Chamoson VS

21. August 2019 12:29; Akt: 21.08.2019 13:14 Print

Teile des Autos der Vermissten gefunden

Zehn Tage nachdem ein Mann und ein Mädchen in einem Auto von einer Schlammlawine mitgerissen wurden, gibt es erste Hinweise. Die Suche wird nun intensiviert.

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Ein Unwetter hat vor zehn Tagen im Wallis eine Schlammlawine ausgelöst. Dabei wurde ein Fahrzeug mitgerissen, in dem ein 27-jähriger Mann und ein 6-jähriges Mädchen sassen. Trotz sofortiger Suche wurden die beiden bis heute nicht gefunden. Doch nun gibt es erste Fortschritte: Wichtige Fahrzeugteile des vermissten Autos konnten gefunden werden, wie Claude Crittin, Gemeindepräsident von Chamoson, zu «Le Nouvelliste» (Bezahlartikel) sagt. Auch Teile von Kleidern wurden entdeckt.

Die Trümmerteile des Autos wurden verstreut entlang der Losentse gefunden, die beim Unwetter vom 11. August über die Ufer getreten war. Stéphane Vouardoux, Sprecher der Walliser Kantonspolizei, bestätigte den Bericht.

Suche wird fortgesetzt

Die Karosserie des Fahrzeugs ist jedoch nach wie vor verschollen. Die Suche ist weiterhin im Gang. Auch vier Schaufelbagger und Gebirgsspezialisten sind im Einsatz, um im und am Flussbett zu suchen. Seit Mittwoch wird zudem ein Metalldetektor eingesetzt, wie Crittin sagt. Man habe sogar ein Medium eingeschaltet und die Opfer mit Pendeln zu orten versucht.

Die Chancen, die Vermissten noch lebend zu finden, sind praktisch bei null. Dennoch will die Gemeinde den Familien der Opfer helfen und setzt die Suche in den kommenden Wochen fort. Falls nötig, soll sie auf die Rhone ausgeweitet werden. «Aufzuhören, ist für uns unvorstellbar, solange noch Chancen bestehen», sagt Crittin.

Hier suchten die Einsatzkräfte nach dem Unwetter nach dem Fahrzeug:

(Video: 20 Minuten)

Beim Unwetter waren zwei Autos mitgerissen worden. Im zweiten befanden sich jedoch keine Personen. Der Verdacht der Polizei, dass auch noch ein drittes Fahrzeug mitgerissen worden war, konnte nicht erhärtet werden.

(vro/sda)