Spielbankenkommission

25. April 2019 02:42; Akt: 25.04.2019 06:07 Print

Vier Schweizer Internet-Casinos stehen vor Start

Die Casinos von Baden, Davos, Luzern und Pfäffikon SZ haben ihre Online-Gesuche eingereicht. Zwei weitere Bewerber müssen nachbessern.

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In der Schweiz stehen die ersten vier Internet-Casinos vor dem Start: Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) hat entsprechende Gesuche der Casinos von Baden AG, Davos GR, Luzern und Pfäffikon SZ publik gemacht. Diese können frühestens im Juli online gehen.

Die Gesuche veröffentlichte die Aufsichtsbehörde am Mittwoch im Bundesblatt. Die Spielbanken wollen von den seit Anfang Jahr geltenden neuen rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen und ihre Konzessionen erweitern, um Glücksspiele künftig auch im Internet durchführen zu können. So dürfen sie beispielsweise Roulette oder Poker online anbieten.

Bern und Neuenburg mit Verzögerung

Die ersten Schweizer Casinos dürfen grundsätzlich ab dem 1. Juli online gehen. Zuvor müssen sie ihre Spiele zertifizieren und genehmigen lassen. Schliesslich entscheidet der Bundesrat über die Konzessionsgesuche.

Die Casinos Bern und Neuenburg wollen laut früheren Angaben ebenfalls im Internet-Glücksspielmarkt mitspielen. Die beiden Spielbanken mit derselben Muttergesellschaft müssen ihre Gesuche jedoch formal-juristisch nachbessern, wie Tamedia-Zeitungen am Donnerstag unter Berufung auf einen Firmensprecher berichteten. Die beiden Spielbanken sind damit in der ersten Konzessionsrunde wohl nicht dabei. Deren geplanter Start im Online-Markt soll sich damit um mehrere Wochen verzögern.

Das Schweizer Stimmvolk hatte im Juni 2018 Ja zum neuen Spielbankengesetz gesagt. Damit können Schweizer Casinos ihre Spiele unter bestimmten Voraussetzungen auch online anbieten. Notwendig ist dazu eine Konzessionserweiterung. Rund um die Internet-Casinos treten am 1. Juli rechtliche Grundlagen für umstrittene sogenannte Netzsperren in Kraft. Die ESBK und die Lotteriekommission Comlot können Internetanbieter anweisen, den Zugang zu nicht konzessionierten Casino- und Wettseiten etwa im Ausland zu sperren.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guten Morgen! am 25.04.2019 04:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wie die Schweiz funktioniert

    Ah ja, bei der Abstimmung ging es in erster Linie darum, dem Glücksspiel ausserhalb der Schweiz ein Ende zu setzen, damit man dann mit lokalen Casinos analog zu Swisslos viel Kohle machen kann. Anders formuliert: Protektionismus in Reinform. Die ausländische Konkurrenz abwürgen und dann die Spielsüchtigen trotzdem schröpfen.

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  • Jake am 25.04.2019 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abstimmung

    Soviel zum Thema Süchtige schützen. Es gieng wohl eher darum, selber fett abzusahnen

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  • P.Flores am 25.04.2019 05:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn im Ausland

    Wieviel gibt man in der Schweiz ab wenn man in einem ausländischem Online Casino gwinnt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gegen die ausländischen Glückspiele am 25.04.2019 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie war das, mit der Abstimmung

    Die ausländischen Internet Casinos wurden gesperrt, weil man in die Schuldenfalle tappen könnte. Aber der eidgenössische Markt gleicht alles wieder aus. Regierungen kommen und gehen, die Lügen bleiben immer!!!!

    • Lin am 25.04.2019 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gegen die ausländischen Glückspiele

      so bleibt das Geld in der Schweiz,da macht die Spielsucht nichts

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  • Kurt A. am 25.04.2019 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gesperrt

    Ich habe mich selbst vor Jahren für die Schweizer Casinos sperren lassen. Mal schauen ob mich online trotzdem registrieren kann und zocken kann, oder ob die Suchtprävention auch hier versagen wird. Denn in den Casinos hat sie versagt.

  • Linda am 25.04.2019 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich

    Und sicherlich kann man die Einsätrze auch über die Telefon-Abrechnung laufen lassen. Die Swisscom will sicher auch ein Stück vom Kuchen.

  • Bürger am 25.04.2019 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Normaler

    Von mir aus können casinos betrieben werden soviel wie sie wollen oder auch drogen mir völlig egal! Hauptsache es werden davon soviel steuern eingezogen das damit die spiel und drogensüchtigen (sozial und krankenkosten) bezahlt werden können! So das uns normale nicht weh tut, mir gehts nur ums geld!

  • Jacqueline am 25.04.2019 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheiligkeit

    Vor Jahren wurden die Geldspielautomaten in den Restaurants verboten. In der Abstimmung wurde immer wieder argumentiert, dass es sehr viele spielsüchtige gebe und in den Casinos die Kontrolle darüber garantiert sei. ALLES LUG UND TRUG Wie gewohnt von den kleinen Weg zu den grossen.

    • Günther Nepfer am 25.04.2019 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jacqueline

      Ja eine riesen Sauerei und die Kantone schauen zu!

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