Therapie kann beginnen

19. Mai 2019 22:25; Akt: 19.05.2019 22:25 Print

900'000 Franken für Valeria schon zusammen

Das Schicksal der einjährigen Valeria aus Horw LU bewegt die Schweiz. Tausende spendeten für ihre Gen-Therapie. Diese kann nun beginnen.

Die Eltern erzählen, wie sie mit dem Gen-Defekt ihrer Tochter umgehen. (Video: Helena Müller)
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Innert nur drei Tagen spendeten über zehntausend Personen für Valeria. Das einjährige Mädchen leidet an einem extrem seltenen Gen-Defekt. Ohne Behandlung wird sie das Erwachsenenalter nicht erreichen. Nur eine neu entwickelte Therapie in den USA könnte sie heilen. Dafür starteten die Eltern am Freitag ein Crowdfunding über 900'000 Franken.

Nachdem der Betrag kontinuierlich nach oben kletterte, schnellte die Summe am Sonntagnachmittag nochmals sprunghaft nach oben: Ein anonymer Spender sagte 40'000 Franken zu, ein weiterer zahlte 50'000 Franken ein. Die überwiegende Mehrheit der Unterstützer spendete aber kleinere Beiträge von 10 bis zu einigen Hundert Franken.

«Wir sind überwältigt»

«Es gibt keine Worte, welche die momentane Gefühlslage beschreiben lassen», sagen die Eltern Mario und Alexandra Schenkel zu 20 Minuten. «Wir sind überwältigt von eurer Anteilnahme am Schicksal von unserer Valeria und es tut unglaublich gut, diesen finanziellen und seelischen Support von euch zu bekommen.» Sie betonen, jede Spende sei extrem wichtig, egal wie gross sie gewesen sei.

Mit den gesammelten 900'000 Franken sei nun gesichert, dass die Entwicklung des Medikaments für Valeria weitergehen könne. Die Eltern erklären, dass die Crowdfunding-Seite weiter geöffnet bleibe. «Da es keine Standardtherapie ist, welche Valeria bevorsteht, sind die zukünftigen Kosten für die Behandlung sowie der weitere Therapieverlauf von Valeria sehr schwer abschätzbar.»

Eltern möchten auch anderen Kindern helfen

Mit dem zusätzlichen Geld sollten künftige Behandlungskosten gedeckt werden. «Wir hoffen ganz fest, dass sich Valeria einmal persönlich bei euch allen bedanken kann», so die Eltern.

Wer über den weiteren Verlauf von Valerias Therapie auf dem Laufenden bleiben will, kann einen Newsletter der Eltern abonnieren.


(pam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Weber am 19.05.2019 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich...

    Freue mich für die Familie tolle Sache... Schlimm ist das Mann überhaupt geldsammeln muss für ein Menschenleben und damals in Paris als diese alte Kirche abgebrannt ist wurden 100te Millionen gespendet für eine Kirche...eine Kirche!!!

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  • Frau Dank am 19.05.2019 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die gute Nachricht

    Einfach schön, vielen Dank an die Spender! Mehr muss man nicht schreiben..

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  • Jakob Meier am 19.05.2019 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saläre Pharmaindustrie

    Es ist schön, dass das Kind durch großzügige Spender behandelt werden kann. Es ist beschämend, dass die Pharmaindustrie dafür soviel Geld verlangt und dabei ihren Ceos millionenschwere Saläre zahlt. Jakob Meier

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Soistes am 20.05.2019 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer garantiert...

    ...dass dieses Kind auf diese Therapie anspricht oder gar gesund wird, was eher zu bezweifeln ist. Im übrigen wundert es einem sehr, warum ein Anwalt und Kantonsrat mit einer eigenen Kanzlei in Luzern die Bevölkerung zum Spenden aufruft. Er hätte sicher genügend andere Kontakte und Möglichkeiten, die Million für eine eher fragwürdige Therapie seines Kindes aufzubringen. Ganz klar ist doch, dass er mit den Spenden der Allgemeinheit persönlich keine Verluste eingeht.

  • Tor Teloni am 20.05.2019 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    Menschlichkeit

    Schon komisch... 1 Kind bewegt die halbe Schweiz und beschäftigt uns für Tage. Wir feiern uns für unsere Menschlichkeit. Jeden einzelnen Tag jedoch sterben ca 15 000 Kinder rund um den Globus. 15.6 Mio Kinder pro Jahr... Wie schaffen wir es nur Leben so unterschiedlich zu gewichten?

  • DoppelMoral am 20.05.2019 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Hohn

    Der Vater in der Partei, welche den Behinderten Gelder streicht. Und nun wenns ums eigene Wohl geht, wird gebettelt. Unmöglich.

    • Leider am 20.05.2019 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @DoppelMoral

      Ja, so scheint es. Kenne den Vater nicht persönlich.

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  • Danke am 20.05.2019 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War immer so

    Ich denke einfach Doktoren halten zu den Anwälten.

  • Sandra B. am 20.05.2019 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Valeria

    Hallo....mann muss ja nicht spenden wen man nicht will... auch wen der Vater Anwalt ist heisst das doch nicht das er Geld im Überfluss hat...ist doch das normalste auf der Welt das man sein Kind retten will...ich wünsche der kleinen Valeria viel Glück!!!

    • Diana am 20.05.2019 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sandra B.

      Ich spende nicht. Wünsche Valeria gute Besserung. Bin nicht vermögend und habe auch Kinder.

    • Gut am 20.05.2019 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sandra B.

      Da müssen sie aber noch viel spenden. Es gibt noch viele Menschen in Not.

    • Danke am 20.05.2019 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sandra B.

      Ich sicher auch, aber es gibt viele arme Kinder auf der Welt.

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