25. April 2005 15:08; Akt: 25.04.2005 15:38 Print

Weniger Aids-Fälle

Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind im ersten Quartal 2005 58 Meldungen über Aids-Erkrankungen eingegangen. Im ersten Quartal 2004 waren noch 91 Aids-Fälle gemeldet worden.

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Nachdem die Zahl der gemeldeten Aids-Fälle in den beiden Vorjahren angestiegen war, deuten die ersten drei Monate nicht auf eine Fortsetzung des Trends hin, wie dem jüngsten BAG-Bulletin vom Montag zu entnehmen ist.

Von den 58 Fällen betrafen 39 Meldungen Männer und 19 Meldungen Frauen. Im ersten Quartal 2004 waren noch 91 Aids-Fälle gemeldet worden. Laut dem BAG sind die Zahlen aber nicht vergleichbar, da die Meldungen auch in früheren Jahren diagnostizierte Fälle betreffen und erst verzögert erstattet wurden. Im Mittel würden rund 67 Prozent der Aids-Fälle innerhalb eines Jahres nach der Diagnose gemeldet, 82 Prozent innerhalb von zwei Jahren und 88 Prozent innerhalb von drei Jahren. Offenbar stabilisiert hat sich auch die Zahl der durch die Bestätigungslabors gemeldeten positiven HIV-Tests. Während dem BAG im ersten Quartal 2004 noch 163 positive HIV-Tests gemeldet worden waren, waren es in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 158 Tests. Rund 36 Prozent der positiven Tests betrafen Frauen. Noch keine Meldungen gingen bisher über Todesfälle von Menschen mit Aids ein. Im gesamten 2004 waren 70 Todesfälle gemeldet worden. Die Sterbemeldungen seien allerdings noch unvollständig, schreibt das BAG. Es werde davon ausgegangen, dass sich die Sterberate bei rund 100 Menschen pro Jahr stabilisiert habe.

(ap)