Doppelinitiative

26. März 2019 09:50; Akt: 26.03.2019 11:46 Print

«Der Natur in der Schweiz geht es schlecht»

Zum Schutz wichtiger Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten haben Umweltverbände eine Doppelinitiative ins Leben gerufen. Nun müssen Unterschriften gesammelt werden.

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Lebensräume von Tieren und Pflanzen schützen und die Verbauung der Landschaft verhindern: Das ist das Ziel zweier Volksinitiativen, die Umweltverbände am Dienstag lanciert haben. Die Verbände sprechen von einer Doppelinitiative.

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Muss die Schweiz mehr für den Naturschutz und die Biodiversität tun?

Der Natur in der Schweiz gehe es schlecht, schreiben die Initianten in einer Mitteilung. Wichtige Lebensräume drohten zu verarmen oder zu verschwinden, und mit ihnen Tier- und Pflanzenarten. Auf politischer Ebene herrsche trotz des alarmierenden Zustands der Biodiversität Stillstand, Landschaften würden zubetoniert.

Das wollen Pro Natura, BirdLife Schweiz, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz nicht länger hinnehmen. Gemeinsam lancieren sie zwei Volksbegehren: die Initiative Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft (Biodiversitätsinitiative) und die Initiative Gegen die Verbauung unserer Landschaft (Landschaftsinitiative).

Zeit bis September 2020

Die Biodiversitätsinitiative verlangt, dass der Bund und die Kantone die zur Sicherung und Stärkung der Biodiversität erforderlichen Flächen, Mittel und Instrumente zur Verfügung stellen. Für erhebliche Eingriffe in Schutzobjekte des Bundes sollen überwiegende Interessen von gesamtschweizerischer Bedeutung vorliegen müssen.

Die Landschaftsinitiative zielt auf das Bauen ausserhalb der Bauzone ab. Dazu sollen klare Vorschriften in der Verfassung verankert werden. So wollen die Initianten sicherstellen, dass der Schutz der Landschaft nicht beliebig aufgeweicht werden kann. Die vom Bundesrat geplanten Regeln zum Bauen ausserhalb der Bauzonen gehen den Initianten nicht weit genug.

Die Initianten haben bis zum 26. September 2020 Zeit, für die Initiativen je 100'000 Unterschriften zu sammeln. Die Frist ist am Dienstag im Bundesblatt veröffentlicht worden.

(kat/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nick am 26.03.2019 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht nicht auf

    Eigentlich gut aber die gleichen grünen Institutionen setzen sich meistens auch für eine verstärkte Zuwanderung ein. Geht mir nicht auf.

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  • Beat am 26.03.2019 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu spät

    Was soll das? Völlig unnötig. das Volk will. dass alles zu betoniert wird. Sehen sie sich das Wahlergebnis von Zürich an, die Grünen gewinnen, das ist diejenige Partei, die vorgibt die Natur zu schützen, andererseits am liebsten die halbe Erdbevölkerung hier ansiedeln möchte. Und ein grosser Teil der ansässigen Bevölkerung geht diesen Leuten auf den Leim. Für mich ist es bereits zu spät, auch weil die anderen Parteien ebenso, nichts unternehmen den Landverschleiss einzudämmen.

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  • Sandro am 26.03.2019 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlùssig

    Richtig finde ich sehr gut.Bin nicht Grün und auch gegen das neue Waffengesetz etc aber die Natur muss man erhalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sebi Klausner am 27.03.2019 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blühen

    Wenn überall blühende Pflanzen wären wo jetzt Steingärten und Bambuspflanzen wachsen, hätte schon ein umdenken eingesetzt. Kein Gift in den Hausgärten und keine Laubbläser. Ich denke jeder kann etwas dafür tun. Immer der Zuwanderung die Schuld zu geben ist bequem.

  • Hs am 27.03.2019 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hatten wir schon

    Über das zubetonieren der Landschaft haben wird doch erst kürzlich abgestimmt. Also was soll das? Denken sie im Schlepptau der Grünphase kommt es anders raus? Ein hinterhältiges Päckli.

  • Andrea am 27.03.2019 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Der Fall ist klar

    Extreme Zuwanderung und Naturschutz geht nicht Hand in Hand. Und das wissen die Politiker ganz genau. Es geht nur um unser Geld das rege umverteilt werden soll.

  • Thomas am 27.03.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    ...?

    So lange man Europa überbevölkert, indem man andere Kontinente leer räumt, will ich nichts in diese Richtung hören! Es geht nur darum an unser Geld zu kommen. Für Mensch, Tier und Natur interessiert sich keiner von diesen Politikern. Erst wenn die Völker aufhören sich für dumm verkaufen zu lassen, wird sich etwas ins Positive verändern.

    • H.P. Locher am 27.03.2019 09:53 Report Diesen Beitrag melden

      Deagel com

      Das mit der Überbevölkerung soll laut Prognosen bald definitiv kein Gesprächsstoff mehr sein. Auch in der Schweiz soll sich die Bevölkerung innerhalb der nächsten 7 Jahren halbieren.

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  • klausi am 27.03.2019 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bla bla

    Betoniert endlich alles zu. Es nervt die unendlichen Diskussionen, jeder mit jedem Senf. Einmal alles zu betoniert, keine Diskussionen mehr. Höhen Beschränkung beim Bau aufheben. Der Text ist genauso Sinnlos wie diese Diskussionen.