30. Juli 2017 12:10; Akt: 31.07.2017 01:20 Print

Unwetter versauten der Südschweiz den Samstag

Heftige Unwetter haben am Samstag an einzelnen Orten für Probleme gesorgt. Ein Zeltlager musste geräumt werden. Auch heute könnte es wieder Gewittern.

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In Engelberg waren nach einem heftigen Gewitter Bäche angeschwollen, welche zum Teil viel Geschiebe mit sich führten. In der Folge musste ein Zeltlager seinen Platz räumen. Personen seien keine zu Schaden gekommen, teilte der Gemeindeführungsstab in der Nacht auf Sonntag mit.

Die Teilnehmer des Zeltlagers aus dem Kanton Schwyz hätten vorübergehend bei einer Bauernfamilie Unterschlupf gefunden, teilte der Führungsstab mit. Die Eltern seien noch am Abend durch die Lagerleitung orientiert worden. Sie hätten ihre Kinder unverletzt in Engelberg abholen können.

Freilichtspiel «Winnetou» abgesagt

Vom Unwetter betroffen gewesen sei auch das «Winnetou» Freilichtspiel. Zur Wahrung der Sicherheit der Besucher und Mitwirkenden und weil die Naturbühne nicht bespielbar war, habe die Aufführung nicht stattfinden können.

Andernorts in der Innerschweiz regnete es in der Nacht auf Sonntag aber kaum, wie Felix Blumer von SRF Meteo auf Anfrage sagte. Für das Unwetter in Engelberg sei eine extrem lokale Gewitterzelle verantwortlich gewesen.


Zu viel Regen für den Rasen

Viel Regen gab es allerdings im Tessin und in Graubünden. Nach Angaben von SRF Meteo fielen in Lugano TI innert kürzester Zeit 34 Millimeter Regen. Das war zu viel für den Rasen im Fussballstadion: Das Super Leage-Spiel zwischen Lugano und St. Gallen musste abgebrochen werden.

Auch sonst habe es im südlichen Tessin grosse Regenmengen gegeben. In Stabio bei Chiasso wurden 27,5 Millimeter Regen gemessen.

Mehrere Rüfenniedergänge in Graubünden

Am Flüelapass führte der heftige Regen zu einem Erdrutsch - die Passstrasse musste gesperrt werden. 36,7 Millimeter Regen fielen in Susch, auf der Engadiner Seite des Passes, wie es in der Mitteilung von SRF Meteo heisst.

Auch im Bergell kam es zu Verkehrsbehinderungen wegen heftiger Gewitter. Dort wurden laut SRF Meteo 22,6 Millimeter Regen verzeichnet. Allerdings müsse aufgrund der Schäden davon ausgegangen werden, dass lokal noch deutlich grössere Regenmengen niedergingen.

Gemäss der Kantonspolizei Graubünden kam es aufgrund der starken Regenfälle zu mehreren Rüfenniedergängen (siehe Bildstrecke). Mehrere Personen mussten evakuiert werden. Eine Frau wurde von einem herabstürzenden Stein verletzt: Auf der Fahrt vom Flüelapass in Richtung Engadin wurde die Soziusfahrerin eines Motorradfahrers vom Stein an der Schulter getroffen.

Der 1. August wird heiss

Auch heute Sonntag könnte es stellenweise heftige Gewitter geben: Gemäss der Prognose von Meteonews.ch drohen erst im Jura und dann in den Alpen Gewitter.

Morgen Montag und am Nationalfeiertag am Dienstag wird es dagegen hochsommerlich heiss mit Temepraturen bis 34 Grad. Das Gewitterrisiko ist gering.

(zum/sda)