27. April 2005 10:23; Akt: 27.04.2005 10:26 Print

Vorsorge gegen weltweite Grippewelle

Der Bundesrat wappnet sich gegen die Risiken einer möglichen weltweiten Grippewelle.

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Er hat am Mittwoch eine neue Verordnung erlassen, welche die bereits heute zu treffenden Präventionsmassnahmen nennt. Wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mitteilte, werden darin unter anderem die Grippeimpfung und die Versorgung mit Medikamenten geregelt. Zudem werden die Massnahmen aufgelistet, die im konkreten Fall einer drohenden oder eingetroffenen Pandemie zu treffen sind. Dazu gehört eine Prioritätenliste, nach der im Fall einer Verknappung die vorhandenen Impfstoffe zu verteilen sind. Als prioritär können in einem solchen Fall das medizinische Personal, Personen in wichtigen öffentlichen Diensten und Personen mit erhöhtem Sterberisiko behandelt werden. Eine neue Pandemie kann laut dem Bundesrat jederzeit auftreten. Das Influenzavirus kann genetisch variieren; bei grösseren, seltenen Variationen bilden sich neue Stämme, die eine weltweite Erkrankungswelle verursachen könnten, da die Bevölkerung nicht oder nur teilweise immun ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deshalb ihren Mitgliedstaaten empfohlen, sich für ein solches Ereignis zu wappnen. Die neue Verordnung beruht auf den Empfehlungen des Pandemieplans, die von einer Expertengruppe im EDI ausgearbeitet wurde.

(ap)