Kanton Freiburg

18. Februar 2011 13:57; Akt: 18.02.2011 13:57 Print

Umweltsünden kommen teuer zu stehen

Die Sanierung der Deponie La Pila bei Freiburg, wo vor Jahren Industrieabfälle unsachgemäss entsorgt wurden, könnte 250 Millionen Franken kosten.

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Das schätzt das Ingenieurbüro CSD, das mit der Ausarbeitung des Sanierungsprojekts beauftragt war. Das Projekt sieht einen vollständigen Aushub der ehemaligen Deponie vor, wie der Kanton Freiburg am Freitag mitteilte. Je nach Belastung ist demnach eine unterschiedliche Entsorgung des Aushubmaterials vorgesehen, etwa die Verbrennung in Öfen für Sonderabfälle oder die Ablagerung in einer Deponie.

In den kommenden Monaten werden die Behörden das Sanierungsprojekt vertieft prüfen. Bereits in diesem Jahr dürften die Massnahmen zur Vorbereitung der Sanierung in Angriff genommen werden, wie der Kanton weiter schreibt. Damit soll die Belastung der Saane mit PCB-Rückständen schon vor der allgemeinen Sanierung der Deponie deutlich reduziert werden.

Die Massnahmen beinhalten das Auffangen der Grundwasserzuflüsse oberhalb der Deponie sowie die Errichtung einer Spundwand zwischen der Deponie und der Saane. Ausserdem sieht der Kanton den Bau von Filterbrunnen und die Behandlung des gefassten Wassers vor sowie die Sanierung des Saaneufers und -betts in der Nähe der Deponie. Die Kosten für diese Arbeiten werden auf 6 Millionen Franken geschätzt.

(sda)