05. Mai 2008 22:40; Akt: 05.05.2008 23:13 Print

Trotz Verboten nicht weniger Raucher

Die Zahl der Raucher hat im Vergleich zum Vorjahr nicht abgenommen: 2007 griff fast jeder dritte Schweizer zur Zigarette.

Bildstrecke im Grossformat »

Fehler gesehen?

Das 2007 in Kraft getretene Rauchverbot in Restaurants, Pubs und Clubs im Tessin und diverse geplante ähnliche Gesetzesverschärfungen in anderen Kantonen haben bis jetzt kaum einen Einfluss auf den Tabakkonsum gehabt. Mit 29 Prozent (Männer: 33%, Frauen: 24%) ist laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Raucheranteil in der Schweizer Bevölkerung 2007 im Vor­jahresvergleich stabil ge­blieben. 20 Prozent rauchen täglich, 9 Prozent nicht täglich, aber doch regelmässig. Weitere 20 Prozent haben ihr Laster aufgegeben und die Hälfte hat noch nie richtig gepafft. Beim BAG verweist man auf den generell sinkenden Trend. Seit 2001 sei der Anteil der Raucher von 33 auf 29 Prozent gesunken.

Die Raucher ziehen auch nicht nennenswert weniger oft am Glimmstängel: 52 Prozent rauchen gleich viel wie 2006, 35 Prozent weniger und 13 Prozent mehr. Aber: Jeder zweite Raucher will seiner Sucht ein Ende setzen, jeder Dritte bereits im ­nächsten halben Jahr. Um dies zu erreichen, bleibt nichts unversucht – vom ­Nikotinpflaster über den ­Spitalaufenthalt bis hin zum Besuch beim Hypnotiseur.

nm