Bundesgericht

28. November 2009 21:52; Akt: 28.11.2009 21:59 Print

Tierschützer muss wegen Beleidigung bluten

Der Tierschützer Erwin Kessler muss wegen Ehrverletzung und Beleidigung gegenüber dem Freiburger Regierungsrat Pascal Corminboeuf eine Strafe von 45 Tagessätzen bezahlen.

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Das Schweizerische Bundesgericht bestätigte ein entsprechendes Urteil der Freiburger Justiz. Der Präsident des Vereins gegen Tierfabriken muss sich zudem mit 4000 Franken an den Gerichtskosten beteiligen. «Das ist nicht gerade wenig», kommentierte Corminboeuf einen Artikel der Westschweizer Zeitung «La Liberté» gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Er sei erleichtert über das Urteil des Bundesgerichts. Eine Geschichte, die ihn und seine Familie sehr verletzt habe, nehme so ein Ende, sagte der Freiburger.

Der Thurgauer Kessler hatte den Vorwurf erhoben, Corminboeuf habe das Tierschutzgesetz mehrfach verletzt. Deshalb sei ihm die Wiederwahl zu verweigern.

Corminboeuf hatte gegen den Vorwurf im Oktober 2006 Ehrverletzungsklage erhoben. Kessler focht die Kompetenz der Freiburger Justizbehörde mehrmals an und zog den Fall bis vor das Bundesgericht.

(sda)