Prognosen

29. März 2011 11:05; Akt: 29.03.2011 11:21 Print

Um den Zürich- und Genfersee wirds eng

Bis 2035 wird die Bevölkerung in der Schweiz stark wachsen. Der Hauptgrund: Die Migration. Vor allem zwei Regionen profitieren von ihrem internationalen Flair.

Grafik: Das prozentuale Wachstum bis 2035 nach Kantonen

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2010 bis 2035 wird die Bevölkerungszahl in allen Kantonen wachsen, dies in erster Linie wegen der internationalen Zuwanderung. Besonders stark werde das Wachstum in den Räumen Zürich und Genfersee ausfallen, sagt das Bundesamt für Statistik voraus.

Die starke Alterung dürfte indes als Wachstums-Bremse wirken, heisst es in den am Dienstag vorgestellten neuen Szenarien des BFS zur Bevölkerungsentwicklung in den Schweizer Kantonen. Insgesamt dürfte die Wohnbevölkerung der Schweiz gemäss dem mittleren (Referenz-) Szenario in den nächsten 25 Jahren um 12,5 Prozent wachsen – von derzeit 7,8 auf 8,8 Millionen Menschen.

Die Kantone im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum werden zwischen 2010 und 2035 einen Bevölkerungszuwachs von über 15 Prozent verzeichnen. Das stärkste Wachstum, um mehr als 20 Prozent, erwartet das BFS in den Kantonen Waadt und Freiburg.

Um 15 bis 20 Prozent dürfte die Bevölkerung der Kantone Zürich, Luzern, Obwalden, Aargau, Thurgau und Genf wachsen – hier werden vor allem Personen aus anderen Kantonen zuwandern.

Demgegenüber werden die Kantone Bern, Uri, Schaffhausen, Graubünden Basel-Stadt, Jura und Neuenburg Zuwachsraten von höchstens 5 Prozent verbuchen. Dies vor allem weil von hier viele Menschen in andere Kantone umziehen werden.

Rasche Alterung

Die Kantone Freiburg, Wallis, Nidwalden, Schwyz und Zug, die in den letzten 25 Jahren das höchste Bevölkerungswachstum in der Schweiz registrierten (mit Zunahmen um 30 bis 45 Prozent), werden allerdings in den nächsten 25 Jahren weniger stark zulegen.

Hauptgrund für das abflauende Bevölkerungswachstum wird die Alterung der Bevölkerung sein. Weil die Babyboomer-Jahrgänge zunehmend ins Rentneralter kommen, wird die Zahl der Personen über 65 Jahre in der Schweiz stark zunehmen – dies in allen Kantonen.

Jeder vierte ein Rentner

In Obwalden, Freiburg, Nidwalden, Aargau, Schwyz und Thurgau wird sich die Zahl der betagten Personen etwa verdoppeln. Damit steigt auch die Zahl der Todesfälle. Sie dürfte bis 2035 in allen Kantonen jene der Geburten übertreffen.

Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung wird von heute 17 Prozent auf über 26 Prozent im Jahr 2035 steigen. Über 30 Prozent Rentner wird es dann in Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen und Tessin geben.

Unter dem gesamtschweizerischen Schnitt liegen Zürich, Freiburg, Basel Stadt, Waadt und Genf. In diesen Ballungsgebieten wird die Zuwanderung die demographische Alterung etwas abschwächen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • C. Rauchli am 29.03.2011 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wachstum

    In der Schweiz gibt es nur Wachstum dank immer mehr Personen. Rechnet man den Wachstum auf die Anzahl Einwohner aus ist er seit langem Rückläufig!!!

  • Bruno Hochuli am 30.03.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Der Absturz ist vorprogramiert

    Es wird nicht mehr lange Dauern, so werden wir diesen Wachstumswahn verwünschen. Es wird uns viel mehr Kosten bringen als wir bisher eingenommen haben.

  • René Kälin am 29.03.2011 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Beton soweit das Auge reicht

    Und wir freuen uns! Die Schweiz wird langfristig mit Unterstützung der linken und Mitteparteien zubetoniert. Um unverbaute Landschaft zu geniessen werden wir ins Ausland reisen müssen. Aber solange nur immer mehr Geld in die Schweiz fliesst, ist diese Entwicklung anscheinend gut.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lina M. am 30.03.2011 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuu Freude herrscht!!

