Davos

26. Januar 2011 23:02; Akt: 27.01.2011 08:13 Print

Wef-Gegner rufen zu Anschlägen in Davos auf

Die linksextreme Gewaltserie der letzten Wochen nährt die Angst vor Anschlägen und Krawallen in Davos. Die Polizei rüstet sich gegen die Chaoten.

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Die Polizei kontrolliert in Fideris Lenker, die nach Davos wollen. (Foto: keystone)

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Laut einem Bekennerschreiben war der gestrige Anschlag in St. Gallen (siehe Box) eigentlich gegen das World Economic Forum (Wef) gerichtet. Pünktlich zu dessen Eröffnung riefen Linksextremisten darin zu weiterer Gewalt auf: «Greifen wir sie an!»

Nachdem die Krawalle rund ums Wef in den letzten Jahren abgeflacht sind, droht nun eine neue Eskalation. Auf einschlägigen Foren deuten Parolen wie «Alle nach Davos!» «Smash Wef!» oder «Wef angreifen!» darauf hin, dass die Extremisten versuchen werden, nach Davos zu gelangen.

Mit den Anschlägen in Rom und Athen, dem Brandanschlag aufs Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Angriff auf SVP-Nationalrat Hans Fehr haben internationale und Schweizer Linksextreme in den letzten Wochen gezeigt, dass sie vor nichts zurückschrecken.

Die Demo-Organisatoren wollen nicht ausschliessen, dass die militanten Wef-Gegner am Samstag in Davos zuschlagen. Und Thomas Hobi von der Kantonspolizei Graubünden sagt, man nehme die Aufrufe der Extremisten und den gestrigen Anschlag in St. Gallen ernst. Aber: «Wir sind bereit, falls sie kommen.»

Das Polizei- und Armeeaufgebot in Davos ist jedenfalls riesig. Und alle Demo-Teilnehmer werden vor ihrer Anreise genau kontrolliert. Ausschreitungen werden damit aber höchstens verlagert, nicht verhindert: 2001 und 2003 zündeten die abgewiesenen Wef-Gegner einfach in Zürich und Bern Autos und Barrikaden an.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hene G. am 27.01.2011 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Revolution als Sandkastenspiel

    Was wollen die eigentlich damit bezwecken? Die Weltwirschaft wirds nicht kümmern, es wird kein Deutchen mehr Gerechtigkeit geben. Linke Positionen werden damit lächerlich gemacht und untergraben. Revolutionen (wie in Tunesien) geschehen erst, wenn der Grossteil der Bevölkerung mitmacht. 2 Tausend gewaltbereite Pseudorevolutionäre machen nur sich und ihre Ideen lächerlich. Aber vielleicht erklärt mir mal wer, was das soll?

  • Hein Meyer am 27.01.2011 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    POLITIK GEFRAGT

    Es ist sehr bedauerlich, dass ein Heer von Polizei und Armee ein solches Treffen schützen muss. Was aber hat die Politik in den letzten Jahren dagegen unternommen? NICHTS. Bevorzugt ist man gegen Normalbürger vorgegangen. Mit immer mehr Gesetzen und Einschränkungen, Akzeptanz der Abzocke in jeglicher Art und Weise, Bevormundung des Bürgers, so empfinde ich es als Eidgenosse. Nun ist zu erkennen, dass die Jungen sich damit nicht mehr abfinden und letztendlich in die extremen Szenen abdriften. Nun sind aber nicht alle Jungen links od. rechts Extrem. Nun wäre politik gefragt und nicht Diktatur.

  • reto am 27.01.2011 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch und wann merkt es der hinterst und letzte

    Ist ja typisch, der CH Normalbürger, der jahrelang seine Bürgerpflicht erfüllt hat, sich nichts zu schulden kommen lassen hat, wird durch die Linken entwaffnet und wer verübt am meisten Gewalttaten gegenüber fremden Eigentum (1.Mai) und anders denkenden Personen .... genau die ! Wasser predigen und Wein trinken.. typisch ein Grund mehr für mich am 13. februar ein dickes, rotes NEIN zu schreiben...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susanne Baselland am 31.01.2011 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Linke und Gewalt

    Eine Studie über das Jahr 2009 zeigt folgendes: 127 gewalttätige Aktionen sind Linksextreme verantwortlich. 32-gewalttätige Ereignisse werden den Rechtsextremen angelastet. Dazu kennen Chaoten weder die Bundesverfassung (Art.16 Meinungs- und Informationsfreiheit, Art. 22 Versammlungsfreiheit und Art.23 Vereinigungsfreiheit) noch die Anstandregeln, dass man weder Sachen noch Personen beschädigt.

  • man am 29.01.2011 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    WEF ist Menschenfeindlich

    Ich kann die Demonstranten nur unterstützen. Das WEF ist eine Organisation, welche sich darum kümmert Gewinne zu optimieren, Menschen in anderen Ländern als Billigarbeitskraft auszubeuten und Produktionen dafür in arme Länder zu verlegen. Nieder mit den Grosskapitalisten!

  • Jean de Carouge am 28.01.2011 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    offener Aufruf zu Terror ...

    ... und keine Behörde unternimmt etwas gegen diese Grenzüberschreitung? Wo sind wir eigentlich?

  • Daniel am 28.01.2011 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Problem

    Ob man jetzt für oder gegen das WEF ist. Aber Gewalt kann keine Lösung sein. Die Geschichte hat gezeigt, dass Radikale alles andere als Problemlöser sind.

  • cello am 27.01.2011 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    wer macht was kaputt?

    mehr kaputt machen, materiel oder sozial, als die banker und politiker könnten diese sogenanten chaoten gar nicht, denen fehlen die mittel.