Frankreich

07. November 2019 15:54; Akt: 07.11.2019 17:26 Print

3 Triebwerk-Teile des Swiss-Airbus gefunden

Ein Triebwerk eines Airbus 220 der Swiss fing während eines Flugs nach London Feuer, die Maschine musste in Paris landen. Nun wurden Flugzeugteile in einem Wald entdeckt.

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Am 6. November 2019 wurden in einem Wald bei Yonne, 160 Kilometer südöstlich von Paris entfernt, drei Teile eines Airbus 220-300 der Swiss gefunden. Die Swiss-Maschine hatte die Teile während eines Fluges am 25. Juli von Genf nach London verloren. Das französische Untersuchungs- und Analysebüro für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt (BEA) stufte den Vorfall als «gravierend» ein. Der Flug war am 25. Juli in Genf gestartet. Als das Flugzeug auf 10'000 Metern Höhe über Frankreich flog, hörten Passagiere einen Knall und sahen Flammen aus einem Triebwerk schiessen. Laut der BEA sei mit dem Fund der Teile bei der Region Yonne «das Untersuchungsgebiet bestätigt». Rund 200 Freiwillige hatten sich am 6. November an der Suche beteiligt. Die drei Teile entdeckten sie in einem Waldstück. Am 7. und 8. November soll die Suche weitergesetzt werden: Die Ermittler vermissen noch einen Rotor des Titan-Flugzeugtriebwerks mit zirka 70 Zentimetern Durchmesser. Die Triebwerke sind offenbar die Schwachstelle des neuen Swiss-Jets. Ein A220 der Swiss musste am 24. Oktober 2019 den Flug von Genf nach Mallorca abbrechen. Es gab ein Problem mit dem Wärmemelder. Erst eine Woche zuvor waren alle Airbus A220 inspiziert worden. Am 15. Oktober 2019 musste ein Airbus der Swiss in Paris zwischenlanden. (Bild: Symbolbild) Bereits im September ... ... war es zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Ein Flieger der Swiss, der von Genf auf dem Weg nach London war, ... ... musste nach dem Start umkehren. (16.9.2019) Laut Pressesprecherin Karin Müller war der Grund eine Unregelmässigkeit am Triebwerk. Wie ein Leser gegenüber 20 Minuten berichtet, hatte das linke Triebwerk plötzlich Feuer gefangen. Dies verneinte Mediensprecherin Karin Müller. Es sei aber zu Funkenbildung gekommen. Auch die Zwischenlandung in Paris sei durch eine Unregelmässigkeit am Triebwerk ausgelöst worden. Die Swiss zog die Konsequenzen und legte ihre Europa-Maschinen vom Typ C-Series vorübergehend still. Am Flughafen Zürich wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Die Maschinen mussten wegen Triebwerksproblemen einer umfassenden Inspektion unterzogen werden. Die betroffenen Passagiere wurden per Mail informiert. Laut einem Leser-Reporter standen die Flüge zuerst auf verspätet. Plötzlich wurden diverse Flüge abgesagt. Bombardier entwickelte das Flugzeug unter dem Programmnamen C-Series. Airbus übernahm 2018 die C-Series. Seither fliegen die Jets als Airbus 220.

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Am Mittwoch wurden drei Teile der A220-300-Maschine der Swiss in einem Wald bei Yonne, etwa 160 Kilometer südöstlich von Paris gefunden. Das französische Untersuchungs- und Analysebüro für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt (BEA) stufte den Vorfall als «gravierend» ein.

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Der Flug war am 25. Juli in Genf Richtung London gestartet. Als das Flugzeug auf 10'000 Metern Höhe über Frankreich flog, hörten Passagiere einen Knall und sahen Flammen aus einem Triebwerk schiessen. Kurz danach landete die Maschine auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

Rotor noch vermisst

Laut der BEA sei mit dem Fund der Teile bei der Region Yonne «das Untersuchungsgebiet bestätigt». Rund 200 Freiwillige hatten bei der Suche nach Fragmenten des Airbus teilgenommen. Am Donnerstag und Freitag soll die Suche weitergehen, wie 20 Minutes berichtet. Die Ermittler vermissen noch einen Rotor des Titan-Flugzeugtriebwerks mit circa 70 Zentimetern Durchmesser.

