20. Dezember 2007 23:30; Akt: 21.12.2007 09:01 Print

Unmut über deutsche Professoren

Bei vielen Studenten an Schweizer Hochschulen wächst der Unmut über deutsche Professoren. Sie seien arrogant und würden ihre Landsleute bevorzugen.

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Am ausgeprägtesten ist das Phänomen an der grössten Universität des Landes, in Zürich: «Wir erreichen die Grenze des Erträglichen», so der Präsident des Studierendenrats, Stefan Fischer, zum «Tages-Anzeiger». Es komme immer wieder vor, dass sich Studierende arrogant behandelt fühlen. Zudem würden ausländische Professoren oft ihr Nachwuchsnetz mitnehmen, so Fischer. «Das verbaut vielen Zürcher Studierenden den Weg nach oben und demotiviert sie, überhaupt erst eine wissenschaftliche Karriere zu beginnen.»

Auch in Basel sind laut Marco Haller, Co-Präsident der Studentischen Körperschaft, deutsche Professoren ein Thema. Ihn stört es vor allem, dass das Thema Einstellung von Professoren nicht öffentlich diskutiert werde.

Ganz anders an der HSG in St. Gallen: «Die internationale Lehre ist gewollt und wird von den Studenten nicht kristiert», sagt der Studentenschafts-Präsident Alexander Burtscher. Auch in Bern ist man von den Vorteilen überzeugt: «Deutsche Profs verhelfen Schweizern oft auch zu Stellen an ausländischen Unis», so Samuel Durrer, Vorstandsmitglied der StudentInnenschaft.

nm/cde