Friedensförderung

25. April 2014 06:55; Akt: 25.04.2014 13:26 Print

VBS finanziert Nordkoreas Kaderausbildung

Kim Jong-un soll schon in Bern studiert haben. Doch die Beziehung geht tiefer: Seit 2011 unterstützt das VBS die Ausbildung seines nordkoreanischen Armee-Kaders.

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Nordkoreanische Militärs werden in der Schweiz ausgebildet dafür bezahlt das VBS 150'000 Franken im Jahr. (Bild: Keystone/AP/Choi Jae-koo)

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Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) fördert jährlich zwei Offiziere der nordkoreanischen Armee: Sie erhalten eine Weiterbildung und halten sich für ein Jahr in Genf auf. Die Ausbildungskosten trägt zu einem Teil der Schweizer Staat:150'000 Franken investiert das VBS in die Zukunft des Staates Nordkorea.

Der Chef der VBS-Sicherheitspolitik, Christian Catrina, verteidigt das Förderprogramm gegenüber SRF. Man versuche durch dieses Programm den Armeeangehörigen einen anderen Blickwinkel zu vernitteln, um damit die Öffnung des Landes zu fördern. «Das ist ein Beitrag. Wir erwarten nicht, dass damit gleich die Revolution nach Nordkorea exportiert wird», so Catrina.

Friedensförderung «etwas naiv»

Das Förderprogramm steht aber bereits in der Kritik. Der Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats, Thomas Hurter, hält den Bund für inkonsequent. Während nordkoreanische Militärkader Unterstützung erhalten, werden etwa Bergführerkurse für russische Soldaten wegen der Ukraine-Krise ersatzlos gestrichen.

Zusätzlich hält Hurter die Vorstellung, dass dadurch der Frieden gefördert werde, für «etwas naiv». Ein Gesinnungswechsel in solchen Regimes sei auf diese Weise kaum herbeizuführen.

(hae)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • franz am 25.04.2014 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    neutrale Schweiz?

    es ist eine Schande, dass mit Steuergeldern die Ausbildung von Unterdrückern eines der schlimmsten Diktatoren dieser Welt bezahlt wird. Was Kim´s Ausbildung in der Schweiz gebracht hat, sieht man ja an seinem Verhalten.

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  • Peter Müller am 25.04.2014 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ich gehe...

    Ich gehen davon aus das dies ein Witz ist...

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  • Thomas v.Erlach am 25.04.2014 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    1. April?

    Der 1. April ist doch vorbei - oder?

Die neusten Leser-Kommentare

  • M. F. am 26.04.2014 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Blochers Reise

    Jetzt ist auch klar was Blocher auf seiner angeblich "privaten" Reise in Nordkorea getan hat. Einfach unglaublich, dass die Schweiz einem Land Militärische Unterstützung bietet, welches die eigene Bevölkerung verhungern und erschiessen lässt. Und noch schlimmer, man ist auch noch gleichzeitig in der entmilitarisierten Zone präsent. Das VBS muss endlich in andere Hände als die der SVP. Seit diese am Ruder ist, ist das Departement nur noch ein widersprüchlicher Geldvernichter der Sonderklasse und Spielplatz für Reduitfans des zweiten Weltkriegs.

  • Geht gar nicht am 26.04.2014 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!

    Es ist eine absolute Frechheit mit unseren Steuergeldern sowas zu finanzieren!!!! Einfach unglaublich!!!

  • Mich ael am 26.04.2014 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig verfehlte Überschrift!

    Der Titel dieses Beitrages und der Satz darunter sind vollkommen verfehlt und schlicht falsch! Die Schweiz finanziert nicht die Kaderausbildung Nordkoreas! Das solche Verfehlungen bewusst zugunsten von Aufmerksamkeit herbeigeführt werden, zeugt von schlechtem Geschmack! Die Schweiz gibt pro Jahr lediglich 150'000 Franken für die Bildung von Nordkoreanischen Kadern in der Schweiz aus! Wenn man bedenkt dass die Ausbildung eines einzigen Schweizer Leutnants schon 100'000 sFr. kostet ist das nichts! Es wird eine Zeit nach dem Kim-Regime kommen, deshalb ist Bildung von Nordkoreanern nicht falsch!

  • Schälleursli am 26.04.2014 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Was jetzt?

    Obama bezeichnet Nordkorea als Schurkenstaat, BR Maurer findet solche "Kurse" als sinnvoll, einer von beiden erzählt einen völligen Quatsch!

    • TOCA am 26.04.2014 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nord Korea ist nichts weiter als ein Schurkensataa

      Schälleursli ich vermute, dass dem Schweizerischen rechten Gesindel die brutale Vorgehensweise des Oberschurken Kim Jong Eindruck erweckt hat und dass sie sich dabei Ergözen können. Obama hat natürlich recht, denn wie soll man ein Regime bezeichnen die den geringsten Wiederspruch auf Brutalste Art und Weisse ahndet. Eltern zwingt die eigenen Kinder zu ertränken. Nord Korea ist ein Schurkenstaat.

    • Mich ael am 26.04.2014 18:32 Report Diesen Beitrag melden

      Na und?

      Nordkorea mag ein Schurkenstaat sein, aber ist es deswegen schon falsch mit seinen Offizieren zusammenzuarbeiten? Wenn man bedenkt dass Kim abtrünnige Offiziere angeblich mit dem Flammenwerfer hinrichten lässt, zeigt es uns doch wie sehr der Schurke von dieser Kaste Angst hat!

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  • C.S. am 26.04.2014 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    "Einfach irre und absurd!"

    An dieser irren "Heldentat" gibt es gar nichts zu beschönigen. Sie ist das Spiegelbild unserer gegenwärtigen lobbygesteuerten Regierung und bedarf keines weiteren Kommentars oder fadenscheiniger Erklärungen! "Einfach irre und absurd!"