Umstrittenes Gesetz

10. Februar 2019 12:27; Akt: 10.02.2019 13:24 Print

Genfer Beamte müssen das Kopftuch ablegen

Verbot religöser Symbole für Beamte und Politiker: Die Genfer sagen mit 55 Prozent Ja zum Gesetz zum umstrittenen Laizismus-Gesetz.

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In Genf dürfen Staatsangestellte und Politiker künftig keine Zeichen der Religionszugehörigkeit wie zum Beispiel Kopftücher mehr tragen. Die Genferinnen und Genfer haben nach Teilergebnissen ein neues Gesetz zur Trennung von Staat und Kirche angenommen.

Gemäss den vorläufigen Resultaten basierend auf 95 Prozent der ausgezählten Stimmzettel billigten 55,56 Prozent der Abstimmenden das sogenante Laizitätsgesetz.

Darin wird der Grundsatz der Neutralität des Staates in religiösen Fragen bekräftigt. Weiter verbietet das neue Gesetz, ausser in Ausnahmefällen, religiöse Kundgebungen im öffentlichen Raum. Auch die Stellung der Kirchen in finanziellen Fragen wird verbessert.

«Was soll ich den Eltern sagen?»

Kritiker halten das Gesetz für islamfeindlich. Entsprechend emotional war der Abstimmungskampf. «Würde das Gesetz angenommen, wäre ich gezwungen, fünf Frauen zu entlassen», sagte Carole-Anne Kast aus Onex vor wenigen Tagen zu «Swissinfo». Es handle sich um Frauen, die sich nach dem Unterricht um die Schüler kümmern. «Was soll ich den Eltern sagen?»

Gegen die Gesetzesrevision hatten linke Parteien, Gewerkschaften feministische und muslimische Verbände das Referendum ergriffen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mrs.X am 10.02.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Kreuz

    es werden auch Kreuze in Klassenzimmer verboten...das Kopftuch gehört nunmal nicht hierher....wir leben hier in der Schweiz und nicht in der Türkei oder sonst einem islamischen Land und das gilt es zu respektieren!

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  • karin am 10.02.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Religion ist persönlich

    Richtig so, bin froh. Religion gehört in die eigenen vier Wände und nicht an die Öffentlichkeit. Nur Fanatiker werden damit Probleme haben.

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  • christophs am 10.02.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte auch auf CH Level

    Bravo schade nur in Genf

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Die neusten Leser-Kommentare

  • RICO T am 11.02.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtige Feministinnen

    Feministinnen kämpfen in der Schweiz für das Kopftuch als Zeichen von Weltoffenheit und Emanzipation. Feministinnen im Iran kämpfen um das Kopftuch, damit sie es nicht mehr tragen müssen und gleichberechtigt Leben dürfen.

  • Captain Hindsight am 11.02.2019 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso heisst der Tittel nicht...

    ... Genver Beamte müssen die Kreuze ablegen?

  • Master Chief am 11.02.2019 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig so

    der nächste schritt wäre dann alles nur noch in den 4 landessprachen anzubieten. wer hier lebt soll mindestens eine sprache beherschen. wie im rest der welt wo man sich dem land anpassen muss und nicht umgekehrt.

  • Scilla am 11.02.2019 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrte Welt

    Wisst ihr was mir stinkt an der Sache? Wir Frauen haben so lange gekämpft um das anzuziehen was wir wollen, ob Hosen, Minirock oder Bikini, wir haben dafür gekämpft und vermeintlich gewonnen. Und jetzt? Verbieten wir wieder Frauen, das anzuziehen was sie wollen. Hatt einer einen Wind gelassen? Denn es stinkt zum Himmel!

  • KALLY am 11.02.2019 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit einer Tätowierung

    Was ist mit den Menschen die sich Religiöse Bilder tätowiert haben?Ein Tatoo ist nicht so einfach zu entfernen wie eine Halskette oder ein Kopftuch.