    Es ist ja nicht schon jetzt viel zu eng!? Hauptsache noch mehr ausländische Spitzenkräfte holen, die dann in neue luxuriöse Wohnungen in der Agglo ziehen, welche auf umgezonten Bauland gebaut wurden (vorher noch Kulturland, auf dem Nahrung produziert wurde!!). Was wenn wir mal keine Lebensmittel mehr importieren können? Auf Beton lassen sich bestimmt gut Kartoffeln und Weizen anbauen!!

    • dixi am 31.03.2011 09:43 Report Diesen Beitrag melden

      Umgekehrt

      Und umgekehrt brauchen wir das Geld, welches mit diesen Spitzenkräften erwirtschaftet wird. Denn mit Weizen lässt sich bestimmt gut Geld verdienen

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  • Bruno Hochuli am 30.03.2011 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Der Absturz ist vorprogramiert

    Es wird nicht mehr lange Dauern, so werden wir diesen Wachstumswahn verwünschen. Es wird uns viel mehr Kosten bringen als wir bisher eingenommen haben.

  • Monique am 30.03.2011 03:14 Report Diesen Beitrag melden

    Die unvermeidlichen Folgen

    Jeden Tag eine Hiobsbotschaft und/oder falsche Statistiken. Diese Meldung tönt als ob Gründe dafür geben, uns zu freuen. Wir haben Arbeitslosigkeit und es ist egal, ob weniger oder mehr als andere Länder. Die Mieten, die Lebenskosten, die KK-Prämien steigen, die letzten jedes Jahr. Wann kappiert man endlich , dass es so nicht mehr weiter geht? Die Schweiz ist ein kleines Land, zudem gehören die meisten Migranten einer total fremden Kultur. Man soll daran denken, dass wie die Geschichte gezeigt hat, Armut und viele Menschen auf einem Fleck unvermeidlich soziale Unruhen zur Folge haben.

    • Hans S. am 30.03.2011 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      Unsinn

      Total fremden Kultur ??? 86,3% der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung der Schweiz besitzen die Staatsangehörigkeit eines europäischen Staate, wobei die meisten aus den EU27/EFTA-Staaten stammen. Also bitte erzählen Sie keinen Unsinvon total fremden Kulturen !

    • dixi am 30.03.2011 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      man kann nicht alles haben

      Man könnte versuchen das Bevölkerungswachstum zu bremsen/stoppen. Aber bist du dir bewusst was das für unseren Wohlstand bedeutet? Fehlende billige Arbeiter -fehlendes hochqualifiziertes Personal - Unternehmen werden wegziehen, und sehr viel Steuereinnahmen gehen flöten - Überalterung, was zu steigenden Gesundheitskosten führt. Die KK wird nicht wegen den Zuwanderer teurer, eher umgekehrt - usw.... Und die totale Übertreibung von wegen Armut und viele Leute auf einem Fleck...ist doch eher lächerlich, wird wohl nie und nimmer für die Schweiz zutreffen.

    • primo am 31.03.2011 10:41 Report Diesen Beitrag melden

      An dixi

      Die Frage ist doch was bedeutet Wohlstand! Das man sich alles Leisten kann zum Preis von überfühlten Strassen ,Pärke, Züge,verbauter Natur. Diese Frage kann sich jeder mal selber stellen.Ich perönnlich hätte nicht,s dagegen wenn sich die Welt etwas langsamer drehen würde.Es ging uns ja vor 20 jahren auch schon nicht schlecht.

    • dixi am 01.04.2011 02:18 Report Diesen Beitrag melden

      schon ok...

      aber leider dreht sich die Welt nicht um die Schweiz.

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  • Michael Palomino (*1964) am 29.03.2011 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetz für Einwohner pro km2 fehlt

    Es fragt sich, wie weit eine Einwanderungspolitik gehen darf. Vielleicht fehlt ein Gesetz, das die maximalen Einwohner pro km2 vorschreibt.

    • Wenzin am 30.03.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht VIELLEICHT

      Es FEHLT ganz einfach.

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  • stinkbock am 29.03.2011 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    das wandern ist des walsers lust

    hallo ihr da drausen, wir haben noch massig platz. zb. safiental, calancatal, bergel usw. aber wenn ich es mir recht überlege, bleibt dort wo ihr seid dann habe ich hier meine ruh.