Klingt nach einer absolut unparteiischen Institution...

    • schmuggel am 07.07.2018 03:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gabriel Holdener

      Campax macht Initiativen für's Dummvolk. Hauptsächlich mit Stimmung gegen die SVP. Jede Initiative zielt Richtung EU konformität. Und Sie merken es noch nicht einmal. Traurig die Schweiz in derer Hände zu wissen.

    • Fidelia Castro am 07.07.2018 06:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Gabriel Holdener

      Mit Sicherheit ist das keine unparteiische Institution, wenn ein Balthasar Glättli Vorstandsmitglied ist.

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