Ueli Maurer

22. Januar 2019 22:48; Akt: 22.01.2019 23:02 Print

«Man darf Bolsonaro nicht zum Bösewicht machen»

von D. Krähenbühl/ M.Temel - Bundespräsident Ueli Maurer bestätigt, dass er den umstrittenen brasilianischen Präsidenten am WEF treffen wird. Und verteidigt ihn gleichzeitig vehement.

Bundespräsident Ueli Maurer über das Fernbleiben Trumps vom WEF, sein Treffen mit Bolsonaro und ob er mit seinen Bundesratskollegen noch um die Häuser zieht. (Video: M. Temel/ D. Krähenbühl)
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Bundespräsident Ueli Maurer hat heute Abend das «House of Switzerland» am WEF in Davos eröffnet. Zusammen mit den Bundesräten Cassis, Parmelin und Berset betonte Maurer die Wichtigkeit des WEFs für die Schweiz – auch wenn Trump, Macron oder May nicht dabei seien. Immerhin ist Jair Bolsonaro dabei, der «brasilianische Trump».

Im Gespräch mit 20 Minuten bestätigt Maurer, dass diese Woche ein Treffen mit dem umstrittenen Bolsonaro geplant sei. Umstritten ist er nicht nur aufgrund homophoben, sexistischen und rassistischen Aussagen, sondern auch aufgrund seiner Einstellung zum Umweltschutz. So hat er jüngst die Entscheidungsgewalt über Schutzterritorien dem Agrarministerium übergeben, das laut Kritikern ein Interesse an der Abholzung des Regenwaldes habe. Zudem kündigte er an, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten.

Diskriminierungen und dumme Sprüche

Trotzdem verteidigt ihn Maurer vehement: «Man darf sich jetzt nicht auf Herr Bolsonaro konzentrieren und ihn zum Bösewicht machen.» Bolsonaro sei ein demokratisch gewählter Präsident. «Und diese Diskriminierungen und dummen Sprüche, die ich in den Medien lesen, gehören sich gegenüber einem gewählten Präsidenten nicht.»

Was Ueli Maurer sonst noch gesagt hat, sehen Sie im Video oben.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • na ja, ein wenig ist... am 22.01.2019 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...die kritik berechtigt!

    das mit dem amazonasregenwald ist definitiv harter tobak. eins der letzten grossen regenwaldgebiete und heimat unzähliger tier und pflanzenarten und bald wohl geschichte

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  • Epik am 23.01.2019 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Muss für lebenslange Bildung!

    All jene,welche unserem Bundespräsidenten zujubeln,da dieser einen demokratisch gewählten Präsidenten verteidigt,der für die Abholzung des Regenwaldes ist,dann wisst ihr nicht,was für Auswirkungen eine Umweltkatastophe dieses Ausmasses auf uns alle haben wird.

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  • rs am 23.01.2019 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    demokratisch gewählt

    ...nur so mal am Rande... Erdoan ist auch demokratisch gewählt worden... aber gleich ist nicht = gleich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruno Schum am 24.01.2019 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Bolso

    Impressionante ; Unzählige Kommentare und Meinungen . Bolsonaro ist ein demokratisch gewählter President . UND es muss sich etwas ändern in Brasilien . Habt ihr eine Ahnung? Ilegaler Drogen-Tiere-Hölzer-Organ etc . Handel. Wer nie da gelebt hat , sollte sich vvlt. etwas besser mit der Materie Befassen .

  • Didi am 24.01.2019 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wähler sind schuld!

    Ueli Maurer hat hier absolut recht! Die Bösen sind nämlich die Wähler, die so einem Kerl die Stimme geben! Das gilt für Brasilien genau so wie für die Türkei, Unganr, Polen, Russland oder die USA! Und: Mitschuld sind auch die Nichtwähler!

  • Gruss aus Bern am 24.01.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Der ist definitiv reif für die Rente ...

    Offenbar Maurer fest vorgenommen zum Abschluss seines politischen Gastspiels in Bundesbern nochmals so richtig für Empörung zu sorgen, auf dass man ihn nicht so rasch vergesse. Kann man ihm nach seinen "WEF-Einlagen" auch so zusichern, dafür muss er echt nicht noch bis Ende Jahr weitermachen ...

  • Donna M. am 24.01.2019 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Salt Brasileiro

    Ob der Frauen mag, ist mir angesichts dessen, was er rauslässt egal.

  • PVS Studie am 24.01.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Sagt der Bundespräsident

    Leider eine etwas undiplomatische Darlegung der Tatsachen. Eigentlich ist die ganze Regierung zum weinen, gut eine darf sich noch beweisen oder zwei. Das er es mit Reisen nicht so hat, aber nach Saudi Arabien muss man natürlich schon.