Gemeinsames Sorgerecht

14. Februar 2011 22:01; Akt: 15.02.2011 00:02 Print

Väter ärgern sich über Sommaruga

Schweizer Männer- und Väterorganisationen stören sich daran, dass Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Gesetzesrevision zum gemeinsamen Sorgerecht zurückgezogen hat.

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Männerorganisationen wehren sich dagegen, dass die Einführung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts aufgeschoben wird. Mit einer Mahnwache vor dem Bundeshaus haben sie am Montagabend auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.

Sauer stösst dem Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen sowie der Schweizerischen Vereinigung für Gemeinsame Elternschaft auf, dass Bundesrätin Simonetta Sommaruga die bereits aufgegleiste Gesetzesrevision zurückgezogen hat.

Mitte Januar hatte sie angekündigt, in der Vorlage neben der gemeinsamen elterliche Sorge auch unterhaltsrechtliche Fragen neu regeln zu wollen. Ziel sei es, die Situation jenes Elternteils zu verbessern, der trotz gemeinsamer elterlicher Sorge das Kind hauptsächlich betreut, begründete ihr Departement den Entscheid.

Nach geltendem Recht tragen diese Personen den Fehlbetrag, wenn die gemeinsamen Mittel der Eltern nicht ausreichen, um zwei Haushalte zu finanzieren. De facto sind dies heute vor allem die ledigen und geschiedenen Mütter.

«Angriff auf Existenzminimum»

Mit ihrem Vorgehen erreiche Sommaruga nichts als weitere Verzögerung und Polarisierung, schreiben die beiden Organisationen in einem am Montag veröffentlichten offenen Brief an die Justizministerin. Diese vermische zwei separate Fragen und blase «zum Angriff auf das Existenzminimum» der Männer.

Damit sei die Grenze ihrer Verhandlungsbereitschaft erreicht, schreiben die Organisatoren. Gleichzeitig äussern sie Verständnis dafür, «dass der Gang zum Sozialamt auch für geschiedene Frauen schwierig ist».

In dem Brief ersuchen die Männerorganisationen Sommaruga um ein klärendes Gespräch. Die Justizministerin reagierte umgehend, suchte die Teilnehmer der Mahnwache vor dem Bundeshaus auf und machte ihnen ein Gesprächsangebot.

Sommaruga sucht den Dialog

Sommaruga lud die beiden Organisationen für kommenden April ein, an einem Runden Tisch teilzunehmen. Neben den Väter- sind auch die Mütter- und Familienorganisationen eingeladen.

Es sei nicht sinnvoll, das Gespräch bereits diese Woche zu führen, da die Eckwerte für die Lösung der unterhaltsrechtlichen Fragen noch nicht ausgearbeitet seien. Bei dem Dialog müssten diese Elemente aber auf dem Tisch liegen, sagte Sommaruga.

Es sei nie ihre Absicht gewesen, die Einführung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts zu verzögern. Ihr Ziel sei es, die elterliche Verantwortung zu stärken. Im Zentrum der Vorlage müsse das Kindswohl stehen. Zu einer solchen Lösung müssten sowohl die Mütter als auch die Väter beitragen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peschä am 14.02.2011 22:26 Report Diesen Beitrag melden

    Politik am Volk vorbei

    Frau Sommaruga politisiert massiv am Volkswillen vorbei. Verschleppung der Sorgerechtsregelungen, Geldgeschenke an auszuschaffende Nigerianer und deren Heimatland, weithgehende Missachtung des Volkswillens bezüglich der klar abgelehnten Waffeninitiative,... Der BR ist nicht der richtige Ort für hemmungslose Parteipolitik. Wenn ein SVP BR sich so verhalten würde, wäre der Aufschrei der anderen Parteien riesig. Mein Vorschlag: BR Sommaruga zurück in den Ständerat (oder ans Klavier) und dafür Amstutz in den BR.

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  • Robby212 am 15.02.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Gleichberechtigung?

    Natürlich will das Frau Sommaruga verhindern. Ihr feministisches Gedankengut lässt wahre Gleichberechtigung nicht zu. Siehe AHV, Wehrpflicht, BVG, Sorgerechtssprechung etc.

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  • Roman David am 15.02.2011 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    ..warum heiratet Ihr Männer noch und ZEUG KINDER..

    Es ist mir schleierhaft, dass bei so massiv vielen traurigen Beispielen jeder Heteromann noch immer das Gefühl hat, er würde ein grossartiger Frauenversteher sein, und dass ihm, bei 60% Scheidungsrate, nie eine Scheidung passieren würde. Nehmt doch endlich den "Gummi" wie wir Homos und verlässt Euch nicht auf Pillen (ist eh kein Schutz vor HIV) und Versprechungen der Frau, sie immer zu nehmen, gespielte Zugeständisse und Kinderwunschgejammer. Mit "Gummi" hat man Sex aber das finanzielle Disaster bleibt aus. Zeugungsverweigerung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lady am 15.02.2011 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Feindbild

    Es ist sehr einfach sich jemand vorzuknöpfen und ihn als Feindbild zu idealisieren. Jemandem die Schuld für Missstände zu geben ist sehr einfach. Selber konstruktiv zu einer Lösung beizutragen scheint wohl für die meisten zu schwer zu sein...

    • sdh am 16.02.2011 09:01 Report Diesen Beitrag melden

      von wem sprichst du?

      sprichst du von sommaruga oder von der vaterorganisation? erkläre mir, wie man mit behörden konstruktiv reden kann, wenn sie lösungen aufschieben und nicht zuhören? schäme dich, unter "lady" stelle ich mir was anderes vor

    • Robby212 am 16.02.2011 09:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Lady

      Ich glaube die Männerorganisationen haben schon sehr viele Lösungsansätze gebracht... Der Widerstand ist nachweislich bei den FeministinInnen zu suchen...

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  • Wenzin am 15.02.2011 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Sie sollen sich nicht ärgern

    sondern ihren Rauswurf fordern. Diese Frau nützt der Schweiz nichts, sie schadet ihr nur.

  • Robby212 am 15.02.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Gleichberechtigung?

    Natürlich will das Frau Sommaruga verhindern. Ihr feministisches Gedankengut lässt wahre Gleichberechtigung nicht zu. Siehe AHV, Wehrpflicht, BVG, Sorgerechtssprechung etc.

    • Andreas am 16.02.2011 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      Gleichberechtigung? Hah...

      Nicht vergessen Ritalin für aufmüpfige Kinder gegenüber Lehrerinnen, in der Regel Buben. Früher im "Patriarchat" wurden Frauen in Psychiatriekliniken mittels Medikamenten gefügig gemacht, heute macht man das mit Kindern.

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  • Fritz Gmür, E am 15.02.2011 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlbesetzung BR Sommaruga

    Frau BR Sommaruga ist eine Fehlbesetzung und muss so schnell wie nur möglich ersetzt werden. Es muss nicht wieder eine Frau sein, die sich austoben will. Mann wacht auf, geht an die Spritze und löscht den Brand rechtzeitig.

  • Peter Stutz, E. am 15.02.2011 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das faule Ei um Bundesrat

    Im Bundesrat agiert offenbar ein faules Ei, das schnellstens ersetzt werden muss. Dieses Ei hat offensichtlich kein Demokratie-Verständnis, sondern will im Alleingang den Hirsch der Nation spielen. Wahltag ist Zahltag. Zum Glück. Dann ist die Abwahl zwingend und Ersatz ist gesucht. Dabei muss es nicht unbedingt wieder eine Frau sein.