Hotelplan

30. April 2019 10:27; Akt: 30.04.2019 10:27 Print

Touristen bleiben auf eigenes Risiko in Sri Lanka

Hotelplan will Kunden rasch aus Sri Lanka zurückholen. Touristen, die bleiben wollen, müssen unterschreiben, dass der Reiseveranstalter nicht länger haftet.

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Kunden, die nicht vorzeitig abreisen wollen, sollen eine sogenannten Enthaftungserklärung unterschreiben. Der Reiseveranstalter hat 24 Kunden vor Ort angeschrieben, um ihnen bei einer schnellen Rückreise zu helfen. Zwei Tage nach den Anschlägen in Sri Lanka hat die Terrororganisation Islamischer Staat die Tat für sich beansprucht. (23. April 2019) Erste Ermittlungsergebnisse der Behörden zeigen: Die Anschläge in Sri Lanka sollen ein Vergeltungsschlag für den Moscheen-Angriff im neuseeländischen Christchurch gewesen sein. Priester und Angehörige tragen einen Sarg vor der St.-Sebastian-Kirche in Negombo. Militärpatrouillen bewachen den Platz vor der St.-Anthony-Kirche. Sri Lanka hat den Notstand ausgerufen. Vor der St.-Sebastian-Kirche in Negombo häufen sich Schuhe von Opfern. Der dänische Milliardär Anders Holch Povlsen und seine Frau Anne trauern um drei ihrer Kinder. Einsatzkräfte am Tag nach der Explosion in der St.-Sebastian-Kirche in Negombo. (22. April 2019) Zwei Tage nach der Serie von Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 321 gestiegen. Das erklärte die Polizei am Dienstag. 550 weitere wurden verletzt. Eine beschädigte Statue in der St.-Sebastian-Kirche. Die Regierung hat am Dienstag den Notstand ausgerufen. Der Sicherheitsdienst hatte «Informationen»: Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe. (21. April 2019) Polizisten und Bürger versammeln sich vor einer Kirche in Colombo, die Ziel eines Angriffs wurde. Eine verletzte Person wird ins Spital gebracht. Den Einsatzkräften bot sich vor Ort ein Bild des Schreckens. So sieht es nach der Explosion im Innern einer Kirche in Colombo aus. Auch das Luxus-Hotel Shangri-La wurde Ziel eines Angriffs. Sicherheitskräfte vor dem Hotel Shangri-La. Die Schäden lassen die Wucht der Explosion erahnen. In Sri Lanka kam es am Ostersonntag gleich zu mehreren Explosionen. Kirchen und Hotels waren betroffen. Dabei kam es zu vielen Verletzten und mehreren Toten. Kurz nach den Detonationen kursierten auf Twitter erste Bilder. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Anzahl der Toten stieg im verlauf des Morgens stetig an. Unter den Opfern sind auch Ausländer. Am frühen Sonntagnachmittag sprach die Polizei von 207 Todesopfern. Betroffen waren ersten Berichten zufolge drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes, in denen Ostergottesdienste stattfanden, ausserdem drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Der Polizei zufolge ereigneten sich die ersten Explosionen alle innerhalb einer halben Stunde. Ein Bild aus dem Innern einer Kirche zeigt die Wucht der Explosion. Zu dem Zeitpunkt feierten die Gläubigen gerade die Ostermesse. Ein Polizist vor der Kirche St. Antonius. Wer hinter den Anschlägen steckt ist noch unklar. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Sri Lanka sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

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Bei den Terroranschlägen in Sri Lanka vom Ostersonntag kamen über 250 Menschen ums Leben. Darunter waren auch ein Ehepaar aus Bern sowie eine Familie aus Uster. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten rät bis zur Klärung der Lage von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Sri Lanka ab. Wie TeleZüri berichtet, hat auch Hotelplan Suisse reagiert und stoppt ab sofort Reisen ins Land.

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Der Reiseveranstalter hat zudem 24 Kunden vor Ort angeschrieben, um ihnen bei einer schnellen Rückreise zu helfen. Kunden, die nicht vorzeitig abreisen wollen, sollen eine sogenannte Enthaftungserklärung unterschreiben. Geht bei einer Rückreise etwas schief, übernimmt Hotelplan damit keine Verantwortung mehr.

Fünf Touristen wollen im Land bleiben

Hotelplan mache darauf aufmerksam, dass die Kunden ihre Reise auf eigenes Risiko fortsetzen, sagt Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir gegenüber dem Lokalsender. Hotelplan als Reiseveranstalter müsse auf diese Weise am Schluss nicht für allfällige Probleme haften.

14 der 24 betroffenen Kunden reisten schon planmässig aus Sri Lanka ab oder wollen demnächst vorzeitig zurückreisen. Fünf haben sich noch nicht entschieden. Fünf weitere Touristen wollen in Sri Lanka bleiben.

(bz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr. Spock am 30.04.2019 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde auch bleiben

    momentan ist es definitiv sicherer als zuvor.

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  • Steuersklave am 30.04.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Deal ist ein Deal und wird nicht...

    ...nachverhandelt. - Ich würde selbstverständlich bleiben. Von einem IS lasse ich mir keine Vorschriften machen. Persönlich würde ich eine vorzeitige Abreise als Feigheit vor dem Feind betrachten. - Wenn ich nicht schon für Bali gebucht und bezahlt hätte, würde ich auch ohne zu zögern für Sri Lanka buchen. Warum sollte ich die Bürger von Sri Lanka für die Verbrechen des IS bestrafen? Und überhaupt: Wenn der IS etwas fordert, mache ich schon aus Prinzip das Gegenteil. Dass ich selbst verantwortlich bin ist ja wohl klar. Ich bin schliesslich erwachsen und ein freier Mensch.

  • sicher am 30.04.2019 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    binmir

    ich glaube kaum, dass ab jetzt in den nächsten Wochen noch was passiert in Sri Lanka. Man sieht ja bei früheren Anschlägen, dass es eine Weile danach nichts mehr passiert. Ich wäre auch länger geblieben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fini am 30.04.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gratis

    Was soll ich dort. Hab ja all die leute bereits hier.

  • Katzerich am 30.04.2019 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Risiko immer vor Ort

    Das eigene Risiko besteht an den Stränden von Ceylon seit jeher: am Morgen erledigen die Einheimischen ihre Morgentoilette mit allem was dazu gehört im Meer. Nur gut, dass das Hotel einen Pool hat.

  • SZ am 30.04.2019 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lebensgefahr?

    Ich würde auch bleiben Wenn meine Zeit abgelaufen ist passierts einfach,ob zuhause oder sonst irgendwo

  • Reisefreudige am 30.04.2019 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr vieles verpasst

    So ein wunderbares Land um Ferien zu verbringen, tolle Kultur, Essen, Leute und Landschaft. Jetzt nach 6 Jahren Dialyse und Transplantationszeit wo ich wieder in die Ferien könnte, von solchen Zuständen zu hören, schockiert mich zutiefst. Es ist unglaublich was man in all den Jahren verpasst aber auch Dinge die sich verändern. Viele Angeber hat es gegeben.

  • ExPat am 30.04.2019 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung ..

    Jeder ist immer selbst fuer sich verantwortlich . Es ist einfach die Verantwortung immer auf andere abzuschieben . Ich waere auch geblieben !