(kat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Besserwisser am 07.11.2019 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Günstig bei Bombardier eingekauft?

    Eigentlich tragisch, dass eine Firma wie Bombardier weder Züge der SBB noch Flugzeuge der Swiss, welche dem heutigen Stand der Technik entsprechen würden, liefern können. Sind unsere grossen CH-Dienstleister nur noch auf billige Schnäppchen aus?

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  • Swissbudget am 07.11.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich sicher?

    Früher hatten wirklich sichere Passagierjets 4 Triebwerke. Heute sind es nur noch 2, da wir Menschen viel gescheiter sind im Triebwerksbau. Interessanterweise wurden diese Triebwerke während der Zulassung getestet. Man darf wohl nun wirklich fragen ob die Testbedingungen den realen Bedingungen entsprechen? Liegt das Problem bei MTU oder Pratt? Man kann nur hoffen, dass sich ein solches Ereignis nicht an beiden Triebwerken ereignen wird! Niemand wird darauf eine Antwort haben! "we take the hudson, Sir"

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  • Lukas am 07.11.2019 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Halbwissen

    Vielleicht sollte man sich etwas besser informieren bevor übles Bombardier-Bashing betreibt. Die Triebwerke sind nämlich nicht von Bombardier!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tina am 07.11.2019 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anders

    Kompliment an die Piloten, Ja, einige Teile verloren. Sicher gelandet, crew, Passagiere und Piloten vollzählig. Habt Ihr noch Flugangst. Sorry 20 min, Der Artikel hätte lauten müssen. Sicher gelandet, trotz Problemen. Topp Swiss

  • Martial2 am 07.11.2019 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu viel und zu wenig...

    Das Problem ist: Boeing fällt mit seinem letzen Modell für längere Zeit aus; Airbus profitiert davon und produziert wie wild, die können kaum soviel innerhalb kurze Zeit produzieren. Ergo Qualitätskontrollen werden nicht mehr so genau geleistet!

    • MaschIng am 07.11.2019 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martial2

      Airbus profitiert nicht davon, weil deren Produktion über mehrere Jahre schon ausgelastet ist.

    einklappen einklappen
  • Alter Sack am 07.11.2019 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdige Entwicklung

    Wenn man an so einem Flieger aus Sparsamkeitsgründen nur noch zwei Triebwerke, statt wie früher deren drei oder vier verbaut, dann darf man sich nicht wundern, wenn ab und zu halt eine kritische Situation entsteht. Es gibt dann nur noch 100, 50 oder 0%. Die Stufen 75 und 25 entfallen, um sich bei einem Problem weiter am Himmel zu halten. Ist halt wie bei den Autos: Aus Sparsamkeitsgründen nur noch drei Zylinder, aber dafür zwei Turbos, Spezialöl, eine unglaubliche Literleistung, ein verrusendes AGR-Ventil. Fertig ist das technisch hochstehende aber teure Sensiebelchen, dass aber nur in der ersten Welt Dank sehr viel Wartung und Diagnostik länger überleben kann. Hauptsache man hat scheinbar etwas für die Umwelt getan. Nur sollte man m.E. halt sinnvollerweise die Rechnung über den ganzen Lebenszyklus inkl. Wartungsaufwand machen.

  • Bobby am 07.11.2019 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von einem alten Swissärler

    Kurz und bündig! Swiss ist halt nicht Swissair

  • Margrit Aegerter am 07.11.2019 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    genauer hinsehen

    Von wem und wo werden die Flugzeuge der Swiss gewartet? Darf es nichts kosten? Es ist doch wie überall, die Kunden sollen zahlen, die arbeitenden Angestellten müssen bei mässigem Lohn unter Zeitdruck immer mehr liefern und obenraus wird abgezockt. Das ist wie bei den SBB und andern bundesnahen Betrieben oder im Gesundheitswesen und andern Branchen.