Wochenende

20. Juli 2014 14:48; Akt: 20.07.2014 14:48 Print

Vier Tourengänger sterben in Walliser Bergen

Bei zwei Unfällen am Samstag sind vier Alpinisten ums Leben gekommen. Ursache war im einen Fall ein Schneebrett, im anderen eine Lawine.

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Blick aufs Zinalrothorn bei Zermatt, wo am 19. Juli eine 28-jährige Schweizerin und ihr 30-jähriger deutscher Begleiter von den Schneemassen mitgerissen wurden. (Bild: Keystone)

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In den Walliser Bergen sind am Wochenende mindestens vier Tourengänger ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt. Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei dürfte der Schnee Ursache der beiden Unfälle am Zinalrothorn und im Val d'Anniviers gewesen sein.

Zwei Alpinisten, eine 28-jährige Schweizerin und ein 30-jähriger Deutscher, stürzten am Samstagnachmittag am Zinalrothorn tödlich ab. Aller Wahrscheinlichkeit nach seien sie auf dem Abstieg vom zwischen dem Mattertal und dem Val d'Anniviers gelegenen Gipfel von einem Schneebrett erfasst und mitgerissen worden, schrieb die Polizei.

Die beiden Verunglückten stürzten mehrere hundert Meter tief auf den Triftgletscher ab und verstarben am Unfallort.

Lawine begräbt Sechsergruppe

Ebenfalls am Samstag kamen oberhalb des Moiry-Stausees zwei Tourenskifahrer ums Leben, ein Walliser und eine im Wallis wohnhafte Britin.

Sie gehörten zu einer Sechsergruppe; die vier weiteren Mitglieder wurden verletzt. Die Gruppe hatte versucht, die Pointes de Mourti über die Nordseite zu besteigen. Dabei löste sich auf rund 3450 Metern eine Lawine und begrub die sechs unter sich. Ein Berggänger, der die Lawine beobachtet hatte, löste umgehend Alarm aus.

Vier Verletzte wurden mit Helikoptern ins Spital von Sitten gebracht. Eine verletzte Person wurde ins Inselspital nach Bern geflogen, wo sie ihren schweren Verletzungen erlag. Das zweite Opfer war auf der Unfallstelle gestorben.

Die Niederschläge der letzten Wochen haben in den Alpen gebietsweise zu erheblicher Lawinengefahr geführt. Die darauffolgende Wärme erhöhte die Gefahr, dass Neu- und Triebschneeansammlungen ins Rutschen geraten.

(sda)